#alarmstuferot

Klinikum teilt bewegendes Video: Durch die Corona-Pandemie in Not

„Damit uns das System nicht um die Ohren fliegt“: Mit einem Video bedankt sich das Klinikum Dortmund bei allen Künstlern und Kulturschaffenden.

Dortmund – Unter dem Hashtag #alarmstuferot warnen Künstler, Musiker, Theater und auch Kneipenbesitzer davor, dass der Lockdown für sie zum „Knockdown“ werden könnte. Eine Perspektive gibt es für sie derzeit kaum – trotz kreativer Konzepte und ausgefeilter Hygienekonzepte in der Corona-Krise. Mit ihnen zeigt das Klinikum Dortmund in einem bereits tausendmal geteilten Video volle Solidarität.

KlinikKlinikum Dortmund, vormals Städtische Kliniken Dortmund
Bettenrund 1.500
AdresseBeurhausstraße 40, 44137 Dortmund

Klinikum Dortmund zeigt Solidarität mit Künstlern in der Corona-Krise

Die meisten Kulturschaffenden nehmen die Corona-Pandemie offensichtlich ernst – und verzichten auf volle Theatersäle oder tosendes Publikum bei Konzerten. Doch damit verzichten sie auch auf wichtige Einnahmen, weshalb bereits jetzt schon viele von ihnen vor dem wirtschaftlichen Aus stehen. „Viele Künstler werden nicht überleben können“, erklärt auch Klaus Staeck, früherer Präsident der Akademie der Künste gegenüber dw.com – jedenfalls nicht im Sinne einer bürgerlichen Existenz.

Doch ohne diese „Opfer“, die die Kultur- und Veranstaltungsbranche seit Beginn der Corona-Krise bringt, könnte es möglicherweise an ganz anderer Stelle deutlich mehr Opfer geben – und so bedankt sich nun im Namen der Ärzte und Pfleger das Klinikum Dortmund bei der gesamten Kunst-, Kultur- und Veranstaltungsbranche. So heißt es in einem bewegenden Video welches das Klinikum Dortmund am Montag (30. November) auf nahezu allen Social Media Kanälen teilt: „Ihr opfert Auftritte und Stücke [...] damit uns das System nicht um die Ohren fliegt“.

Dortmund: Kliniken sind sich der Opfer der Künstler in der Corona-Krise bewusst

Auch in Dortmund steigt die Zahl der Corona-Patienten rasant. Dennoch soll das Video verdeutlichen, wie sehr sich das Klinikum Dortmund auch bewusst ist, in welcher Not sich die Branche derzeit befindet – und zeigt damit vollste Solidarität mit allen, die durch die geschlossenen Kinos, Theater, Museen oder Konzertsälen in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind. In einer Pressemitteilung zum Video heißt es weiter: Das Klinikum wisse, welche Entbehrung in Zeiten der Corona-Pandemie Menschen aus Kunst und Kulturbranchen in Kauf nehmen, damit das Gesundheitssystem nicht kollabiert (mehr News zur Corona-Pandemie in NRW).

Klinikum Dortmund erinnert: Corona-Krise bringt Künstler in wirtschaftliche Not

Am Montagabend (30. November) hatte das Bündnis unter dem Hashtag #sangundklanglos bundesweit in den sozialen Medien versucht, auf ihre Situation in Zeiten der Corona-Krise aufmerksam zu machen und teilten dazu Aufnahmen von minutenlanger Stille. Wie RP-Online berichtet, sendete auch die Staatsoper Unter den Linden in Berlin eine Aufnahme, bei der sich zwar Musiker mit ihren Instrumenten auf der Bühne einfanden, aber nicht musizierten. Stattdessen folgte ein Aufnahme mit völliger Stille.

Das Bündnis #alarmstuferot erhält prominente Unterstützung von Musikern wie Udo Lindenberg, Komikern wie Ilka Bessin und Luke Mockridge. Aber auch Politiker wie Christian Lindner solidarisierte sich mit dem Bündnis. Vor allem Solo-Selbstständige trifft der Corona-Lockdown schwer.

Rubriklistenbild: © RUHR24

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