Aktuelle Corona-Lage

Corona-Hotspots in Dortmund: Zwei Bezirke haben Inzidenzen von über 1000

In Dortmund ist das Infektionsgeschehen extrem hoch. Den Überblick über die Lage zu behalten, wird für die Stadt zunehmend zur Herausforderung – besonders in zwei Stadtbezirken.

Dortmund – In Dortmund steigt die Inzidenz weiter rasant und nähert sich bereits der 1000er Marke. Betroffen sind nun vor allem Kinder unter 15 Jahren – viele Schulen und Kitas mussten bereits Corona-Bedingt schließen. Doch auch zwei Stadtteilen stechen mit besonders hohen Inzidenzwerten hervor. Unter ihnen erneut die Nordstadt. Hier nähert sich die Inzidenz bereits der nächst-höheren Schallgrenze.

StadtDortmund
Inzidenz 881,4 (Stand 19. Januar)
HotspotsNordstadt, Eving (Stand Januar)

Corona-Hotspots in Dortmund: Zwei Bezirke stechen mit extrem hohen Inzidenzen heraus

Die Inzidenz in Dortmund liegt aktuell auf einem Rekordhoch von über 880 (Stand 19. Januar). Zur Beschreibung der Corona-Lage in Dortmund müssen Dr. Frank Renken und Stadträtin Birgit Zoerner daher auf drastische Worte zurückgreifen. Sie sprechen von „massiv hohen Ansteckungsahlen“ und einem „extremen Infektionsgeschehen“. Mit Blick auf die einzelnen Stadtbezirke, ist es ein „eklatanter Sprung“ der Inzidenz in der Nordstadt und in Eving, welcher der Stadt Sorgen bereitet.

Besonders die Nordstadt ist seit Beginn der Corona-Pandemie immer wieder Dortmunder Hotspot gewesen. Zuletzt hatte sich die Lage aber auch in dem nördlich der Innenstadt gelegenen Stadtteil beruhigt. Doch nun schnellte die Inzidenz von 692 in der vergangenen Woche auf 1654 (Stand 18. Januar) hoch (mehr Nachrichten zur Corona-Pandemie in NRW).

Vor den Testzentren an der Bornstraße bildeten sich in den vergangenen Tagen oft lange Schlangen. Viele wollen sich testen lassen, weil ihre Corona-App eine rote Warnung zeigt. Andere, um mit dem Bus fahren zu können. Wieder andere, um aus der Quarantäne entlassen zu werden. „Aktuell müssen wir rund 2000 Menschen die Möglichkeit zur Freitestung bereitstellen“, so Renken. Das seien so viele Tests, dass die Stadt mit ihrem Testangebot kaum hinterherkäme. Und so wird es schwer, den Überblick zu behalten.

Dortmund: Nordstadt und Eving an der Spitze – Corona-Inzidenz liegt bei 1000

Dass die Nordstadt immer wieder zum Corona-Hotspot der Stadt wird, liegt unter anderem an der hohen Bevölkerungsdichte in dem Bezirk. Heißt: Hier wohnen besonders viele Einwohnern auf wenig Fläche. Sich gegenseitig anzustecken ist auf engem Raum besonders leicht.

Ein weiterer Grund könnte aktuell aber auch der besonders hohe Anteil der jüngeren Bevölkerung in dem Stadtteil sein. Denn besonders die jüngere Altersgruppen weist derzeit Inzidenzen von weit über 1000, selbst im städtischen Durchschnitt, auf.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Eving. Auch in diesem Bezirk stiegen die Fallzahlen um mehr als das Doppelte, von 449 in der vergangenen Woche, auf knapp 1000 (Stand 18. Januar: 993). Zurückzuführen sei das laut Dr. Frank Renken, Leiter des Gesundheitsamtes in Dortmund, auf Omikron. Die neue Variante sorge für ein extrem hohes Infektionsgeschehen. 1,6 Prozent aller Tests in den Schnelltestzentren der Stadt fallen derzeit positiv aus. Ein neuer Höchstwert für Dortmund.

Rubriklistenbild: © Florian Forth/RUHR24; Collage RUHR24

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