Corona-Impfungen

Dortmund fragt jetzt Impfstatus der Mitarbeiter ab – Verweigerer bekommen Konsequenzen

Die Stadt Dortmund fragt den Impfstatus ihrer Mitarbeiter ab. Es drohen zum Teil heftige Konsequenzen für Verweigerer.

Dortmund – Bin ich geimpft oder nicht? Bislang war das für die Mitarbeiter der Stadt Dortmund* Privatsache. Nun folgt eine verpflichtende Befragung des Corona-Impfstatus, wie RUHR24* berichtet.

StadtDortmund
EreignisAbfrage des Impfstatus
Betroffene MitarbeiterCirca 3.500

Dortmund: Corona-Impfstatus – Stadt will Mitarbeiter befragen

Arbeitnehmer müssen in Zukunft angeben, ob sie sich haben impfen lassen oder nicht. Im Zuge des Infektionsschutzgesetzes ist es möglich, dass Arbeitgeber den Impfstatus abfragen.

In Dortmund sollen circa 3.500 Mitarbeiter bis Ende Oktober entsprechende Antworten angeben, wie die Ruhr Nachrichten, berichten, die sich auf Informationen der Stadt Dortmund beziehen. Betroffen sind beispielsweise Beschäftigte in Schulen, Kindertageseinrichtungen und im Rettungsdienst, die nach ihrem Impfstatus gefragt werden dürfen*.

Dortmund: Impstatus der Mitarbeiter – bei Verweigerung drohen Konsequenzen

Wer die Abfrage des Impfstatus verweigert, muss mit Konsequenzen rechnen. Beispielsweise sei eine Versetzung in sogenannte unkritische Arbeitsbereiche, Abmahnungen oder gar eine Freistellung von der Arbeit ohne Bezahlung denkbar, heißt es.

Laut Ruhr Nachrichten gehe man von keinem Widerstand aus. Zudem denke man über die Einführung der 3G-Regel in diversen Bereichen der Stadt nach.

Dortmund: Impfstatus-Befragungen – freiwillige Umfrage ergab positives Bild

Im September hat die Stadt Dortmund eine freiwillige Umfrage initiiert, um den Impfstatus abzufragen. Schon zu dem Zeitpunkt seien circa 90 Prozent der Mitarbeiter gegen Corona* geimpft gewesen. Allerdings sei nicht sicher, ob die freiwilligen Antworten auch repräsentativ gewesen sind.

Wie die Waz berichtet, verzichtet die Stadt Essen auf eine ähnliche Abfrage des Impfstatus der Mitarbeiter. Hintergrund sei das aktuell sich positiv entwickelnde Infektionsgeschehen der Coronavirus-Pandemie in NRW*.

NRW: Erfahrungen aus anderen Städten zeigen – nur wenig Probleme bei Impfstatus-Befragungen

Erfahrungen aus anderen Städten wie Duisburg oder Herne zeigen, dass bei Abfrage des Impfstatus der Mitarbeiter keine Probleme aufgetaucht sind. Auf Konsequenzen habe man verzichtet.

Die aktuelle Inzidenz in NRW liegt bei 50,3. Die Stadt Dortmund hat eine Inzidenz von 58,9 (Stand: Freitag, 8. Oktober). Aktuell gibt es mit dem Landkreis Minden-Lübbecke (146,3), der Stadt Hagen (135,7) und dem Landkreis Lippe (126,2) drei Regionen mit einer Inzidenz von über 100. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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