Coronavirus-Pandemie 

Dortmund: 13 Mal 150 Euro Strafe wegen Maskenverstößen – und das am selben Ort

Die Stadt Dortmund greift im Kampf gegen das Coronavirus in Sachen Maskenpflicht hart durch: Zuletzt hagelte es einige 150-Euro-Strafen.

  • In NRW muss man 150 Euro Strafe zahlen, wenn man in Bussen oder Bahnen ohne Maske erwischt wird.
  • Die Strafe ist sofort und ohne Ankündigung fällig, wenn man gegen die Maskenpflicht verstößt.
  • Die Stadt Dortmund hat nun eine Schwerpunktkontrolle zusammen mit Polizei und Ordnungsamt durchgeführt.

Dortmund - Wer während der Corona-Pandemie in Bussen oder Bahnen in NRW keine Maske trägt, der muss tief ins Portmonee greifen. Ohne Vorwarnung sollen die Ordnungsämter 150-Euro-Strafen verhängen, lautet die Vorgabe der Landesregierung. Und die wird in Dortmund nun knallhart umgesetzt.

Name

Coronavirus / Covid-19

häufige Symptome

Fieber, trockener Husten, Müdigkeit

Prävention

Abstand halten, Hände waschen, Maske tragen

Dortmund: Maskenpflicht wegen des Coronavirus

Am vergangenen Freitag (14. August) zeigte das Ordnungsamt der Stadt Dortmund öffentlichkeitswirksam mit Polizei und Mitarbeitern der Dortmunder Stadtwerke (DSW21) Präsenz bei Kontrollen an der Stadtbahnhaltestelle "Stadtgarten" im Herzen der Innenstadt.

Kampf gegen das Coronavirus: Die Stadt Dortmund greift in Sachen Maskenpflicht jetzt knallhart durch.

Die Kontrollen "fruchteten", denn gleich 13 Mal verhängte das Ordnungsamt die Strafe in Höhe von 150 Euro. Im Verhältnis zu den Menschenmassen, die sich sonst im Bereich des Stadtgartens aufhalten, ist die Zahl aber relativ gering. "Die überwiegende Mehrheit unserer Fahrgäste setzt die Maskenpflicht gewissenhaft um", stellt DSW21-Verkehrsvorstand Hubert Jung fest. In Dortmund rastete ein Mann nach der Aufforderung, seine Maske aufzusetzen, allerdings völlig aus.

Dortmund: Masken-Kontrollen in Bussen und Bahnen

Bisher war es in NRW so, dass Maskenverweigerer - oder solche, die die Maske schlicht vergessen hatten - angesprochen wurden, bevor ein Bußgeld verhängt wurde. In den ersten Tagen der Kontrollen im Juni an fünf stark frequentierten Stadtbahnhaltestellen in Dortmund (Stadtgarten, Reinoldikirche, Kampstraße, Hauptbahnhof und Hörde Bahnhof) mussten rund 500 Fahrgäste ermahnt werden. Nur in sehr wenigen Fällen sollen sich die Fahrgäste geweigert haben, die Maske aufzusetzen. Ihnen wurde ein Platzverweis erteilt.

Aber nicht nur in der Stadtbahn gibt es immer wieder Maskenverweigerer. Auch in Geschäften oder Restaurants gilt die Maskenpflicht. In einer Bäckerei ist kürzlich ein Mann ausgerastet, weil er auf die Maskenpflicht hingewiesen wurde. Er beleidigte und bespuckte die Verkäuferin in der Bäckerei.

Ähnlich krasse Vorkommnisse gab es bei den Dortmunder Kontrollen nicht. Dennoch wird offenbar nicht lange gefackelt. Dabei gehe es der Stadt laut Ordnungsamts-Chefin Beate Siekmann nicht um "das Anhäufen von Bußgeldern", sondern um die "konsequente Durchbrechung von Infektionsketten."

Und so können sich Dortmunder bereits in dieser Woche auf weitere Kontrollen in den Stadtbahnhaltestellen einstellen. Wo und wann genau diese durchgeführt werden, will die Stadt vorab nicht verraten - aus "taktischen Gründen", wie es heißt.

Maskenpflicht in Dortmund: Harte Strafen bei Verstoß

Damit man die Maske nicht aus Versehen nicht aufsetzt, weise DSW21 laut eigenen Angaben "auf nahezu allen zur Verfügung stehenden Kanälen" auf die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen NRW hin. Service- und Sicherheitskräfte seien zudem sensibilisiert und würden Fahrgäste ansprechen.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24