Virus grassiert in der Stadt

Dortmund hat neuen Corona-Hotspot: Zahlreiche Kinder jetzt in Quarantäne

Die Inzidenz bleibt in Dortmund hoch. Ein Stadtbezirk hat besonders viele Corona-Fälle.

Dortmund – Die Inzidenzwerte bleiben im Dortmunder Stadtgebiet nach wie vor hoch. Laut Angaben des Robert-Koch-Institut liegt die 7-Tages-Inzidenz für die Stadt bei 2050,0 – die Stadtverwaltung gibt einen Wert von 2087 an. Zu den unterschiedlichen Werten bezog die Stadt in der Vergangenheit bereits Stellung (wir berichteten). Vor allem in Scharnhorst gibt es aktuell besonders viele Corona-Fälle. Der Stadtbezirk löste in der vergangenen Woche die Nordstadt als innerstädtische Corona-Hochburg ab.

StadtDortmund
7-Tages-Inzidenz2050,0 (RKI; Stand 8. Februar)
Aktuell Infizierte23.655 (Stand 8. Februar)

Dortmund: Mehrere Kitas sind geschlossen – Tausende Kinder in Quarantäne

Scharnhorst führt das Ranking mit einer Inzidenz von 2681 an, dicht gefolgt von der Nordstadt mit 2508. Die niedrigste Inzidenz gibt es in Hombruch (1490) und Applerbeck (1594).

Hoffnung mache der Stadt dagegen der sinkende R-Wert. Er zeigt, dass ein Infizierter weniger Menschen in seiner Umgebung ansteckt. So ist mit einer kontinuierlich sinkenden Inzidenz zu rechnen. „Das Gesundheitsamt holt den Rückstand der vergangenen Wochen in der Fallbearbeitung mittlerweile auf, darum erhalten wir wieder ein tagesaktuelles, realistisches Bild der Lage“, sagt Krisenstabsleiterin Birgit Zoerner am Dienstag (8. Februar) in einer Pressekonferenz.

Nicht ganz so gut sieht es bei den jüngsten der Gesellschaft aus. Obwohl die Zahl an Neuinfektion der Null- bis Fünfjährigen sinkt und die der Sechs- bis Zehnjährigen stagniert, sind die Corona-Fälle in den Kitas und Schulen enorm hoch, schildert Zoerner die Lage.

Dortmund: Kitas geschlossen – Personal bleibt zuhause

Dortmunds Kinder- und Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger nennt Zahlen. In Dortmund sind Stand Dienstag ( 8. Februar) 23 Kita-Gruppen sowie eine gesamte Kita geschlossen. Ganze 46 Kitas sind insgesamt betroffen. Auch in den Schulen sieht die Lage nicht besser aus: 68 Schulklassen und eine Grundschule sind vom Coronavirus betroffen.

Insgesamt seien 1583 Kinder in Quarantäne, 346 Kita-Angestellte weisen einen positiven Corona-Test auf. Sorge bereitet der Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner auch die älteren Altersgruppen.

Dortmunds Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger (Grüne) hat viele Corona-Fälle an Schulen und Kitas zu verbuchen.

Dortmund: Ansteckungszahlen steigen bei den älteren Dortmundern wieder

Während bei den jüngeren Bürgern Dortmunds die Ansteckungszahlen sinken, steigen sie stattdessen bei den älteren wieder, was vor allem für die Ü-80-Jährigen gefährlich werden könne. „Glücklicherweise beobachten wir hier mit Omikron vorwiegend milde Verläufe“, so Zoerner.

Die Stadt Dortmund verweist hierbei auf das Impfangebot, denn: Immer weniger Dortmunder lassen sich gegen Corona impfen. Die Stadt wünsche sich höhere Zahlen. Sie animiert vor allem die Eltern, ihre Kinder impfen zu lassen, denn auch bei den Kinderimpfungen seien Rückgänge zu verzeichnen.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa