Impfzentrum auf Phoenix West

Dortmund: Corona-Impfzentrum startklar – so viele Imfpfungen sind anfangs möglich

Das Impfzentrum in der Warsteiner Music Hall in Dortmund öffnet bald.
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Das Impfzentrum in der Warsteiner Music Hall in Dortmund öffnet bald.

Das Impfzentrum in Dortmund ist bereit. Jetzt fehlt nur noch der Impfstoff gegen das Coronavirus. Anfangs steht davon nur wenig zur Verfügung.

Dortmund – Das futuristisch wirkende Impfzentrum auf Phoenix West in Dortmund ist eines von vielen in NRW (alle News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24). Jetzt meldet die Stadt: Wir sind startklar. Doch Bund und Ländern müssen erst noch den ersten Impfstoff gegen das Coronavirus liefern. Der wird zum Start der Impfungen jedoch rar sein.

Corona-Impfung in Dortmund: Impfdosen sind anfangs noch rar

Das Impfzentrum in der Warsteiner Music Hall in Dortmund ist fertig, auch ein Testlauf in der vergangenen Woche war ebenfalls erfolgreich, meldet die Stadt. Hier sollen bald täglich rund 2.400 Menschen gegen das neuartige Coronavirus (Sars-CoV-2) geimpft werden. Mobile Teams sollen weitere 800 Menschen etwa in Pflegeheimen mit dem Impfstoff versorgen.

Der Eingang zum Impfzentrum in Dortmund-Hörde.

Doch anfangs wird die Zahl der Impfdosen noch stark begrenzt sein. Das hat die Stadt Dortmund nun bekannt gegeben. Demnach können anfangs nur 701 Menschen geimpft werden. „Das hört sich erstmal wenig an, aber es ist erst der Beginn. Danach geht es Zug um Zug weiter“, sagte Birgit Zoerner, Leiterin des Krisenstabs in Dortmund. Der genaue Impfplan stehe aber noch nicht fest.

Dortmund: Impfstoff bald verfügbar – Impfungen sollen am 28. Dezember starten

Verfügbar sein soll der Impfstoff ab dem 27. Dezember (Sonntag). Damit könne in Dortmund am 28. Dezember mit der Impfung begonnen werden, kündigte Zoerner am Freitag (18. Dezember) an. Insgesamt rechnet die Stadt damit, in der ersten Phase rund 46.000 Impfdosen verabreichen zu können. Da der Impfstoff zweimal verabreicht werden muss, reicht das um etwa 23.000 Menschen zu impfen.

Insgesamt gibt es im Impfzentrum Dortmund zehn Impfstraßen.

Zuerst sollen demnach Menschen in Pflegeeinrichtungen den Impfstoff von Pfizer und Biontech erhalten. Er war nach der klinischen Testphase als erster zugelassen worden und soll einen rund 95 prozentigen Schutz gegen eine Covid-19-Infektion bieten. Bereits im Januar sollen dann weitere Impfdosen bereitgestellt werden können.

Corona-Impfzentrum in Dortmund in der Warsteiner Music Hall in Hörde

Das barrierefreie Impfzentrum in Dortmund befindet sich in der Warsteiner Music Hall in Hörde (Am Phoenixplatz 4), ehemals Phoenixhalle. Leiterin des Zentrums ist Beate Bachmann. Sie lobte die Kernarbeitsgruppe der Feuerwehr: „Diese Gruppe hat von der Planung bis hin zur Umsetzung neben ihren eigentlichen Aufgaben das geleistet hat, was man nun hier sieht.“

Rund 2.400 Menschen täglich sollen im Impfzentrum in Dortmund versorgt werden.

Für die Sicherheit der Menschen, die sich dort impfen lassen, sorgt zudem das medizinische Personal um Dr. Kathrin Schaller. „Ich bin die, die für Sachen zuständig ist, von denen wir ausgehen, dass sie nicht passieren. Aber wenn es zu unerwarteten medizinischen Zwischenfällen kommt, sind wir bestens aufgestellt“, sagt die ärztliche Leiterin des Rettungsdienstes der Feuerwehr Dortmund und der Arbeitsgruppe Impfen.

Video: Rundgang durch das Impfzentrum in Dortmund

Corona-Impfung in Dortmund: Ärzte überwachen Nebenwirkungen

Obwohl der Impfstoff von Pfizer und Biontech klinisch getestet wurde, kann es in seltenen Fällen zu Unverträglichkeiten kommen. So hatten in Großbritannien manche Personen nach der Impfung allergische Reaktionen gezeigt. Deshalb wird auch in Dortmund vor der Impfung der Gesundheitszustand der Menschen ermittelt. Nach der Impfung geht es für rund 15 Minuten in den Wartebereich, um zu schauen, ob sich unerwünschte Reaktionen einstellen.

Anfangs werden nur zwei der insgesamt zehn Impfstraßen in Dortmund in Betrieb genommen, kündigte Dr. Reinhard A. Büker, ärztlicher Leiter des Impfzentrums, an. Wer sich im Impfzentrum in Dortmund impfen lassen möchte, braucht jedoch dringend einen Termin. Diesen soll man künftig über eine zentrale Telefonnummer vereinbaren können.

Coronavirus in NRW: Die Standorte aller Impfzentren

Insgesamt 53 Impfzentren gibt es in NRW. Jede Stadt und jeder Kreis hat dafür Hallen oder andere größere Gebäude umgebaut. In jedem Impfzentrum soll zum Jahreswechsel damit begonnen werden, die Bevölkerung gegen das Coronavirus zu impfen.

Für die Impfungen in den Zentren wurden zahlreiche Ärzte sowie medizinisches Personal angeworben. Hunderte hatten sich dafür landesweit gemeldet. In Dortmund, Unna und Hamm sollen es laut Kassenärztlicher Vereinigung Westfalen-Lippe rund 500 Mediziner sein. Ärzte in den Impfzentren sollen zudem einen großzügigen Lohn für ihre Arbeit bekommen.