Ordnungsdienst attackiert

Dortmund: Corona-Kontrolle eskaliert - Frau (19) zückt plötzlich Küchenmesser

In Dortmund ist eine Kontrolle der Corona-Regeln eskaliert. Eine Frau (19) zog ein Messer und ging damit auf Mitarbeiter des Ordnungsamts los.

Dortmund – Das Ordnungsamt und die Polizei in Dortmund haben in der Corona-Pandemie alle Hände voll zu tun. Erst am Wochenende kontrollierten die Behörden, ob sich die Passanten etwa an die Maskenpflicht halten. Doch immer wieder kommt es bei den Kontrollen zu gefährlichen Situationen. Zudem wurden zwei Lokale geschlossen.

Dortmund: Frau greift Ordnungsdienst bei Kontrolle mit Messer an

Weil sie keine Maske trug, sprachen Mitarbeiter des Ordnungsamts Dortmund am Samstag (21. November) eine junge Frau auf dem Westenhellweg an. Der gefiel die Kontrolle offenbar überhaupt nicht, berichtet die Stadt am Dienstag (24. November). Die Frau habe sich „von Beginn an äußerst uneinsichtig und aggressiv“ gezeigt.

Dann eskalierte die Lage: während der Kontrolle zückte die 19-Jährige ein Küchenmesser und ging damit auf einen Mitarbeiter des Ordnungsdienstes los. Dieser habe die gefährliche Attacke abwehren und der Frau das Messer abnehmen können, berichtet die Stadt Dortmund.

Dortmund: Frau (19) landet nach Messer-Attacke im Krankenhaus

Auch bei der anschließenden Festnahme durch Ordnungsamt und Polizei sei die „offenbar geistig verwirrte Frau“ aggressiv gewesen und habe erheblichen Widerstand geleistet. Unter anderem wehrte sie sich mit Tritten gegen die Einsatzkräfte. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamts wurde dabei leicht verletzt, konnte seinen Dienst jedoch fortsetzen.

Bei einer Corona-Kontrolle in Dortmund ist eine Frau ausgerastet.

Die Frau sei anschließend für eine psychiatrische Begutachtung ins Marien-Hospital nach Hombruch gebracht worden, teilt die Stadt mit.

Polizei Dortmund löst Ansammlung von Jugendlichen am U-Turm auf

Auch die Polizei Dortmund berichtet von zahlreichen „Unbelehrbaren“, die am Wochenende bei den gemeinsamen Kontrollen aufgefallen seien. Am U-Turm in der Innenstadt gab es eine größere Ansammlung von Jugendlichen. Diese habe nur mit Unterstützung weiterer Beamter aufgelöst werden können, berichtet die Polizei.

Ärger gibt es derweil um die Schließung der Szenekneipe „Hirsch-Q“ in der Brückstraße. Die Polizei schreibt in einer Pressemitteilung, das Lokal sei vom Ordnungsamt geschlossen worden. Dort seien Gäste bewirtet worden, obwohl die Eingangstür verriegelt gewesen sei.

Dortmund: Ordnungsamt schließt „Hirsch-Q“ nach angeblichem Verstoß gegen Corona-Regeln

Dem widerspricht der Inhaber des Lokals nun in einem Facebook-Post. Es seien lediglich er selbst, eine Mitarbeiterin sowie deren Mitbewohnerin anwesend gewesen. Ein Betrieb habe nicht stattgefunden, es sei bei dem Treffen um ein Konzept zur Zukunft des Lokals gegangen. Die Polizei schrieb dennoch eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen die Gewerbeordnung. Der Inhaber hofft nun auf rechtliche Unterstützung.

Das Szene-Lokal „Hirsch-Q“ in Dortmund (Archivfoto).

In Lütgendortmund machten die Behörden außerdem eine Shisha-Bar dicht. Dort sei neben Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung auch noch Cannabis verkauft worden. Der Betreiber bekam ebenfalls eine Anzeige.

Insgesamt haben Polizei und Ordnungsamt in Dortmund am Wochenende 152 Verwarnungsgelder, 92 Ordnungswidrigkeitsanzeigen sowie 185 mündliche Verwarnungen verteilt.

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