Friedlicher Protest

Querdenker-Demo in Dortmund: Weniger Corona-Gegner als erwartet - Maskenpflicht teilweise missachtet

Corona-Kritiker bei der Querdenker-Demo in Dortmund.
+
Corona-Kritiker bei der Querdenker-Demo am Sonntag in Dortmund.

In Dortmund waren heute (18. Oktober) erneut Corona-Leugner auf die Straße. Wegen der Querdenker-Demo musste am Nachmittag der Wall gesperrt werden.

Abschlussmeldung, Sonntag (18. Oktober), 18.50 Uhr: Dortmund - Die Querdenker-Demo in Dortmund ist mittlerweile beendet. Laut Angaben der Polizei kam es unter den rund 1100 Teilnehmern zu keinerlei Ausschreitungen. Ursprünglich hatten die Veranstalter mit etwa 3000 Corona-Kritikern gerechnet, weshalb die Polizei mit einem entsprechend großen Aufgebot in der Innenstadt im Einsatz war.

StadtDortmund
Einwohner601.780
Fläche280,7 km²

Update, Sonntag (18. Oktober), 18.06 Uhr: Gute Nachrichten für Autofahrer in Dortmund: Der Demo-Zug der Corona-Kritiker hat den Wall mittlerweile wieder verlassen und sich erneut auf dem Friedensplatz eingefunden. Laut Polizei sind die Straßen nun wieder komplett befahrbar - alle Sperrmaßnahmen wurden aufgehoben.

Corona-Kritiker machen sich in Dortmund auf den Weg - Wall komplett gesperrt

Update, Sonntag (18. Oktober), 17.21 Uhr: Wegen der Querdenker-Demo ist der gesamte Wall in Dortmund aktuell voll gesperrt. Die rund 1000 Corona-Kritiker haben ihre Route bislang vom Friedensplatz aus über den Hiltropwall, runter zum Westentor, bis zum Hauptbahnhof zurückgelegt. Nach dem Marsch über den Schwanenwall befinden sich die Teilnehmer nun etwa in Höhe des Südwalls.

Update, Sonntag (18. Oktober), 16.25 Uhr: Wie die Polizei Dortmund mitteilt, hat die Demo der Corona-Kritiker nun auf dem Wall begonnen. Rund 1000 Personen sind von jetzt an auf den bereits gesperrten Straßen unterwegs. Autofahrer müssen sich deshalb auf Einschränkunen im Straßenverkehr einstellen.

Demo in Dortmund: 200 Corona-Leugner ohne Mund-Nasen-Schutz unterwegs

Etwa 200 Teilnehmer tragen laut Polizeiangaben aufgrund eines ärztlichen Attestes keinen Mund-Nasen-Schutz. Bei Kontrollen wurden zwei Personen festgestellt, deren Attest gefälscht war. Es wurden Strafanzeigen gestellt.

Bei der Querdenker-Demo in Dortmund gibt es allerdings auch Gegenprotest.

Update, Sonntag (18. Oktober), 15.46 Uhr: Leider halten sich laut Angaben der Dortmunder Polizei viele Teilnehmer der Querdenker-Demo aktuell nicht an die Corona-Regeln. Sie tragen demnach keinen Mund-Nasenschutz oder haben diesen abgenommen.

Querdenker-Demo heute in Dortmund: Teilnehmer missachten Corona-Regeln

Die Einsatzkräfte haben den Veranstalter diesbezüglich bereits kontaktiert. „Bevor diese Auflage nicht beachtet wird, wird die Veranstaltung nicht fortgeführt“, twittert die Polizei.

Update, Sonntag (18. Oktober), 15.25 Uhr: Die Querdenker-Demo in Dortmund hat heute mit einer Verspätung von etwa einer Stunde begonnen. Die Polizei sperrte den Wall rund um die Innenstadt deshalb ebenfalls erst ab 15 Uhr.

Querdenker-Demo heute in Dortmund: Aktuell rund 650 Corona-Kritiker in der Innenstadt

Laut Polizeiangaben seien derzeit etwa 650 Corona-Kritiker plus 50 Ordner bei der Demonstration am Friedensplatz vor Ort. Die Polizei Dortmund erinnert die Teilnehmer noch einmal daran, sich zur Vermeidung einer Corona-Infektion an die geltenden Maßnahmen zu halten. Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss getragen sowie der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.

Zur Überprüfung der „wichtigen und unerlässlichen Auflagen zum Infektionsschutz setzen wir derzeit eine Drohne“ ein, heißt es vonseiten der Polizei auf Twitter. Eine Aufzeichung des Bildmaterials werde nicht erfolgen.

Update, Sonntag (18. Oktober),13.50 Uhr: Die für heute (14 Uhr) geplante Demo der Corona-Kritiker wurde kurzfristig auf einen anderen Ort verlegt. Wie die Polizei Dortmund gegen Mittag mitteilte, wird die Versammlung „Querdenken 231“ nicht wie ursprünglich angedacht auf dem Hansaplatz, sondern auf dem Friedensplatz in der Dortmunder Innenstadt stattfinden.

Querdenkner-Demo in Dortmund: Neuer Veranstalungsort für Corona-Leugner

Die Polizei bittet alle Demo-Teilnehmer, den neuen Veranstaltungsort direkt aufzusuchen. Die Querdenker-Demonstration soll bis 18 Uhr dauern.

Erstmeldung, Freitag (16. Oktober): Nach den flächendeckenden Warnstreiks in NRW steht eine weitere Demonstration in Dortmund an. Heute (18. Oktober) wollen erneut Corona-Kritiker, umgangssprachlich oft Corona-Leugner genannt, auf die Straße gehen. Die Pläne gab es schon vor dem Anstieg der Infektionen.

Corona-Leugner in Dortmund: Demo im August sorgte für massive Kritik

Wie die Polizei Dortmund bestätigte, werden am Sonntag etwa 3000 Personen auf dem Wall in der Innenstadt demonstrieren. Der Protest ist nicht der erste dieser Art. Bereits im Sommer kam es nach größeren Demonstrationen in Berlin auch in Dortmund zu einer ähnlichen Aktion.

Zuletzt haben sich am 9. August rund 2800 Menschen in der Ruhrgebiets-Metropole auf dem Hansaplatz getroffen, um unter anderem gegen Corona-Auflagen zu demonstrieren. Damals wurden die Gefahren des Coronavirus durch Redner verharmlost. Unter anderem fielen die Worte „Es gibt kein Sterben durch Corona in diesem Land“ von einem der Sprecher.

Außerdem sorgte ein Hauptkriminalkommissar aus Hannover im Nachgang der Veranstaltung für Wirbel. Dieser verglich die Einschränkungen in Zusammenhang mit dem Coronavirus mit den Lebensumständen im dritten Reich und geriet massiv in die Kritik.

Dortmund: 3000 Menschen werden zur Corona-Demo am Sonntag erwartet

Am Sonntag wollen die Teilnehmer zwischen 14 und 18 Uhr einmal um die Innenstadt von Dortmund ziehen. Die Route startet auf dem Hansaplatz und soll über die Hansastraße bis zum Hiltropwall führen. Die genaue Startzeit der Demonstration hänge laut Angaben der Polizei allerdings auch von der genauen Teilnehmerzahl ab.

Die Straßen sollen dafür „so kurz wie möglich“ gesperrt werden. Nach aktuellem Stand (Freitag, 16. Oktober) liegen trotz steigender Infektionszahlen keine Gründe für ein Verbot der Demonstration vor. Wegen der veränderten Infektionslage muss das Hygienekonzept allerdings noch überarbeitet werden (mehr aktuelle Nachrichten aus Dortmund auf RUHR24.de).

Am 9. August 2020 kamen 2800 Menschen auf den Hansaplatz in Dortmund, um bei der Querdenken231-Demo gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung zu demonstrieren.

Corona-Kritiker in Dortmund müssen trotz Demo Regeln einhalten

Obwohl einige von ihnen unter anderem dagegen protestieren, müssen dennoch einige Corona-Maßnahmen eingehalten werden. Wie die Polizei Dortmund mitteilt, soll sich der Demonstrations-Aufzug in Kleingruppen von je fünf Personen fortbewegen. Außerdem sei ein Mindestabstand einzuhalten und ein Mund-Nasen-Schutz Pflicht.

„Gegen gesundheitsgefährdendes Verhalten werden wir entschlossen und konsequent einschreiten. Gegen das Virus ist niemand resistent“, so ein Sprecher der Polizei. Die Beamten wollen am Sonntag in Dortmund auch Drohnen einsetzen, um die Einhaltung der Hygienemaßnahmen zu überprüfen.

Querdenker kündigen Demo in Dortmund als „friedlichen Spaziergang“ an

Auf der Webseite von Querdenken 711 Stuttgart selbst wird die Demo als „Friedlicher Herbst-Spaziergang für Grundgesetz & Menschenrechte zur Stärkung des Immunsystems gemeinsam gegen Covid-20/21“ angekündigt. Außerdem ist demnach gegen 17.30 Uhr ein Bühnenprogramm angedacht.

Ob hierbei möglicherweise wieder bekannte Teilnehmer zur Sprache kommen werden, ist noch nicht bekannt. Im August war unter anderem Michael Ballweg, der als Begründer der Querdenker-Bewegung gilt, angekündigt.