Aber eine Ausnahme bleibt

Stadt Dortmund macht Schülern ab heute besonderes Angebot für Corona-Tests

Thomas Westphal, Oberbürgermeister Dortmund
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Schüler und Schülerinnen müssen sich in den Herbstferien auf eine Corona-Änderung einstellen. Immerhin: In Dortmund soll es ein spezielles Test-Angebot geben.

Dortmund – Am Freitag (8. Oktober) war in Nordrhein-Westfalen der letzte Schultag vor den Herbstferien. Zwei Wochen freie Zeit für die Kinder und Jugendlichen in NRW starten offiziell am Montag (11. Oktober). Dann darf sich erst einmal wieder von der Schule erholt werden – in den vergangenen Wochen fand der Unterricht wieder in Präsenz statt, natürlich unter Corona-Bedingungen.

StadtDortmund
Einwohner603.609 (2020)
Fläche280,7 km²

Herbstferien in Dortmund: Schüler und Schülerinnen müssen sich jetzt um Corona-Test kümmern

In den Herbstferien stehen den Schülern und Schülerinnen auch in Dortmund viele Freizeitangebote zur Verfügung. Allerdings können diese nicht so ohne Weiteres genutzt werden. Immerhin gilt bei vielen Veranstaltungen in Innenräumen sowie Kinobesuchen oder auch einem Ausflug ins Hallenbad die 3G-Regel. Heißt: Kinder und Jugendliche können daran nur teilnehmen, wenn sie einen Nachweis über eine Corona-Impfung bzw. -Genesung oder einen aktuellen Negativ-Test vorlegen können (weitere Nachrichten aus Dortmund bei RUHR24).

Das mag einige überraschen. Denn während des normalen Unterrichtsbetriebs gibt es an den Grund- und Förderschulen in NRW zweimal wöchentlich sogenannte Lolli-Pooltests, an weiterführenden Schulen dreimal wöchentlich Antigen-Selbsttests. Als Nachweis können Schüler und Schülerinnen einfach ihren Schülerausweis vorlegen.

Corona in Dortmund: Schüler und Schülerinnen sind in den Herbstferien auf Tests angewiesen

In den Herbstferien entfällt diese Maßnahme jedoch – die Kinder gelten dann nicht mehr automatisch als getestet. Wie NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) Ende September bei einer Pressekonferenz erklärte, müssten sich Eltern und Kinder sowie Jugendliche in den zwei Wochen selbst um einen Corona-Test kümmern, wenn sie zum Beispiel an einer Veranstaltung mit Zulassungsbeschränkungen wie der 3G-Regel teilnehmen möchten (mehr Corona-News aus NRW bei RUHR24).

Die schlechte Nachricht: Ab Montag (11. Oktober) sind Corona-Schnelltests in den Testzentren nicht mehr kostenlos. Die gute Nachricht: Für Kinder und Jugendliche gilt diese neue Regelung nicht, solange sie unter 18 Jahre alt sind. Bund und Länder hatten beschlossen, die Frist hier bis Ende des Jahres zu verlängern.

3G-Regel gilt auch in Dortmund – Stadt bietet in den Herbstferien spezielles Test-Angebot an

Diese Hürde müssen die Schüler und Schülerinnen während der Herbstferien also nicht meistern. Und die Stadt Dortmund will es ihnen – wenn sie denn ungeimpft sind – sogar noch ein bisschen leichter machen. „Bei Bildungsangeboten, Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit und Sportangeboten für Kinder und Jugendliche erlaubt die Coronaschutzverordnung auch einen gemeinsamen Selbsttest vor Ort“, heißt es dazu in einer aktuellen Mitteilung.

Bedeutet im Klartext: Schüler und Schülerinnen, die in den Ferien an einer städtischen Veranstaltung teilnehmen wollen, bekommen direkt vor Ort die Möglichkeit sogenannter „gemeinsamer Selbsttests“. Sportvereine dürften den Kindern laut der Stadt diese Art von Gruppen-Selbsttests ebenfalls anbieten. Auch hier gilt: Ein 3G-Nachweis ist nötig, wenn Sport in Hallen oder anderen Räumen betrieben wird.

Video: Dortmund – die Stadt im Ruhrgebiet

Ausnahme in Dortmund: In Hallenbädern ist kein Selbsttest vor Ort möglich

Eine Ausnahme bilden allerdings die Hallenbäder in Dortmund. Wer eine Runde schwimmen möchte, muss ein höchstens 48 Stunden altes negatives Corona-Testergebnis oder einen Nachweis über die Immunisierung mitbringen. In den Bädern bestehe den Angaben zufolge keine Möglichkeit, sich direkt vor Ort testen zu lassen.

Nach den Herbstferien – aller Voraussicht nach ab dem 2. November soll an den NRW-Schulen dann übrigens die Maskenpflicht fallen. Hintergrund der Maßnahme sei die stetig zunehmende Impfquote von Schülern und Lehrern, teilte das Land kürzlich mit. An der Fortführung der regelmäßigen Testungen in den Schulen werde man zunächst aber weiter festhalten.

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