Inzidenz steigt

Corona-Zahlen in Dortmund – Stadt reagiert in Krankenhäusern

In Dortmund steigen die Corona-Zahlen, aber gleichzeitig werden die Regeln gelockert. In den Krankenhäusern ist die Lage daher angespannt.

Dortmund – Die Corona-Zahlen steigen wieder – auch in Dortmund. Am Samstag (12. März) lag die Inzidenz bei 1041 (Vorwoche: 782). Im Umkehrschluss steuern wieder mehr Corona-Infizierte die Krankenhäuser an. Diese wiederum müssen weiter an den Corona-Regeln festhalten.

StadtDortmund
BundeslandNRW
OberbürgermeisterThomas Westphal (SDP)

Corona in Dortmund: Besuchszeiten in Krankenhäusern – deshalb gibt es keine Lockerungsmaßnahmen

„Auch wenn allgemein die Wahrnehmung vorherrscht, dass sich die Corona-Lage mehr und mehr zu entspannen scheint,
sieht die Lage in den Dortmunder Krankenhäusern und Pflegeheimen anders aus“, so Dr. Frank Renken, Leiter des Gesundheitsamtes am Freitag (11. März). Lockerungen der Corona-Regeln in den Dortmunder Krankenhäusern seien daher noch nicht in Sicht.

Zurzeit befinden sich nach Angaben der Stadt auch viele Mitarbeiter aus Krankenhäusern in Quarantäne. Deshalb komme es regelmäßig zu Personalengpässen in den Einrichtungen. Diese führten zeitweise zu Einschränkungen der planmäßigen Patientenversorgungen.

Unter anderem würden aufgrund dessen Abteilungen geschlossen und Operationen verschoben. Zusätzlich müssten Patienten längere Wartezeiten in Kauf nahmen, bis sie untersucht und behandelt werden können. Die hohe Belastungssituation wirke sich auch auf die Besuchszeiten der Einrichtungen aus.

Dortmund: Corona-Besuchszeiten in Pflegeeinrichtungen – diese Regeln gelten für Gäste in Krankenhäusern

Diese würden weiterhin nur unter strengen Infektionsschutzauflagen und im eingeschränkten Maße stattfinden können. Damit sollen Viruseinträge in die Häuser so gut wie möglich verhindert werden. Damit dies gelingt, ist weiterhin nur eine begrenzte Gast-Anzahl und Besuchszeit pro Patient erlaubt.

Deshalb sei es sinnvoll, im Vorhinein telefonische Absprache mit dem Personal zu halten. Sobald das Gebäude betreten wird, soll in den Pflegeeinrichtungen wie zuvor durchgängig die FFP2-Maske getragen werden. „Wenn Einrichtungen von einem größeren Infektionsgeschehen betroffen sind, können auch Besuchsstopps verhängt werden“, sagt Dr. Frank Renken.

Er gehe nicht davon aus, dass sich daran in absehbarer Zeit etwas ändere. „Auch die in Kürze greifenden Lockerungsmaßnahmen werden dazu führen, dass wieder mehr Kontakte und Infektionsübertragungen stattfinden werden und das Infektionsgeschehen zunächst nicht weiter gebremst wird.“ Dabei habe man sich etwas ganz anderes erhofft.

Die Corona-Zahlen in Dortmund steigen.

Corona in Dortmunder Krankenhäusern: Hoffnungen geplatzt – Schutz der Patienten hat oberste Priorität

„Wir hatten die Hoffnung auf eine kurzfristige Entspannung der Lage. Die wieder zunehmenden Infektionszahlen durch die BA.2-Variante verhindern das jedoch“, sagt Renken. Krankenhäuser könnten deshalb nicht, wie zuletzt die Innenstadt mit dem Wegfall der Maskenpflicht, einfach die Regeln lockern.

Renken: „Solange sich diese Situation nicht nachhaltig ändert, muss der Schutz der vulnerablen Gruppen an oberster Stelle stehen“. Besucher müssen daher für die nächsten Wochen noch auf Lockerungen der Regeln warten.

Rubriklistenbild: © Tim Brederecke/Klinikum Nord Dortmund