Bis Jahresende

Corona in Dortmund: Club zieht Reißleine und sagt alle Veranstaltungen ab

Die Gefahr durch Corona ist wieder allgegenwärtig. In Dortmund zieht ein Club jetzt Konsequenzen. Die Veranstalter haben vorerst alle Termine abgesagt.

Dortmund – Die Corona-Situation in Deutschland scheint aktuell zu eskalieren. Das Infektionsgeschehen entwickelt sich ungebremst weiter, jetzt gibt es mit „Omikron“ auch noch eine weitere Variante des Coronavirus. Erste Fälle wurden auch in Deutschland bestätigt. Und was macht die Politik? Nicht genug, finden die Betreiber eines beliebten Clubs in Dortmund.

StadtDortmund
Corona-Inzidenz257,6 (28. November)
Corona-Infizierte2.819 (26. November)

2G und andere Corona-Regeln in Dortmund – Club-Betreibern reicht das nicht aus

Weihnachtsmärkte wie der in Dortmund finden derzeit mit der 2G-Regel statt. An vielen Orten in der Innenstadt gilt außerdem wieder die Maskenpflicht. Doch die Rufe nach Kontaktbeschränkungen werden immer lauter. Zu hoch sind die täglich neu gemeldeten Inzidenzen in den Städten.

In Clubs und Diskotheken darf derweil munter weiter gefeiert werden. Doch ein Club aus Dortmund macht damit jetzt Schluss. Das Junkyard in der Dortmunder Nordstadt hat die Reißleine gezogen und vorerst seine geplanten Events abgesagt. „Mit sofortiger Wirkung sagen wir daher zunächst alle bis Jahresende geplanten Veranstaltungen, einschließlich der für den heutigen Tag geplanten, ab“, heißt es in einem Facebook-Beitrag vom 27. November (Samstag).

In NRW-Diskotheken gilt 2G-Plus: Club Junkyard in Dortmund zieht die Reißleine

Wie viele andere Clubs und Konzertveranstalter hatte das Junkyard Besuchern und Besucherinnen den Zutritt zuletzt erlaubt, wenn sie einen Genesenen bzw. Geimpften-Nachweis (2G) vorlegen konnten.

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Seit Mittwoch (24. November) gilt in Nordrhein-Westfalen die neue Coronaschutzverordnung. Sie schreibt für Clubs und Tanzveranstaltungen die 2G-Plus-Regel vor. Bedeutet: Ein negativer Corona-Test ist zusätzlich nötig (mehr Corona-News aus NRW bei RUHR24 lesen).

Dortmund: Club Junkyard zieht trotz 2G-Plus die Reißleine

Das reicht den Betreibern des Clubs in der Dortmunder Schlägelstraße allerdings nicht aus (weitere Nachrichten aus Dortmund bei RUHR24 lesen). Seit Wochen beobachte man „mit großer Sorge“ das Infektionsgeschehen in Deutschland. Warnungen und Forderungen der Wissenschaft, die lautstark nach Kontaktbeschränkungen ruft, seien mittlerweile unüberhörbar. Als Team habe man sich nun dazu entschieden, diesen Forderungen „auch ohne behördliche Anweisung zu folgen.“

Weiter begründet das Junkyard-Team seine Entscheidung wie folgt: „Wir möchten niemanden der erhöhten Gefahr einer Infektion aussetzen. Die Entscheidung soll daher dem Schutz aller Besucher*innen, unseres Teams und deren Familien dienen.“

Club Junkyard in Dortmund sagt Veranstaltungen ab – Appell an Ungeimpfte

In den Kommentaren erhält das Junkyard überwiegend Zuspruch für seine drastische Entscheidung. Immerhin waren bis Jahresende noch mehrere Konzerte geplant. Ein Nutzer findet es angesichts der Infektionszahlen unverantwortlich, Konzerte zu veranstalten.

Dazu die Betreiber: „Es wäre schön, wenn die Politik das auch so sehen würde und uns eine rechtliche Handhabe zu Absagen geben würde. Momentan müssen Veranstalter*innen Umsatzausfälle, Ausfallgagen, etc. erstmal selber verantworten.“

Ob und wie es im neuen Jahr in dem Club weiter geht, lassen die Betreiber zunächst offen. Ihren Post beenden sie mit dem Appell „an alle Unentschlossenen, sich schnellstmöglich impfen zu lassen.“ Damit man in der Zukunft solche Entscheidungen nicht mehr treffen müsse.

Rubriklistenbild: © Sabrina Wagner/RUHR24, Philipp von Ditfurth/DPA; Collage: RUHR24

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