Hilfeschrei per Video

Dortmund: Sportclub macht wegen Lockdown Minus – doch das ist nicht das Schlimmste

Ein Sportverein aus Dortmund startet einen Hilferuf. Die Corona-Pandemie und der Lockdown geht den Sportvereinen an die Niere – es würde besonders den Amateurfußball treffen.

Dortmund – Seit vier Monaten dürfen alle Vereinssportarten nicht mehr ausgetragen werden. Das trifft Vereine bundesweit. Nun hat der DJK Sportfreunde Nette in einem Youtube-Video Stellung dazu bezogen, wie die Situation wirklich aussieht.

SportvereinDJK Sportfreunde Nette
Gründung1920
SportangebotFußball

Hilferuf von Dortmunder Sportverein: Perspektiven für Kinder schaffen – Sportangebot soll bald starten

Mit dem Lockdown Anfang November kamen auch die Einschränkungen für die Jugendlichen, die bis heute anhalten: vier Monate lang überhaupt keine Aktivitäten im Verein – „keine Spiele, kein Training“. Für den Verein bedeutet dies zudem, dass es keine Einnahmen gibt und Mitglieder abwandern.

„Aber eine Gruppe leidet besonders unter dem Verbot – unsere Kinder und Jugendlichen“, sagt Jan Hinze vom Jugendvorstand der DJK Sportfreunde Nette. Wochenlanges Homeschooling und die soziale Isolation seien ohne den Ausgleich durch den Sport noch schwerer zu ertragen.

Dortmund: Hilferuf von Sportverein – Kinder und Jugendliche leiden unter fehlendem Sportangebot

Es sei wichtig auch in Zeiten der Pandemie auf die Fitness, Gesundheit und die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen zu achten. Zudem gab es seit Beginn des Lockdowns mehr Beschwerden im Verein, wenn es um Rücken- und Gelenkschmerzen geht. Die fehlende Fitness hätte aber auch eine Gewichtszunahme zufolge. „Wir wollen nicht, dass unsere Jungs und Mädels nur vor der Konsole sitzen und zocken.“

Aber nicht nur die Vereine schlagen Alarm. Auch Ärzte und Psychologen warnen: Wenig Bewegung und mangelnde soziale Kontakte können besonders für Kinder und Jugendliche psychische Folgen haben.

Kein Sport für Kinder und Jugendliche: Hilferuf von Dortmunder Sportverein – Angebot soll bald starten

Die Vereine wünschen sich, dass sie gemeinsam wieder auf Sportplätzen im Freien trainieren können. „Wir wollen Maßnahmen gegen eine unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus, die gleichzeitig unseren Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gibt, sportlich aktiv zu werden und dabei ihrem Hobby und ihrer Leidenschaft nachzugehen“, heißt es in dem Youtube-Video des Dortmunder Sportvereins.

Fußballvereine hätten schon im ersten Lockdown gezeigt, dass Hygienekonzepte möglich sind und funktionieren. Auf einem Fußballplatz gäbe es auf den 7.000 Quadratmetern Fläche ausreichend Platz, um den Sicherheitsabstand einzuhalten (alles zu Corona in Dortmund auf RUHR24.de).

Unterstützung auf Facebook: Weitere Sportvereine aus Dortmund äußern sich zur Lage im Lockdown

Unter dem Facebook-Beitrag des Youtube-Videos der DJK Sportfreunde Nette pflichten andere Vereine aus dem Ruhrgebiet der Aussage des Videos bei, wie zum Beispiel die SG Lütgendortmund: „Danke SF Nette, sehr gut gemacht. Auf dem Platz gegenüber, in der Sache vereint. Respekt und Anerkennung von der SG Lütgendortmund.“

Rubriklistenbild: © Patrick Seeger/dpa

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