Schutz in der Coronapandemie

Dortmund: Taxis bieten jetzt besonderen Corona-Service an

Im Taxi sitzen Fahrer und Fahrgast auf engstem Raum nebeneinander. Trotz Trennscheibe und Maske: Seit Corona fährt oft ein mulmiges Gefühl mit. 2G-Taxis sollen in Dortmund Abhilfe schaffen.

Dortmund – In Berlin gibt es sie schon, in München und Düsseldorf auch. Mit Beginn des neuen Jahres 2022 fahren sie nun auch im Ruhrgebiet: 2G-Taxis. Seit Montag (3. Januar) können Fahrgäste in Dortmund den besonderen Service buchen. Wie RUHR24* erklärt, werden sie auf Anfrage dann ausschließlich von einem nachweislich gegen Corona geimpften oder genesenen Fahrer gefahren. Die Taxiunternehmen versprechen sich viel von dem Angebot.

Taxizentrale DortmundTaxi Dortmund e.G.
AdresseKönigswall 42, 44137 Dortmund
Rufnummer0231-14 44 44

Schutz vor Corona: In Dortmund fahren jetzt 2G-Taxis

Rund 900 Fahrer arbeiten laut WDR für die Dortmunder Taxizentrale. Doch viel zu tun hatten sie in der letzten Zeit nicht. Es ist wenig los, viele Taxi-Gäste scheuen offenbar davor zurück, sich mit dem zumeist fremden Fahrer in ein Auto zu setzen. Auch, wenn Trennscheiben und eine Maskenpflicht ein möglichst großes Maß an Sicherheit vor einer Corona-Infektion bieten soll. Vielen reicht das nicht.

Und so ist es für Tahir Akbas aus dem Vorstand der Dortmunder Taxi-Genossenschaft nicht verwunderlich, dass das neue Angebot in Dortmund* bereits kurz nach Einführung gut angenommen wird: Seit Montag können Kunden in der Stadt im Ruhrgebiet ausdrücklich einen geimpften oder genesenen Taxifahrer anfordern. Und sie tun es. Viele Kunden bevorzugen offenbar einen gegen Corona geimpften Taxifahrer (mehr News rund um Corona in NRW* auf RUHR24).

Taxifahren in Coronazeiten: Dortmund bietet jetzt 2G-Taxis an. Auch, um wieder mehr Fahrgäste anzusprechen.

Wer als Fahrer eine solche 2G-Fahrt in Dortmund annehmen möchte, muss zuvor in der Taxizentrale seinen 2G-Nachweis vorlegen, berichtet die WAZ. Für deutlich mehr als die Hälfte der Fahrer, nämlich über 500, sei das aber kein Problem: Die meisten Taxifahrer seien geimpft. Viele sogar schon geboostert. Dass Gäste mal länger auf ein 2G-Taxi müssten, sei daher nicht zu erwarten.

2G-Taxis in Dortmund: Fahrer hoffen auf mehr Fahrten trotz Corona

Dass viele Taxifahrer bereits mit Impfpass und Ausweis in der Taxizentrale registriert sind, führt Akbas auf die Erfahrungen der Kollegen in den letzten Monaten zurück. Einige Kollegen hätten sie schon wegen Corona verloren, berichtet er dem WDR. Andere hätten lange Zeit im Krankenhaus verbracht. Das spreche sich rum.

Die Angst, so Akbas, fahre bei den Kollegen immer mit. Zumal die Fahrer – anders als die Fahrgäste ihre Fahrer – ihre Kunden nicht nach dem Impfstatus fragen dürften. Dabei gilt in NRW die 2G-Regel im öffentlichen Bereich nahezu überall, selbst im Einzelhandel wird die Corona-Maßnahme streng durchgesetzt*. Doch nicht so im Taxi. Schon allein um sich selbst zu schützen, seien viele Fahrer deshalb sowieso schon geimpft.

Taxifahren in Coronazeiten: Dortmund bietet 2G-Fahrten

Doch für die Taxiunternehmer ergibt die Impfung nicht nur aus gesundheitlichen Gründen Sinn, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht. Das neue Angebot der 2G-Taxis könnte der seit der Corona-Pandemie am Boden liegenden Brache neuen Mut verleihen: Es gibt Hoffnung, dass mit dem neuen Service in Dortmund die Zahl der Fahrten gesteigert werden könnte. Immerhin erhöhe sich die Sicherheit für Kunden in 2G-Taxis noch einmal erheblich (mehr Nachrichten aus Dortmund* auf RUHR24).

Außerdem komme man so der sowieso bestehenden Nachfrage der Kunden in Dortmund nach. Gäste, die am Bahnhof oder an anderen Warteplätze in ein Taxi stiegen, würden häufig nach dem Impfstatus ihrer Fahrer fragen, so Akbas zur WAZ. „Manche Fahrgäste lassen sich sogar den Impfpass zeigen.“ *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Swen Pförtner/dpa; Collage: RUHR24

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