Corona in NRW

Dortmund bekommt Extra-Impfstoff: Doch eine Bedingung gibt es

Fast jeder will ihn haben: den Corona-Impfstoff. Dortmund und 14 Städte und Kreise in NRW bekommen jetzt zusätzliche Lieferungen. Diese ist aber an eine Bedingung gekoppelt.

Dortmund – Er ist heiß begehrt. Der Impfstoff gegen Corona – ob Biontech, Astrazeneca, Moderna oder Johnson & Johnson. RUHR24* berichtet, dass es insbesondere um letzteren jetzt einen großen Wirbel in 15 Städten in NRW gibt – darunter Dortmund*.

Corona-Impfung in NRW: Dortmund und weitere Städte erhalten Lieferung von Johnson & Johnson

Denn in diesen Städten soll es eine Sonderlieferung des Corona-Impfstoffs geben. Johnson & Johnson ist seit Montag (10. Mai) ohne Priorisierung verfügbar*, wie Gesundheitsminister Jens Spahn verkündete.

Das Besondere an dem Impfstoff gegen Corona* ist, dass von ihm nur eine einmalige Impfung notwendig ist. Das Land NRW berichtet, dass zum „jetzigen Zeitpunkt 33.000 Impfdosen zur Verfügung“ stehen.

Corona-Impfung Johnson & Johnson in Dortmund: Zusatz-Dosen in sozial benachteiligten Stadtteilen nutzen

Zusätzlich zu den 33.000 Impfdosen soll es jetzt noch Sonderkontingente geben. Bald schon sollen 100.000 Impfdosen zur Verfügung stehen. Die Auslieferung des Zusatz-Impfstoffs ist allerdings an eine Bedingung gekoppelt (mehr News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24).

Denn er soll nur in den sozial benachteiligten Stadtteilen genutzt werden. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann lässt sich vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales zitieren: „Wir kommen mit dem Sonderkontingent dem Wunsch der Kreise und kreisfreien Städte nach, gezielt in vulnerablen Sozialräumen mit einer hohen 7-Tages-Inzidenz impfen zu können.“

In Deutschland wird geimpft. Die Termine für eine Corona-Impfung sind begehrt (Symbolbild).

NRW: Corona-Impfung mit Johnson & Johnson – neben Dortmund noch 14 Städte

Allerdings sei das Impfkontingent „sehr begrenzt“. Deswegen fiel die Auswahl auf 15 Städte und Kreise in NRW, die den Corona-Impfstoff Johnson & Johnson bekommen. Diese sind:

  • Bielefeld
  • Dortmund
  • Duisburg
  • Gelsenkirchen
  • Hagen
  • Hamm
  • Herne
  • Krefeld
  • Kreis Mettmann
  • Köln
  • Leverkusen
  • Oberhausen
  • Remscheid
  • Solingen
  • Wuppertal

Corona in NRW: Nur Johnson & Johnson erhältlich – keine Zusatz-Dosen von anderen Impfstoffen

Dortmund und auch die restlichen Kreise und kreisfreien Städte seien auf Grundlage der Mindestsicherungsquote und der 7-Tage-Inzidenz ausgewählt worden. Die Mindestsicherungsquote ist der Indikator für den „prozentualen Anteil der Empfängerinnen von Mindestsicherungsleistungen an der Gesamtbevölkerung“.

Warum ausgerechnet Johnson & Johnson statt eines anderen Corona-Impfstoffs? Die Begründung liefert NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Die Impfdosen von BioNTech und Moderna sind in den Impfzentren für den Mai bereits verplant. Daher können wir lediglich auf die Impfdosen von Johnson & Johnson zurückgreifen. Diese stellen wir nun zur Verfügung.”

Corona in NRW: Dortmund muss Bedingung für Extra-Impfstoff erfüllen

Neben der Aufforderung, den Impfstoff an sozial benachteiligte Stadtteile zu verimpfen, gibt es eine weitere Bedingung. Denn um die zusätzlichen Impfdosen zu bekommen, müssen die Städte und Kreise dem Land NRW ein Kurzkonzept vorlegen. Dies soll bis Montag (17. Mai) geschehen.

Die zusätzlichen Impfdosen von Johnson & Johnson sind also eine Chance für Dortmund und die übrigen NRW-Städte und -Kreise, den Impf-Prozess zu beschleunigen. Ebenso wie eine neue Internet-Plattform, die einen möglichst schnellen Impf-Termin verspricht*.

Seitdem in Deutschland geimpft wird, haben bereits über 38 Millionen Menschen eine Dosis erhalten. Neben Johnson & Johnson ist auch der Corona-Impfstoff Astrazeneca ohne Priorisierung erhältlich*. Außerdem gibt es Moderna und Biontech. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa-Pool

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