„Nicht notwendig“

Dortmund streicht Corona-Maßnahme und spart dadurch Millionen Euro

Die Corona-Pandemie dauert weiter an. In den Schulen in Dortmund soll trotzdem weniger geputzt werden, plant die Stadtverwaltung. Das spart Millionen.

Dortmund – Die Stadtverwaltung Dortmund will die zusätzlichen Hygienemaßnahmen in den Schulen wieder zurücknehmen. Zu Beginn der Corona-Pandemie im April 2020 hatte die Stadt einen speziellen Reinigungsplan aufgestellt.

Stadt Dortmund nimmt Hygiene-Maßnahmen gegen Corona zurück

Damals waren unter anderem Kontaktflächen zusätzlich geputzt worden, damit die Zahl der Infektionen trotz der Öffnung der Schulen möglich niedrig bleibt. Das hatte bei rund 150 Schulen in Dortmund massive Kosten zur Folge.

Die Reinigungskräfte mussten zusätzliche Stunden absolvieren, weitere Stellen wurden besetzt. Auch externe Unternehmen wurden beauftragt, die Schulen entsprechend zu säubern. Anfang 2022 mussten Schulen in Dortmund noch wegen der Omikron-Variante schließen.

Ende der Corona-Hygiene in Schulen würde Stadt 2 Millionen Euro einsparen

Mittlerweile ist nach Angaben der Stadtverwaltung klar: „Durch die Entwicklung des wissenschaftlichen Erkenntnisstandes (...) wird deutlich, dass die Durchführung zusätzlicher Reinigungsmaßnahmen aktuell nicht mehr notwendig ist.“ Das geht aus der Beschlussvorlage an den Stadtrat Dortmund hervor.

Die Stadt Dortmund will die Corona-Hygiene in Schulen wieder senken.

Damit sollen die Schulen künftig nur noch in dem Umfang geputzt werden, der vor der Corona-Pandemie übliche war. Der Stadtrat muss in seiner Sitzung am Donnerstag (10. November) noch darüber abstimmen.

Für die Stadtkasse wäre der Beschluss ein Segen. Allein in den Jahren 2022 und 2023 würde die Stadt Dortmund damit rund 2,1 Millionen Euro einsparen. Der Großteil davon entfiel laut der Vorlage auf externe Vergaben. Allein für die Digitalisierung an den Schulen investiert Dortmund rund 4 Millionen Euro.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/AFP, Torsten Tullius/Dortmund-Agentur; Collage: RUHR24