Bewohner und Mitarbeiter infiziert

Dortmund: Anonymer Brief deckt gewaltigen Corona-Ausbruch in Altenheim auf

In der Innenstadt in Dortmund ist es zu einem massiven Corona-Ausbruch gekommen. Die Art und Weise des Bekanntwerdens ist besonders.

Dortmund - Wie die Ruhr Nachrichten berichten, ist es in der östlichen Innenstadt in Dortmund zu einem massiven Corona-Ausbruch in einem Altenheim gekommen. Demnach seien 30 bis 36 Bewohner und zwei Mitarbeiter der Pflegeeinrichtung mit dem Coronavirus infiziert.

StadtDortmund
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Corona-Inzidenz82,1 (Stand Freitag, 29. Januar 2021)

Corona-Ausbruch im Altenheim in Dortmund: Anonymer Brief aufgetaucht

Es wäre wohl nicht zum Bekanntwerden des Corona-Ausbruches gekommen, wenn nicht ein anonymer Brief aus der Seniorenresidenz „Im Kaiserviertel“ der Alloheim-Gruppe in Dortmund an die Öffentlichkeit gelangt wäre (alle News zu Corona in NRW auf RUHR24.de).

Dieser Brief sei aus der Sicht eines Bewohners geschrieben worden. Man sei genau wie die Menschen in Kirchlinde in Not. In der AWO-Einrichtung in Dortmund-Kirchlinde ist es am Dienstag (19. Januar) zu einem Corona-Ausbruch gekommen, bei dem sich bis zu 100 Einwohner mit Covid-19 infiziert hatten.

Heute (Freitag, 29. Januar) berichtete Radio 91.2, dass mittlerweile 14 Bewohner der im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Kirchlinde verstorben seien. Der Corona-Ausbruch gilt, wie RUHR24.de berichtete, seit Dienstag (26. Januar) unter Kontrolle.

Corona-Ausbruch im Altenheim in Dortmund: Drei große Ausbrüche in jüngster Zeit

Das Altenheim in der Innenstadt in Dortmund hat, wie die Ruhr Nachrichten (zum Bezahlartikel) berichten, die Mitarbeiter nach dem Corona-Ausbruch in häusliche Quarantäne und allgemeine Regeln zur Eindämmung des Coronavirus im Haus eingeführt. Sowohl die Stadt Dortmund (mit 36 Infektionen) als auch das Altenheim (mit 30 Infektionen) hätten den Corona-Ausbruch bestätigt. Unklar ist, wie es zu den unterschiedlichen Zahlen kommt.

Erst am Dienstag (26. Januar) berichtete RUHR24.de über einen massiven Corona-Ausbruch im Knappschaftskrankenhaus im Stadtteil Brackel. Dort hatten sich seit dem 6. Januar 35 Patienten und 28 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.

Dr. Frank Renken, Chef des Gesundheitsamts der Stadt Dortmund.

Sowohl der Corona-Ausbruch in Kirchlinde in der Seniorenresidenz als auch das Infektionsgeschehen in Brackel hatten sich, wie es Dr. Frank Renken vom Gesundheitsamt Dortmund erklärte, über einen längeren Zeitraum hingezogen. Es wurden verschiedene Einschränkungen veranlasst, die man mit dem Gesundheitsamt abgesprochen hat.

Corona-Ausbruch im Altenheim in Dortmund: So geht es nach Bekanntwerdung jetzt weiter

Gegenüber RUHR24.de äußerte sich Klaus-Peter Wolter, Sprecher des Krankenhauses, dass man konsequent reagiert und zwei Bereiche komplett gesperrt habe. Die gute Nachricht kam am Donnerstag (28. Januar). Das Krankenhaus meldete, dass das Infektionsgeschehen unter Kontrolle sei.

Die Leitung des Altenheims in der Innenstadt in Dortmund will nach dem massiven Corona-Ausbruch über das Wochenende eng in Kontakt zum Gesundheitsamt der Stadt bleiben.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen; dpa / Collage; RUHR24.de

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