Aktuelle Zahlen

Die Nordstadt in Dortmund weist nicht mehr die meisten Corona-Fälle auf

Die Nordstadt in Dortmund gilt seit Monaten als Corona-Hotspot. Zwar gibt die Stadt keine Entwarnung für den Bezirk, es wurden aber weniger Fälle gemeldet.

Dortmund – Dortmunds Gesundheitsamts-Chef Dr. Frank Renken hat bei einer Pressekonferenz am Dienstag (7. Dezember) einen kleinen Überblick über das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen in der Stadt gegeben. Die Zahl der neuen Fälle verteilt sich über das Dortmunder Stadtgebiet derzeit „eher gleichmäßig“. Ein Wert sorgt zudem für eine Überraschung.

StadtDortmund
Corona-Inzidenz288,8 (7. Dezember)
Corona-Infizierte3.253 (7. Dezember)

„Kleine Besonderheit“ in Dortmund: Nordstadt hat nicht mehr die meisten Corona-Fälle

Renken sprach in Bezug darauf von „einer kleinen Besonderheit“. Laut der Corona-Zahlen in der vergangenen Woche habe es in der Nordstadt nicht die meisten Neuinfektionen mit Covid-19 gegeben. Zum Hintergrund: Der Stadtteil ist seit über einem Jahr mit Abstand der Bezirk mit den meisten Corona-Infektionen in Dortmund.

Das Dortmunder Gesundheitsamt veröffentlicht immer zur Monatsmitte die aktuellen Zahlen aus den Stadtbezirken. Der Betrachtungszeitraum vom 14. September bis zum 13. Oktober hatte unter anderem eindrücklich gezeigt, dass sich in der Nordstadt deutlich mehr Menschen mit dem Coronavirus infizieren, als in anderen Stadtteilen (mehr News aus Dortmund bei RUHR24 lesen).

Im betrachteten Zeitraum hatte es in Hörde 121 Corona-Neuinfektionen gegeben, in der Nordstadt waren es hingegen 372. Die jüngste Auswertung von Mitte November hat außerdem gezeigt, dass jede zehnte Person in der Nordstadt bereits mit Corona infiziert gewesen ist.

Die Nordstadt in Dortmund war monatelang negativer Corona-Spitzenreiter.

Nordstadt in Dortmund: Anderer Bezirk ist jetzt negativer Corona-Spitzenreiter

Die Daten der vergangenen Woche verraten jedoch, dass die Innenstadt-Nord erstmals nicht der Corona-Spitzenreiter in Dortmund ist. Dort habe es zuletzt 362 neue Fälle gegeben. Eine höhere Inzidenz konnte laut Renken allerdings der Stadtbezirk Scharnhorst aufweisen. Mit einem Wert von 372 ist der Stadtteil im Nord-Osten von Dortmund an der Nordstadt vorbeigezogen.

Anlass zur Freude gibt das aber keinesfalls. Die Inzidenz in Dortmund sei mit 288,8 innerhalb von nur einer Woche um 22,2 Punkte gestiegen, erklärte Dortmunds Krisenstabsleiterin Birgit Zoerner bei der Pressekonferenz. Im Gegenteil: Der schnelle Anstieg – auch in Scharnhorst – sei ein „bedenkliches Zeichen“, so Renken weiter (weitere Corona-News aus NRW bei RUHR24 lesen).

Corona-Neuinfektionen in Dortmund – nur noch ein Stadtteil unter der 200er-Inzidenz

Laut den aktuellen Zahlen habe es in der vergangenen Woche auch nur noch ein Stadtteil geschafft, unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200 zu bleiben. Hombruch wies demnach einen Wert von 198 auf. „Aplerbeck war letzte Woche auch noch unter 200“, erklärte Renken. Hier habe es aber leider einen großen Sprung bei den Neuinfektionen gegeben – die Inzidenz liege jetzt bei etwa 260.

Im Sommer dieses Jahres hatte die Stadt bei der Verbreitung der Corona-Neuinfektionen über das Stadtgebiet einige Unterschiede festgestellt. Die jetzigen Zahlen weisen laut Renken darauf hin, dass die Entwicklung in den Stadtbezirken nun homogener verlaufe. Vor einem generellen Wachstum der Zahl der Neuinfektionen hatte man für Dortmund bereits im November gewarnt.

Rubriklistenbild: © Sabrina Wagner/RUHR24, Grafik: Stadt Dortmund (Screenshot); Collage: RUHR24