SPD-Politiker

Dortmund: OB Westphal setzt Corona-Gerücht ein Ende – „Das Bild stimmt nicht“

In Zeiten von Corona sind warme Worte selten. Doch Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal hat genau damit nun überrascht.

Dortmund – Trefft euch nicht mit zu vielen Menschen, seid vorsichtig, tragt Masken, macht dieses, macht jenes. Die Appelle der Politiker in Corona-Zeiten kommen vielen Menschen längst aus den Ohren heraus. Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) hat nun mal etwas ganz Anderes gewagt: die Bürger gelobt.

7-Tage-Inzidenz in Dortmund234,5 (Stand: 22. Dezember)
Aktuell infizierte Personen5.900
Bislang verstorbene Personen444

Corona: Dortmunder Bürger verhalten sich laut OB Westphal „verantwortungsvoll“

Zuvor hatte sein Rechtsdezernent Norbert Dahmen am Dienstag (21. Dezember) auf einer Pressekonferenz zu den aktuellen Corona-Regelungen über das coronabedingte Böllerverbot in Dortmund referiert, der Presse erklärt, wie die Stadt die Einhaltung der Regeln kontrollieren wolle. Doch Thomas Westphal sieht das Problem gelassen: „Die Dortmunderinnen und Dortmunder verhalten sich verantwortungsvoll.“

Das Bild, das laut Westphal immer wieder aufkomme, wonach viele Bürger die Corona-Regeln missachten würden und es einen hohen Kontrollaufwand für die Stadt gäbe, sei nicht richtig. Als Beispiel nennt Dortmunds OB das Verhalten der Bürger auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt. „Die Verstöße dort waren die ganze Zeit, bis heute, minimal – unter einem Prozent“, so Westphal.

Westphal: Dortmunder haben Interesse, dass Coronavirus sich nicht ausbreitet

Die allermeisten Menschen in Dortmund würden sich an die Regeln halten, „weil sie selber ein Interesse daran haben, dass sich die Infektion nicht weiter verbreitet.“ Die Stadt müsse nicht ständig mit dem Ordnungsamt und der Polizei hinter den Menschen hinterherjagen, weil die Bürger selbst auf die Regeln achten würden. Westphal: „Und das freut mich auch, dass das in dieser Stadt so ist.“

Die Aussagen Westphals decken sich mit jüngsten Berichten von Schwerpunkt-Kontrollaktionen in der Stadt – etwa in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Dort würden sich laut Beobachtungen von DSW21 die allermeisten Menschen an die Regeln halten. Für Probleme in Dortmund sorgte zuletzt dagegen eine kleine Gruppe von „Querdenkern“, die sich mit der Polizei ein „Katz-und-Maus“-Spiel lieferte.

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