„Gibt nichts Vergleichbares“

Coronavirus in Dortmund: Spezial-Methode für Schulen und Kitas

Die Stadt Dortmund setzt bei Tests auf das Coronavirus an Schulen und Kitas ab sofort ein „Corona-Mobil“ ein. Wir erklären, was es damit auf sich hat.

Dortmund - Noch bevor der Winter richtig losgeht, nehmen die Corona-Fälle in Dortmund zu. Das Gesundheitsamt der Stadt rechnet mit Blick auf die Herbst- und Winterzeit mit einem zunehmenden Infektionsgeschehen - insbesondere an Schulen und Kitas. Ein neues „Corona-Mobil“ soll Abhilfe schaffen.

Coronavirus in Dortmund: Stadt setzt an Schulen und Kitas auf ein „Corona-Mobil“

Das „Corona-Mobil“ hat die Stadt Dortmund bei der Reinoldus Rettungsdienst gGmbH angemietet, mit denen das Gesundheitsamt für die Testungen an den Schulen und Kitas zusammenarbeitet (alle News aus Dortmund auf RUHR24.de). In der Umgebung gebe es „nichts Vergleichbares“, sagt Peter Hill von Reinoldus, der die Abstrichstellen koordiniert, in einer Pressemitteilung der Stadt.

„Der vordere Teil wird als Büro genutzt, um Patientendaten aufzunehmen und die Abstriche zu beschriften, im hinteren Teil werden die Tests durchgeführt. Über die Treppe geht es rein, über die Rampe hinaus, sodass sich niemand in die Quere kommt. Die Rampe sorgt aber auch für einen barrierefreien Zugang.“

„Corona-Mobil“: Stadt Dortmund will Infektionsketten an Schulen und Kitas frühzeitig unterbrechen

Mit dem Service möchte das Gesundheitsamt der Stadt Dortmund Infektionsketten frühzeitig unterbrechen. „Tritt ein Infektionsfall auf, können wir direkt größere Gruppen auf einmal testen, zum Beispiel mehrere Klassen hintereinander. Damit vermeiden wir auch, dass zum Beispiel die Teststelle am Klinikum Nord überfüllt“, erklärt Dr. Frank Renken, Leiter des Dortmunder Gesundheitsamtes.

Am Mittwoch (14. Oktober) ist der Inzidenzwert in Dortmund auf über 50 geschnellt. Die Stadt ist nun offiziell ein Risikogebiet. An nur einem Tag hat es 77 Neuinfektionen gegeben.

Bei einer Coronavirus-Infektion in einer Klasse sieht die Teststrategie der Stadt Dortmund vor, dass nach sechs und nach zwölf Tagen freiwillige Tests angeboten werden. Das sei aufgrund der 14-tägigen Inkubationszeit notwendig. „So kann der erste Test noch negativ ausfallen, der zweite aber positiv.“

V.l.: Peter Schroeter (Geschäftsleitung Reinoldus), Peter Hill (Reinoldus, stellv. Leiter Rettungsdienst) und Dr. Frank Renken (Leiter Gesundheitsamt) stellten das Corona-Testmobil vor.

Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser in Dortmund wird das „Corona-Mobil“ vorerst nicht ansteuern. „Es ist meistens einfacher, wenn wir ein Team in die Pflegeeinrichtungen schicken oder wenn eine Pflegeeinrichtung oder ein Krankenhaus selbst die Testungen durchführt. Deswegen ist dieses Testmobil insbesondere für unsere Gemeinschaftseinrichtungen ein großer Gewinn“, so Dr. Frank Renken.

Über Corona-Fälle an Schulen und Kitas in Dortmund und die tagesaktuellen Fallzahlen informiert RUHR24.de täglich im Live-Ticker zum Coronavirus in NRW.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/AFP, Florian Forth/RUHR24; Collage: RUHR24

Mehr zum Thema