Coronavirus-Pandemie

Corona-Impfzentrum: Wie Dortmund Impfungen in der Warsteiner Music Hall plant

In der Warsteiner Music Hall können täglich 2.400 Menschen gegen Corona geimpft werden. Mit dem Impfzentrum bringt sich Dortmund noch vor Weihnachten in Stellung für eine Massenimpfung.

Dortmund – Ein Ende der Corona-Pandemie? Nicht nur für die Dortmunder Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner ist das ohne Impfungen nicht denkbar. Und so bringen sich in ganz NRW Impfzentren in Startposition, um mit dem Impfen loszulegen, sobald es in Deutschland einen zugelassenen Impfstoff gegen Corona gibt. Auch in Dortmund kann es bald losgehen.

StadtDortmund
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Aktuell mit Corona infiziert 1.873 (Stand 8. Dezember)

Impfzentrum in Dortmund: Ab Weihnachten bereit die ersten Corona-Impfungen zu verabreichen

In der Warsteiner Music Hall in Dortmund wird derzeit alles vorbereitet. Noch vor Weihnachten will man so weit sein. Dann steht die Infrastruktur des Impfzentrums und es kann – rein theoretisch – losgehen mit den ersten Corona-Impfungen. Doch noch fehlt ein wichtiger Bestandteil, um mit den Massenimpfungen loszulegen: der Impfstoff.

Doch sobald auch in Deutschland ein zugelassener Impfstoff verfügbar ist, ist Dortmund bereit, möglichst schnell, möglichst viele Menschen gegen das Coronavirus zu schützen: 2.400 Menschen sollen dann allein in dem Impfzentrum Dortmund in der Warsteiner Music Hall täglich eine Impfdosis bekommen können. 800 weitere Personen sollen durch mobile Teams geimpft werden können: in Krankenhäusern, Pflege- oder Seniorenheimen.

Dortmund: Erste Impfung gegen Corona schon ab dem Jahreswechsel

Gesundheitsminister Jens Spahn rechnet damit, dass eine Massenimpfung im Sommer 2021 starten könnte. Doch bereits seit Anfang Oktober beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe des Corona-Krisenstabs in Dortmund damit, wie in Kürze möglichst viele Dortmunder gegen das Virus geimpft werden können. Und das ist auch gut so. Denn erste Impfungen sollen schon früher möglich sein: Laut ARD geht Spahn davon aus, dass mit dem Jahreswechsel erste Impfungen möglich sein könnten.

Zuerst sollen in Dortmund wie auch in allen anderen Impfzentren Risikogruppen, also ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, aber auch Ärzte und medizinische Personal geimpft werden. Anschließend werden weitere Personengruppen geimpft. Wann und wie viele Menschen anschließend geimpft werden, hängt dann aber davon ab, wie viele Impfdosen zur Verfügung stehen (mehr News zur Corona-Pandemie in NRW bei RUHR24.de).

Impfzentrum Dortmund: Impfstoff gegen Corona für 23.000 Dortmunder

Aber: „Es braucht keiner Angst haben, dass er nicht geimpft wird, weil kein Arzt da ist“, so Dr. Reinhard Büker, der die ärztliche Leitung des Impfzentrums in Dortmund übernommen hat. Er stellt das Bindeglied zwischen der Logistik und der Organisation auf der einen und dem Impfen durch die Ärzte auf der anderen Seite dar.

Für die erste Phase der Corona-Impfungen stehen derzeit nach Angaben der Stadt rund 46.000 Impfdosen zur Verfügung. Da für eine vollständige Impfung zwei Impfvorgänge nötig sind, könnten also rund 23.000 Dortmunder geimpft werden. Schon im Januar 2021 sollen aber weitere Impfdosen folgen. Wie viele das sein werden, sei bislang aber noch nicht klar, so Birgit Zoerner.

Das Team hinter dem Corona Impfzentrum Dortmund in der Wartseiner Music Hall.

Corona-Impfzentrum Dortmund nimmt Betrieb in Kürze auf

Angst davor, dass die Impfdosen keine Abnehmer finden könnten, hat das Team rund um Dr. Büker nicht. Die Ablehnung einer Impfung begegne ihm in seiner Praxis eher selten, so der Arzt. Dennoch ist er sich auch bewusst: „Eine Angst vor dem Impfen ist durchaus natürlich, aber auch dafür sind wir hier: diese Angst zu nehmen durch Aufklärung und Vorbildfunktion.“

Die Impfungen gegen das Coronavirus sollen in Dortmund an sieben Tagen der Woche zwischen 8 und 20 Uhr erfolgen. Auch an Feiertagen. Für eine problemlose Erreichbarkeit des Impfzentrums mit öffentlichen Verkehrsmitteln soll noch gesorgt werden. Und auch die Impfung soll zügig und problemlos vonstattengehen: Jeder, der geimpft werden will, durchläuft eine der zehn „Impftraßen“: Zuerst wird Fieber gemessen. Anschließend wird im ersten Wartebereich ein Fragebogen ausgefüllt und der Aufklärungsbogen unterschreiben.

Dann erfolgt nach einer Gesundheitsprüfung die Corona-Impfung. Im Anschluss müssen die geimpften rund 15 Minuten in einem weiteren Wartebereich abwarten, ob sich unerwünschte Reaktionen auf die Impfungen zeigen. Wenn nicht, kann man nach Vereinbarung des zweiten Impftermins wieder nach Hause.

Neben dem Dortmunder Impfzentrum werden aller Wahrscheinlichkeit nach weitere 52 solcher Zentren in Nordrhein-Westfalen, viele davon im Ruhrgebiet, entstehen.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24

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