Neue Rahmenbedingungen

Hoffnung für die Gastronomie in Dortmund: Stadt beschließt Corona-Pläne für die Winter-Saison

Wie können Restaurants in Dortmund Gäste im Winter trotz Corona in einem sicheren Umfeld bewirten? Die Stadt hat dafür nun Pläne aufgestellt.

Dortmund - Bis Ende November müssen Gastronomen in Dortmund durch eine knallharte Coronazeit - die Bars, Kneipen und Restaurants sind dicht, die Einnahmen bleiben bis auf die Hilfen des Staats aus. Doch es ist Hoffnung in Sicht für die Gastronomie in Dortmund.

Ab Dezember, so der Plan der Stadt, könnten Restaurants und Kneipen wieder öffnen. Doch wie kann das gelingen, ohne das Infektionsrisiko in engen und vollen Räumen ins Unermessliche zu treiben? Darauf hat der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund nun eine mögliche Antwort geliefert. Und die lautet: Mit möglichst viel Spielraum und Platz im Freien sollen Gastronomen durch den Corona-Winter kommen.

StadtDortmund
OberbürgermeisterThomas Westphal
Einwohner ca. 588.300 (12/2019)

Corona in Dortmund: Große Hoffnung für die Gastronomie

Klar sei, dass Ansammlungen von Menschengruppen in geschlossenen Räumen vermieden werden müssten, so die Stadt in einer Pressemitteilung von Dienstag (3. November). Damit die Gastronomie aber auch im Winter Gäste empfangen könne - und das auch in einem möglichst sicheren Rahmen - benötige es neue Rahmenbedingungen. Und die wurden nun in Dortmund nun offenbar geschaffen. Damit muss sich die Gastronomie abermals auf Umstellungen einstellen.

Ziel der neuen Regelung der Stadt sei es, den Aufenthalt im Freien zu optimieren - damit dann auch möglichst viele Gäste draußen zusammen sitzen, anstatt in den geschlossenen Räumen der Restaurants und Bars. Möglich machen sollen das zum Beispiel mobile Windschutzelemente und Veranstaltungszelte.

Auch gastronomische Angebote auf öffentlichen Wegflächen sollen nach den Plänen der Stadt möglich sein. Dazu würden den Wirten größere Handlungsspielräume eingeräumt. Einem entsprechenden Beschluss hat der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund heute (3. November) zugestimmt.

Dortmund: Trotz Corona - Gastronomen durch Winter-Saison helfen

In der Wintersaison soll es möglich sein, gastronomische Angebote auch im Freien stattfinden zu lassen, erklärt Thomas Westphal, neuer Oberbürgermeister der Stadt Dortmund. In enger Zusammenarbeit mit Gastronomiebetrieben und den Vertretern des Vereins „Ausgehen in Dortmund e. V.“ hätten die Stadtverwaltung und die Wirtschaftsförderung verschiedene Corona-Varianten erarbeitet.

So sollen mobile Windschutzelemente in Verbindung mit Schirmen und Markisen zum Einsatz kommen dürfen. Ob transparent oder teiltransparent - alle Elemente dürfen bis zu 1,80 Meter hoch sein. Zudem soll es in Dortmund die Möglichkeit geben, Flächen mit Veranstaltungszelten zu überdachen.

Party-Pavillons, wie man die aus dem heimischen Garten kenne, seien dann aber doch nicht zugelassen. Es sei wichtig, dass es sich um Zelte handele, die zum Beispiel über eine Zulassung für die gewerbliche Nutzung verfügten. Wichtig sei außerdem, dass alle Elemente und Zelte wieder abgebaut werden könnten, wenn es nötig wird - etwa wenn der Platz wieder für andere öffentliche Veranstaltungen genutzt werden soll oder Baustellen in die Quere kommen.

Dortmund und Corona: Gastronomen haben mehrere Varianten zur Auswahl

Welche Variante auch immer genutzt wird, Thomas Westphal hofft so, Gastronomen in Dortmund durch eine schwere Corona-Zeit helfen zu können.  „Die Gesundheit der Menschen geht immer vor und wenn wir diese in Einklang mit einem gastronomischen Betrieb bringen können, helfen wir der Branche über eine schwere Zeit und können Arbeitsplätze sowie den Fortbestand unserer lebendigen Szene sichern.“

Wirte, die nun auf eine Lösung mit mobilen Windschutzelementen setzen, können aufgrund der hohen Investitionskosten diese bis zum 31. Dezember 2023 nutzen. Die Lösungsvariante der Veranstaltungszelte bleibe bis zum 31. März 2021 befristet gültig.

„Unabhängig von diesen beiden Möglichkeiten unterstützen wir das Gewerbe auch weiterhin darin, bestehende Sondernutzungsflächen auf Wunsch temporär zu erweitern, sofern Flucht- und Rettungswege sowie Fahrradwege freigehalten und ausreichende Restgehwegbreiten vorhanden bleiben“, versichert Norbert Dahmen, Rechts- und Ordnungsdezernent der Stadt Dortmund.

Besondere Erfordernisse würden einfach nach besonderen Mitteln verlangen. Und so erklärt Dahmen: „Die Bewältigung der Corona-Pandemie ist hier eindeutig als ,besonderes Erfordernis‘ zu werten.“

Rubriklistenbild: © Philipp von Ditfurth/dpa

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