Covid-19-Pandemie

Corona-Mutation erstmals in Dortmund nachgewiesen: Experten warnen

In Dortmund ist erstmals die Corona-Mutation aus Südafrika nachgewiesen worden. Das gab der Leiter des Gesundheitsamts am Dienstag (23. März) bekannt.

Update, Dienstag (23. März), 18.55 Uhr: Die Corona-Mutation aus Südafrika wurde in Dortmund bislang bei einer Person bestätigt. Das teilte die Stadt am späten Nachmittag in einem Corona-Update mit. Bislang wurden in Dortmund demnach insgesamt 670 Infektionsfälle mit Virusvarianten nachgewiesen. 669 Infektionen werden der britischen Variante (B.1.1.7) zugeordnet und ein Fall eben der südafrikanischen Variante (B.1.351).

Ursprungsmeldung, Dienstag (23. März), 12.25 Uhr: Die Coronavirus-Variante aus Südafrika hat Dortmund erreicht. „Wir haben heute das erste Mal eine neue Mutation, die südafrikanische Variante, in Dortmund nachgewiesen“, sagte Dr. Frank Renken, Leiter des Gesundheitsamts Dortmund, in einer Pressekonferenz am Mittag. Details dazu sind noch unklar, der Fall werde gerade erst recherchiert (alle News zum Coronavirus in Dortmund).

StadtDortmund
Einwohner603.000 (2020)
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Coronavirus in Dortmund: Mutation aus Südafrika erstmals nachgewiesen

Die gute Nachricht dabei: „Wir wissen, dass die Varianten jetzt aktuell durch unsere Testungen erkannt werden“, sagte Renken am Mittag in Dortmund. Da werde nichts übersehen. Weitere Informationen dazu, wie viele Menschen sich in Dortmund erstmals mit dieser Variante des Coronavirus angesteckt haben, werden am Nachmittag erwartet.

Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) gilt diese mit B.1.351 bezeichnete Corona-Mutation als „besorgniserregende Variante“. Sie trat zuerst im Dezember 2020 in Südafrika auf und verbreitet sich seitdem in der Welt. Das Problem bei der neuen Mutation: Eine Infektion mit dem ursprünglichen Coronavirus oder eine Impfung auf Basis dieses Virus schützt weniger gut vor einer Infektion mit dieser Variante.

Die Variante aus Südafrika macht in Deutschland bislang jedoch nur einen Bruchteil der Infektionen aus. Laut dem RKI lag der Anteil dieser Variante in der 10. Kalenderwoche 2021 (bis 14. März) bei nur einem Prozent der Neuinfektionen (siehe Grafik).

Corona-Mutationen in NRW: Lauterbach warnt vor „impfresistenten“ Varianten

Auch der Politiker und Mediziner Karl Lauterbach (SPD) aus NRW warnte bereits vor impfresistenten Corona-Mutationen. Erstmals in Deutschland nachgewiesen wurde die Variante B.1.351 ebenfalls im Ruhrgebiet: Anfang Februar meldete die Stadt Bottrop eine Infektion mit der südafrikanischen Mutation.

Zuvor hatte die britische Variante des Coronavirus mit der Bezeichnung B1.1.7 Dortmund erreicht. Die ersten Fälle wurden am 3. Februar 2021 gemeldet. Seitdem haben sich 621 Menschen mit dieser Mutation des Virus Sars-CoV-2 angesteckt. Sie macht mittlerweile mehr als 50 Prozent der Neuinfektionen in Dortmund aus.

Rubriklistenbild: © Florian Forth/RUHR24; Collage RUHR24

Mehr zum Thema