Bundespolizei ermittelt

Angst vor dem Coronavirus: Mehrere Corona-Graffitis an Bahnhaltestellen in Dortmund aufgetaucht

Mehrere Haltestellen in Dortmund wurden mit Coronavirus-Graffitis besprüht.
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Mehrere Haltestellen in Dortmund wurden mit Coronavirus-Graffitis besprüht.

An gleich mehreren Bahnhaltestellen in Dortmund haben Unbekannte Schilder mit Graffitis beschmiert. Die Schriftzüge spielen auf das Coronavirus an.

  • Die anhaltende Ausbreitung des Coronavirus macht vielen Menschen Angst.
  • In Dortmund haben bislang unbekannte Graffiti-Sprayer darauf jedoch keine Rücksicht genommen.
  • An mehreren Haltestellen haben sie Schriftzüge mit Bezug auf Covid-19 hinterlassen.

Dortmund - Die derzeitige Lage stellt die Menschen in Dortmund vor eine Herausforderung: Das neuartige Coronavirus breitet sich auch dort weiter aus. Maßnahmen werden ergriffen, um weiteren Infektionen vorzubeugen. Und auch, wenn die Lage ernst ist: Panik sollte nicht aufkommen. Das scheint einigen wenigen jedoch gleichgültig zu sein, wie eine Serie von Graffiti-Straftaten aus Dortmund zeigt.

Coronavirus in Dortmund: Mehrere Graffiti-Schriftzüge an Haltestellen entdeckt

Dort haben Beamte der Bundespolizei am Dienstag (24. März) an gleich mehreren Bahnhaltestellen im Stadtgebiet die Entdeckung illegaler Graffitis gemacht. Gegen 11 Uhr stellten die Bundespolizisten das erste Graffiti am Haltepunkt Dortmund-Körne West fest. Dort wurden sechs Bahnsteigbeschilderungen mit Lackfarbe übersprüht", heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung.

Ähnliche Sachbeschädigungen fand man außerdem an der Haltestelle Möllerbrücke im Dortmunder Kreuzviertel. Hier haben Unbekannte acht Beschilderungen am Bahnsteig besprüht. Auch am Haltepunkt Dortmund West wurden die Beamten fündig. Dort hatten es die Graffiti-Sprayer auf sechs weitere Schilder abgesehen.

Graffiti-Schmierereien in Dortmund weisen auf Coronavirus hin

Nun gut, jetzt könnte man sagen, illegale Schmierereien an öffentlichen Plätzen sind nichts Neues. Doch die Entdeckungen der Bundespolizisten hatten an allen Bahnhaltestellen etwas gemeinsam: "Der oder die Täter spielen dabei mit den Ängsten der Bürger, da alle Graffitis Bezug auf das Coronavirus nahmen", teilt die Bundespolizei weiter mit.

So machten die Unbekannten aus der Haltestelle in Dortmund-Körne, wo jetzt eine krebserregende Substanz in der Luft festgestellt wurde, "Dortmund-WUHAN West" und den Haltepunkt Möllerbrücke benannten sie in "Dortmund Quarantänebrücke" um. Acht weitere Bahnsteigschilder beschmierten die Täter außerdem an der Bahnhaltestelle Stadthaus. Dort wurden die Schilder in "Dortmund Covid19haus" abgeändert.

Video: Die Angst in der Corona-Krise - wo kommt sie her?

Illegale Graffitis zum Coronavirus in Dortmund: Zeugen gesucht

Durch die illegalen Graffitis zum Coronavirus entstand an den verschiedenen Haltestellen in Dortmund ein Gesamtschaden von circa 900 Euro. Gegen die bislang unbekannten Sprayer leitete die Bundespolizei mehrere Strafverfahren wegen Sachbeschädigung ein. Die Beamten sind nun auf der Suche nach Zeugen, die Hinweise zu den möglichen Tätern geben können. Sie können sich unter der Telefonnummer (0800) 688 000 mit der Bundespolizei in Verbindung setzen.