Mehr Impfstoff verfügbar

Dortmund: Ab sofort Corona-Impfungen ohne Termin – wer davon profitiert

Die Priorisierung bei den Corona-Impfungen in Dortmund ist bereits gefallen. Jetzt bietet die Stadt sogar spontane Impfungen ohne Terminbuchung an.

Update, Mittwoch (7. Juli), 22.05 Uhr: Dortmund – Mit den Corona-Impfungen in Dortmund könnte es in den kommenden Tagen noch schneller vorangehen. Wie die Stadt mitteilt, biete eine erhöhte Impfstoffverfügbarkeit und die zurückgegangene Terminauslastung ab sofort die Möglichkeit, sich spontan und ohne Termin im Impfzentrum gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

StadtDortmund
BundeslandNordrhein-Westfalen
RegierungsbezirkArnsberg
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Corona in Dortmund: Stadt bietet jetzt Impfungen ohne Termin an

Diese Änderung gilt allerdings nur für Erstimpfungen. Termine für Zweitimpfungen behalten demnach ihre Gültigkeit bzw. müssen über das Terminsystem umgebucht oder storniert werden. Voraussetzung für eine spontane Impfung ist, dass genügend freie Kapazitäten zur Verfügung stehen. Impfwillige können sich hierzu im Eingangszelt melden. Sollte das zur Verfügung stehende Kontingent für den jeweiligen Tag aufgebraucht sein, wird eine Impfung am nächsten Tag garantiert, heißt es von der Stadt.

Erstmeldung, Montag (5. Juli), 19.55 Uhr: Um die Folgen der sich auch in NRW ausbreitenden Delta-Variante abzudämpfen, ist eine hohe Impfquote erforderlich. Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte am Montag verschiedene Modellszenarien, die die Notwendigkeit eines hohen Tempos bei der Impfkampagne verdeutlichten.

Corona in Dortmund: Terminvergabe für Impfungen erleichtert – hohe Impfquote wegen Delta nötig

85 Prozent der Zwölf- bis 59-Jährigen und sogar 90 Prozent der Menschen ab 60 Jahren sollten geimpft sein, um in Kombination mit Hygienemaßnahmen und einer geringfügigen Reduktion des Kontaktverhaltens einen starken Anstieg der Intensivbettenbelegung im Herbst und Winter zu verhindern, teilte die Bundesbehörde mit. Aktuell sind in Deutschland 56,5 Prozent mindestens einmal und 38,9 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft.

Aufgrund der sich schnell ausbreitenden Delta-Variante sei es entscheidend, „dass die noch ungeimpfte Bevölkerung motiviert wird, das Impfangebot noch im Sommer wahrzunehmen“, heißt es seitens des RKI. Auch in Dortmund gelten für Impfwillige seit dem heutigen Montag Erleichterungen, die beim Erreichen dieses Ziels helfen sollen.

Dortmund: Impfzentrum bietet ab sofort isolierte Zweittermine mit mRNA-Impfstoff an

Die Priorisierung im Dortmunder Impfzentrum ist bereits gefallen – es stehen eine große Anzahl Termine für Erst- und Zweitimpfungen zur Verfügung. Zusätzlich können über das Portal der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) nun isoliert Zweittermine für Impfungen gebucht werden. Damit reagiert man auch in Dortmund auf die Anpassung der Regelung für Zweitimpfungen in NRW.

Wer seine Erstimpfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca erhalten hat, soll für die Zweitimpfung ein mRNA-basiertes Vakzin von Biontech/Pfizer oder Moderna bekommen. Die Mischung aus Vektorimpfstoff und mRNA-Impfstoff erwies sich gegen die Delta-Variante als besonders wirksam. Das Land Nordrhein-Westfalen folgte damit einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO).

Die STIKO – hier ihr Vorsitzender Thomas Mertens – hat angesichts der Delta-Variante ihre Impfempfehlung angepasst.

Die neue Möglichkeit der isolierten Buchung eines Zweittermins soll nun vor allem denjenigen helfen, die ihre erste Impfung in einer Arztpraxis erhalten haben. Denn es ist möglich, dass die Praxis bei einer Erstimpfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca für die Zweitimpfung keinen mRNA-Impfstoff bereitstellen kann. In solchen Fällen kann der gewünschte Impfstoff für den Zweittermin über ein Impfzentrum bezogen werden.

Corona in Dortmund: Genesene profitieren ebenfalls von neuer Termin-Regelung im Impfzentrum

Das Impfintervall für die Folgeimpfung mit einem mRNA-Impfstoff kann dabei auf bis zu vier Wochen verkürzt werden. Ist seit der Erstimpfung mit Astrazeneca bereits ein längerer Zeitraum vergangen, stellt das kein Problem dar. Die bisher als Abstand zwischen zwei Astrazeneca-Impfungen vorgesehenen zwölf Wochen sollten allerdings nicht überschritten werden.

Von der Möglichkeit der Einzelterminbuchung über das KVWL-Portal profitieren auch Genesene. Wer eine Covid-19-Erkrankung überstanden hat, gilt bereits nach einer Impfdosis als vollständig geimpft. Das RKI empfiehlt, diese ab sechs Monate nach der Genesung durchzuführen. Genesene können im Dortmunder Impfzentrum fortan einen einzelnen Termin für den erforderlichen Pieks vereinbaren (mehr Corona-News aus Dortmund bei RUHR24).

In Dortmund gelten bislang 251.484 Menschen als vollständig geimpft. Insgesamt wurden in der Stadt 573.948 Impfdosen verabreicht. Bislang hat es 24 Fälle mit der Delta-Variante gegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut RKI am Montag bei 5,9.

Rubriklistenbild: © Matthias Bein, Bernd Thissen/dpa; Collage: RUHR24

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