„Die Rechte“ im Visier

Razzia in Dortmund: Neonazi soll Corona-Impfpässe gefälscht haben

Die Polizei hat die Wohnung eines Neonazis in Dortmund durchsucht. Es geht um Corona-Betrug.

Update, Freitag (18. Februar), 13 Uhr: Dortmund – Bei den Durchsuchungen in der Wohnung eines bekannten Neonazis in Dortmund ist die Polizei offenbar fündig geworden. Wie die Ermittler mitteilen, wurden in einer Wohnung ein Mobiltelefon, in einer anderen ein Impfzertifikat sichergestellt. Diese würden nun überprüft. Über weitere Details zu der Durchsuchung bei einem Funktionär der rechtsextremen Kleinstpartei „Die Rechte“ hält die Polizei sich derzeit noch bedeckt.

StadtDortmund
VorfallDurchsuchung bei Neonazi
BehördePolizei Dortmund

Polizei Dortmund durchsucht Wohnung von Neonazis wegen angeblich gefälschter Corona-Impfpässe

Erstmeldung, Freitag (18. Februar), 10.30 Uhr: Eher unsanft wurde ein Rechtsextremist am Freitagmorgen (18. Februar) von der Polizei Dortmund geweckt. Gegen 6 Uhr standen Beamte mit einem Durchsuchungsbeschluss vor seiner Tür. Der Vorwurf: Verdacht der Impfpassfälschung (alle News aus Dortmund auf RUHR24 lesen).

Auf Fotos vom Einsatzort in Dortmund ist zu sehen, wie Ermittler der „Soko Rechts“ mögliche Beweise aus zwei Häusern in Dortmund tragen. Darunter sei nach Angaben der Beamten auch die „Wohnung eines Funktionsträgers der Partei ‚Die Rechte‘“.

Diese befindet sich nach Recherchen unserer Redaktion auf der Rückseite des bekannten Neonazis-Hauses an der Ecke Emscherstraße und Thusneldastraße in Dortmund-Dorstfeld. Nach Informationen unserer Redaktion soll Alexander Deptolla, NRW-Landesvorsitzender der rechtsextremen Partei, an dieser Adresse zuvor die Druckerei „Tremonia-Druck“ eröffnet haben.

Dortmund: Neonazi steht laut Polizei im Verdacht, Corona-Impfpässe gefälscht zu haben

Den Durchsuchungsbeschluss hatte die Polizei zuvor beim Amtsgericht Dortmund beantragt. Die Ermittler vermuten, dass der dort wohnende Neonazi Corona-Impfpässe fälscht und diese dann verbreitet.

Ob sich der Verdacht der Polizei bei der Durchsuchung der Wohnung des „Die Rechte“-Funktionärs erhärtet hat, ist noch unklar. Bis zu einer etwaigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung. Gefälschte Impfpässe würden in der Corona-Pandemie jedoch eine „erhebliche Gesundheitsgefahr“ für die Bevölkerung darstellen, schreiben die Beamten.

Mehrere Funktionsträger der Kleinstpartei „Die Rechte“ wohnen aktuell noch in Dortmund. Sie und weitere Neonazis nehmen regelmäßig an den „Querdenker“-Demos in der Stadt teil.

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