Verstöße gegen Coronaschutzverordnung

Polizei zückt Elektroschocker: Party in Dortmund eskaliert

In Dortmund sind zwei Männer aufeinander losgegangen. Die Polizei war im Einsatz.
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In Dortmund sind zwei Männer aufeinander losgegangen. Die Polizei war im Einsatz.

Die Polizei hat bei einer Party in einem Hotel in Dortmund zu einer drastischen Maßnahme gegriffen. Der Grund: Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung.

Dortmund – Erst drei Fälle, in denen die Polizei Dortmund einen Elektroschocker benutzt, sind der Öffentlichkeit bekannt geworden. Beim dritten Mal ergriffen Beamte ihn bei einer Corona-Party in einem Hotel in der Innenstadt.

StadtDortmund
OrtSüdwall
BezirkInnenstadt-West

Dortmund: Polizei löst Corona-Party in Hotel auf – und nutzt Elektroschocker

Um welches Hotel es sich handelt, ist noch unklar. Die Polizei macht dazu keine Angaben. Es befindet sich allerdings am Südwall gegenüber vom Stadtgarten.

Dort hatten neun Gäste in der Nacht zu Sonntag (21. Februar) laut Polizei mit „lauter Musik und reichlich Alkohol“ eine Party gefeiert. Dabei hätten sie jegliche Regeln der bestehenden Coronaschutzverordnung missachtet. So sollen die Teilnehmer keine Maske getragen und keinen Abstand gehalten haben.

Polizei Dortmund: Corona-Party wird aufgelöst

Vor Ort eskalierte die Lage offenbar, als die Polizei versuchte, die Party aufzulösen. Ein 30-jähriger Teilnehmer der Party und gleichzeitig der Mieter des Zimmers soll massiven Widerstand geleistet und sich uneinsichtig gezeigt haben. Der Mann soll zudem eine Polizeibeamtin geschubst haben. Die Polizei schreibt dazu: „Bei seiner Ingewahrsamnahme entstand eine Rangelei.“

Ähnlich aggressiv reagierten erst jüngst Gäste bei einer Corona-Party in Kamen, an der Grenze zu Dortmund. Ein Party-Gast soll dort sogar einem Polizisten ins Gesicht gehustet haben.

In Dortmund forderten die eingesetzten Beamten in der Folge Verstärkung an. Diese kam prompt und zückte das sogenannte Distanzelektroimpulsgerät (DEIG) – kurz: Elektroschocker. Schon die Androhung, dass dieser zum Einsatz kommen könnte, brachte den 30-Jährigen zur Vernunft. Er verbrachte seine Nacht nicht im Hotel, sondern in Polizeigewahrsam.

Teilnehmer der Corona-Party in Dortmund soll unter Drogeneinfluss gestanden haben

Laut Polizei soll er alkoholisiert und unter dem Einfluss von Drogen gestanden haben. Den Dortmunder erwartet jetzt neben einer Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung auch ein Strafverfahren wegen Widerstands und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie Nötigung (Hier mehr Corona-News aus NRW auf RUHR24.de lesen).

Die übrigen Gäste – die laut Polizei allesamt unverletzt blieben – erhielten einen Platzverweis. Auch gegen sie fertigten die Einsatzkräfte Ordnungswidrigkeitenanzeigen.

Und auch das Dortmunder Hotel, in dem die coronaunkonforme Party stattgefunden hat, muss mit Konsequenzen rechnen. Es droht ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Beherbergungsverbot.

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