Infektionsgeschehen

Dortmund: Erste Schulen und Kitas schließen wegen Corona-Inzidenz

Die Corona-Inzidenz unter Kindern in Dortmund ist enorm hoch. Erste Schulen und Kitas müssen schließen. Teils liege das Problem bei den Erwachsenen.

Dortmund – Das Coronavirus schlägt in der Altersgruppe der 6- bis 10-jährigen Dortmunder immer härter zu. Laut Stadt Dortmund liegt die Inzidenz in dieser Gruppe aktuell (Stand 14. Dezember) bei 900 – Tendenz steigend. Zum Vergleich: Stadtweit in Dortmund lag die Zahl am Dienstag bei 277,9, in ganz NRW bei 267,9.

Inzidenz Dortmund 80 und älter119,9
Inzidenz Dortmund 40 bis 59-Jährige22,7
Inzidenz Dortmund 0 bis 19-Jährige549,8

Dortmund: Corona-Inzidenz bei Kindern mehr als dreimal so hoch wie im Durchschnitt

Die Konsequenz: Erste Einrichtungen in Dortmund müssen schließen. Am Dienstag empfahl die Stadt Dortmund der Grundschule „Am Dorney“ im Westen der Stadt die Schließung, weil dort mehrere Corona-Infektionen aufgetreten waren.

Die Stadt gehe nicht davon aus, dass sich die betroffenen Kinder in der Schule angesteckt hätten – es gäbe allerdings ein „unübersichtliches Infektionsgeschehen“. Denkbar sei, dass das Virus von außen eingeschleppt worden sei.

Auch in einigen Grundschulen in Aplerbeck und in der Roncalli-Grundschule in Scharnhorst gäbe es aktuell laut Gesundheitsamtsleiter Frank Renken mehrere Corona-Infektionen. Derzeit werde über eine mögliche Schließung der Schulen beraten – Ergebnis offen (hier weitere Corona-News aus NRW bei RUHR24 lesen).

Kitas in Dortmund müssen wegen Corona-Ausbrüchen schließen

Auch im Bereich der Dortmunder Kitas sorgt das Coronavirus aktuell für Schließungen. Vergangene Woche mussten bereits zwei Einrichtungen geschlossen werden, nun sind zwei weitere dazukommen: eine evangelische Einrichtung und eine Fabido-Kita der Stadt Dortmund. Auch hier hatte es mehrere Corona-Fälle gegeben (hier geht es zum Corona-News-Ticker für Dortmund).

Auffällig in den Kitas: Mehrere Erzieherinnen wurden trotz vollständiger Impfung positiv auf das Coronavirus getestet und steckten dann möglicherweise Kinder damit an. Renken: „Erwachsene stecken Kinder sehr schnell an, Kinder wiederum Erwachsene nicht so schnell“. Das habe man in der Vergangenheit immer wieder feststellen müssen.

Dortmund bereitet sich auf Kinderimpfungen gegen Corona vor – Start am 17. Dezember

Indes bereitet sich die Stadt auf die ersten Kinderimpfungen in Dortmund vor, die am Freitag (17. Dezember) starten sollen. Dann dürfen sich Kinder im Altern zwischen 5 und 11 Jahren gegen Corona impfen lassen. Kinderärzte und die Stiko empfehlen die Impfung bislang aber nur Kindern mit Vorerkrankungen oder solchen, die regelmäßig engen Kontakt zu Risikogruppen haben.

In der Thier-Galerie am Westenhellweg in Dortmund wird gegen Corona geimpft.

Neben Kinder- und Jugendärzten bietet auch die Stadt Dortmund ab dem 17. Dezember Kinderimpfungen an. Sie finden in der Impfstelle in der Thier-Galerie in Dortmunds Innenstadt statt. Ab Mittwoch (15. Dezember) können Interessenten sich dafür Termine über die Homepage der Stadt sichern. Kinder können in der Thier-Galerie montags bis samstags geimpft werden, jeweils in der Zeit von 10 bis 17 Uhr.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa, Daniele Giustolisi/RUHR24