Corona-Inzidenz ist entscheidend

Dortmund: Geschäfte wieder geöffnet – weitere Lockerungen ab diesem Termin möglich

Innenstadt von Dortmund in NRW
+
Die Innenstadt von Dortmund könnte sich wegen der Corona-Krise nachhaltig verändern.

Auch in Dortmund sinkt die Corona-Inzidenz. „Click and Meet“ im Einzelhandel ist wieder möglich. In anderen NRW-Städten gibt es bereits weitere Lockerungen – bald auch in Dortmund?

Dortmund – Die dritte Welle der Corona-Pandemie scheint in weiten Teilen Deutschlands gebrochen zu sein. Allein in Nordrhein-Westfalen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz seit einigen Tagen stabil unter der 100er-Marke. Immer mehr Lockerungen werden möglich, die bundesweit geltende Notbremse greift in einigen Kreise und Städten bereits nicht mehr.

StadtDortmund
Sieben-Tage-Inzidenz84,8 (19. Mai)
Aktuelle Corona-Infektionen1.288 (19. Mai)

Corona-Inzidenz in Dortmund stabil unter 150: Geschäfte öffnen wieder

In Dortmund lag die Corona-Inzidenz am Mittwoch (19. Mai) bei 84,8. Am Dienstag (18. Mai) war der Wert erstmalig wieder unter die Grenze von 100 (99,8) gefallen. Und bereits seit dem 11. Mai lag die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt konstant unter einem Wert von 150. Für die Stadt Grund genug, einige Corona-Regeln zu lockern.

Wie die Stadt mitteilt, gelten laut der aktuellen Allgemeinverfügung des Landes NRW seit Donnerstag (20. Mai) in Dortmund die Regelungen des Bundesinfektionsschutzgesetzes für den Sieben-Tages-Inzidenzbereich 100 bis 150. Bedeutet: Die Geschäfte dürfen wieder öffnen und Kunden empfangen – der Verkauf ist über das bekannte „Click & Meet“-Konzept möglich.

Einzelhandel in Dortmund wieder geöffnet – Corona-Regeln gelten weiterhin

Die Lockerungen für den Einzelhandel in Dortmund sehen jedoch weiterhin einige Corona-Regeln vor, die es zu beachten gilt:

  • Vorherige Terminbuchung,
  • begrenzter Zeitraum,
  • ein Kunde pro 40 Quadratmeter,
  • tagesaktueller negativer Corona-Test (24 Stunden) oder Impf-Nachweis bzw. Genesenen-Nachweis,
  • mindestens medizinische Maske.

So hat unter anderem die Thier Galerie in der Dortmunder Innenstadt bereits angekündigt, dass einige Shops ihre Ladentüren wieder öffnen wollen. Entlang des Westenhellwegs durften die meisten Geschäfte in den vergangenen Wochen und Monaten lediglich „Click & Collect“ anbieten. Einige Läden hatten durchgehend geöffnet, sie gelten als Geschäfte des täglichen Bedarfs. Dazu zählen unter anderem Supermärkte, Drogerien, Buchhandlungen und auch eine Neueröffnung in der Dortmunder City konnte von dieser Regelung profitieren.

In der Thier Galerie in Dortmund bieten einige Shops wieder „Click and Meet“ an.

Weitere Corona-Lockerungen in Dortmund: Möglicher Zeitpunkt rückt näher

Aber wird es weitere Lockerungen in Dortmund geben? Immerhin dürfen Städte wie Münster sogar wieder ihre Innengastronomie öffnen*. Die Stadt Essen hat außerdem verkündet, dass ab Freitag (21. Mai) die bundeseinheitlich verhängte Ausgangssperre nicht mehr gelten soll. Die beiden Städte liegen seit Tagen stabil unter einer Inzidenz von 100 (Essen) oder sogar unter der 50er-Grenze (Münster).

Soweit ist Dortmund zum aktuellen Zeitpunkt allerdings nicht (Stand 19. Mai). Zwar liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in der Ruhrgebietsmetropole ebenfalls unter 100. Für weitere Lockerungen und Öffnungsperspektiven – hinsichtlich Ausgangssperre, Kontaktbeschränkungen oder Öffnung der Gastronomie – muss Dortmund die Corona-Inzidenz mindestens drei weitere Werktage in Folge unter der 100er-Grenze halten. Im Anschluss an die insgesamt fünf Tage gebe es dann einen Übergangstag – am darauffolgenden Tag könnte es weitere Lockerungen geben. Das wäre frühestens der 27. Mai (Donnerstag), weil Samstag als Werktag gilt.

Die nächste Woche (ab dem 24. Mai) könnte für die Stadt also entscheidend sein. Große Freude gab es zuletzt darüber, dass die Schulen in Dortmund wieder öffnen konnten und die Schüler nun wieder Präsenzunterricht erhalten. Diese Lockerung war bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 165 möglich (mehr Corona-News aus Dortmund auf RUHR24).

Öffnung der Außengastronomie in Dortmund steht bevor: Diese Regeln gelten

Sollte Dortmund es in den kommenden Tagen schaffen, die Corona-Inzidenz niedriger als 100 zu halten, könnte die Ausgangssperre schon bald aufgehoben werden. Das geht aus der NRW-Coronaschutzverordnung hervor, die seit dem 15. Mai gilt. Außerdem könnten sich im öffentlichen Raum wieder fünf Personen aus zwei Haushalten plus Kinder bis einschließlich 14 Jahren treffen.

Für die Wirtschaft in Dortmund spielt auch der Bereich der Gastronomie eine große Rolle. Aktuell ist in der Stadt keine Außen- sowie Innengastronomie erlaubt. Speisen dürfen nur zur Mitnahme angeboten werden. Sollte der Inzidenzwert nun aber weiterhin unter der 100er-Marke liegen, gibt es Hoffnung – zumindest für die Außengastronomie: Sie dürfte ihren Außenbetrieb wieder für Gäste mit einem negativen Corona-Test oder einem Impf- sowie Genesenen-Nachweis öffnen.

Video: NRW: Laumann und Pinkwart hoffen auf Öffnung der Außengastronomie

Corona in Dortmund: „Click & Meet“ bald womöglich nicht mehr nötig

Das Thema „Click & Meet“ hätte sich bei einer weiter sinkenden Inzidenz in Dortmund ebenfalls (vorerst) erledigt. Alle Geschäfte dürfen dann auch wieder Kunden ohne vorherige Terminbuchung empfangen. Weiterhin gilt jedoch die Test- bzw. Nachweispflicht sowie die Reduzierung auf einen Kunden pro 20 Quadratmeter.