Beliebte Ausflugsziele betroffen

Dortmund: Chaos bei Corona-Maskenpflicht: Stadt verschärft Regel – aber mit Ausnahmen

Es ist ein Coronavirus-Wirrwarr. Nachdem die Regeln zunächst gelockert wurden, verschärft Dortmund jetzt die Maskenpflicht – beliebte Orte sind betroffen.

Update, Donnerstag (25. Februar), 18.12 Uhr: Dortmund – Anders als zunächst von der Stadt Dortmund angekündigt, wird die Maskenpflicht doch nicht auf den Westfalenpark ausgeweitet. Da hier eine Zugangsreglung stattfindet, muss dort nur dann eine Maske getragen werden, wenn es nicht möglich ist, den Mindestabstand einzuhalten.

Auf den Spielplätzen im Westfalenpark besteht die Maskenpflicht für Eltern oder Begleitpersonen der Kinder. „Es gilt im Westfalenpark das Hausrecht“, heißt es von der Stadt.

Erstmeldung vom 25. Februar, 15.52 Uhr: Die Sonne scheint, es wird wärmer und den Menschen fällt ohnehin die Decke auf den Kopf. Der Drang, das Haus zu verlassen, wächst. Um die Ausbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen, weitet die Stadt Dortmund jetzt wieder die Maskenpflicht aus.

StadtDortmund
Fläche280,7 km²
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Coronavirus in Dortmund: Maskenpflicht jetzt auch an beliebten Ausflugszielen

Es ist ein Hin und Her. Erst Mitte Februar wurde die Maskenpflicht in Dortmund gelockert. Grund dafür war die neue Corona-Schutzverordnung. Dementsprechend mussten ausschließlich in Geschäften, der Fußgängerzone innerhalb des Walls und in vereinzelten Straßen in der Nordstadt und in Dortmund-Hörde eine Maske getragen werden.

Offenbar hatte da aber noch keiner das gute Wetter auf dem Schirm. Die Sonne lockt nach draußen und angesichts der Ausbreitung des Coronavirus und der britischen Mutation in Dortmund sah sich die Stadt gezwungen, die Maskenpflicht jetzt wieder zu verschärfen.

Coronavirus in Dortmund: Maskenpflicht unter anderem im Westfalenpark und am Phoenix-See

Auch an beliebten Ausflugsorten führt die Stadt Dortmund eine Maskenpflicht ein. „Betroffen von der Ausweitung der Maskenpflicht sind besonders frequentierte Freizeit- und Parkanlagen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Dortmund vom Donnerstag (25. Februar).

Dazu zählen beliebte Anlaufpunkte – unter anderem der Phoenix-See, der Westfalenpark und der Westpark. Hier sind alle Orte, an denen ab dem 27. Februar eine Maskenpflicht gilt:

  • Phoenix-See (Wege rund um den See)
  • Fredenbaumpark
  • Westpark
  • Rombergpark
  • Revierpark Wischlingen
  • Hoeschpark
  • Westfalenpark (hier wird das Tragen der Maske bereits beim Einlass kontrolliert)
  • Abseits der Wegflächen, etwa auf Wiesen, darf die Maske unter Einhaltung der Abstandsregeln abgenommen werden.

Maskenpflicht in Dortmund ausgeweitet: „Coronavirus-freundliches“ Spazierengehen möglich

Vorerst soll die ausgedehnte Maskenpflicht nur am Wochenende und an Feiertagen zwischen 12 und 18 Uhr auf sämtlichen Wegen gelten. Hier sieht die Stadt Dortmund die Gefahr am größten, dass sich viele Personen an den Plätzen sammeln und so die Ausbreitung des Coronavirus begünstigen.

In Dortmund wird die Maskenpflicht jetzt doch verschärft. – beliebte Orte wie der Phoenixsee sind betroffen.

Ziel der neuen Maßnahmen ist weiterhin, die Infektionszahlen zu senken und einen Inzidenzwert von unter 50 zu erreichen. „Bedauernswerterweise haben sich die Infektionszahlen nicht wie gewünscht nach unten entwickelt. Wir freuen uns zwar alle über das schöne Wetter der letzten Tage und den kommenden Frühling, wir dürfen aber dennoch nicht unachtsam werden“, so Oberbürgermeister Thomas Westphal.

Coronavirus in Dortmund: Alternativen zu Ausflugszielen mit Maskenpflicht

Es ist allerdings nicht nur unangenehm, ständig eine Maske im Park zu tragen, es kann auch schädlich sein. Als Alternative zu den überlaufenen Ausflugsziel nannte die Stadt auch andere Grünflächen in Dortmund. Hier eine Liste mit Beispielen:

  • Deusenberg in Huckarde
  • „An den Teichen“ in Eving
  • Volksgarten in Lütgendortmund
  • Landschaftspark „Alte Körne“ in Scharnhorst
  • Wannebachtal zwischen Westhofen und Syburg
  • Bittermark, das größte zusammenhängende Waldgebiet der Stadt
  • Bolmke
  • Evinger Süggelwald

Insgesamt gibt es in Dortmund 280 Grün- und Parkanlagen – genug um auch unter Coronavirus-Maßnahmen die frische Luft und die Sonnenstrahlen zu genießen. Ein makaberer Trend zeichnet sich laut der Stadt auch ab: Immer mehr Menschen zieht es auf den Friedhof. Hier mahnt die Stadt allerdings sich pietätvoll zu verhalten: „Die Friedhöfe sind primär immer noch Orte des Gedenkens, der Ruhe und der Totenruhe.“

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch, Bernd Thissen/dpa; Collage: RUHR24