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Dortmund: Expertin veröffentlicht bedenkliche Studie über Kinder

Geschlossene Schulen, verwaiste Fußballplätze – Corona hatte teils heftige Auswirkungen auf das Sozialleben. Wie haben Kinder das weggesteckt?

Dortmund – Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Psyche von Grundschulkindern zu untersuchen, hat eine Wissenschaftlerin aus Dortmund mit ihrem Team eine ausführliche Studie gestartet. Die Ergebnisse lassen einen traurigen Einblick auf ein Leben mit wenig Abwechslung und sozialen Kontakten zu.

KrankheitCovid-19 durch das Coronavirus ausgelöst
Todesfälle6,31 Millionen (weltweit)
Fälle534 Millionen (weltweit)

Dortmund: Studie befasst sich speziell mit Wohlbefinden von kleineren Kindern

Corona hat uns alle herausgefordert und die Nerven strapaziert. Dass darunter die Lebenszufriedenheit von Erwachsenen in Deutschland gelitten hat, beweisen schon Studien. Doch, was ist mit kleineren Kindern? Wie erleben Grundschulkinder die schwierigen Pandemie-Jahre? Forscher aus Dortmund haben die Stimmung von Kindern, ihre aktuelle Lebenszufriedenheit und einzelne Glücksbereiche analysiert.

„Andere Studien haben bereits aufgezeigt, dass das subjektive Wohlbefinden ein wirksamer Schutz vor psychischen Erkrankungen sein kann, auch in der Corona-Zeit“, erklärt Prof. Ricarda Steinmayr vom Institut für Psychologie der TU Dortmund. „Da wir uns schon seit geraumer Zeit mit Einflussfaktoren auf das subjektive Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen befassen, lag es nahe, uns die Auswirkungen der Corona-Pandemie diesbezüglich anzuschauen.“

Dortmund: Studie zeigt, wie es Kindern während der Corona-Pandemie ging

Prof. Steinmayr war federführend bei der wissenschaftlichen Erhebung. Für die Studie haben die Wissenschaftler Erkenntnisse aus der Zeit während Corona mit Daten von vor Corona verglichen. Die Ergebnisse haben es in das renommierte Fachmagazin „Journal of Happiness“ geschafft.

Schon nach dem ersten Lockdown im Mai und Juni 2020 haben die Wissenschaftler Befragungen an vier Grundschulen durchgeführt. An diesen Schulen waren auch schon vor der Pandemie Befragungen zur Zufriedenheit der Kinder gemacht worden (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Kinder-Corona-Studie aus Dortmund: Ergebnisse machen traurig

Die Kinder gaben an, seit Corona weniger glücklich zu sein und auch das Familienleben weniger zu genießen. Bei allen Kindern, unabhängig von Herkunft und Geschlecht, hat die Zufriedenheit also abgenommen.

Prof. Ricarda Steinmayr von der TU Dortmund hat eine Studie zu Kindern in der Pandemie gestartet.

Dr. Linda Wirthwein vom Institut für Psychologie der TU Dortmund erklärt: „Soziale Beziehungen und das Kompetenzerleben in der Schule, im Sportverein oder in anderen außerschulischen Einrichtungen sind wichtige Faktoren für das subjektive Wohlbefinden von Kindern.“

Unglückliche Kinder durch Corona – das empfehlen Experten

Die Ergebnisse würden laut der Wissenschaftler zeigen, dass es Schulschließungen in Zukunft zu vermeiden gilt. Außerdem sei es sehr wichtig, die Unglücksgefühle der Kinder während Corona zum Beispiel durch Hobbys auszugleichen.

Denn auch eine Studie zur Zufriedenheit von Jugendlichen aus diesem Jahr kommt zu dem Ergebnis, dass Schulöffnungen allein nicht reichen, um die Kinder wieder positiver zu stimmen. Die schönsten Familien-Ausflugsziele in Dortmund hat RUHR24 zusammengefasst.

Rubriklistenbild: © Inderlied/Kirchner-Media/Imago

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