Patienten und Personal infiziert

Dortmund: Corona-Ausbruch in Krankenhaus scheint eingedämmt

Eine Krankenschwester in einem Krankenhaus.
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In einem Krankenhaus in Dortmund hat es einen Corona-Ausbruch gegeben.

In einem Krankenhaus in Dortmund ist das Coronavirus ausgebrochen. Sowohl Personal als auch Patienten waren betroffen. Jetzt scheint Besserung in Sicht.

Update, Mittwoch (27. Januar), 17.35 Uhr: Dortmund – Der Corona-Ausbruch im Knappschaftskrankenhaus in Dortmund-Brackel scheint eingedämmt zu sein. Es habe am Mittwoch keine neuen positiven Tests bei Patienten gegeben, sagte ein Klinik-Sprecher gegenüber den Ruhr Nachrichten (Bezahlinhalt). Drei Kontaktpersonen stünden derzeit aber noch unter besonderer Beobachtung.

KlinikKnappschaftskrankenhaus Dortmund
StadtteilBrackel
ÖffnungszeitenRund um die Uhr
Betten436

Corona-Ausbruch in Dortmund: Personal und Patienten im Knappschaftskrankenhaus infiziert

Erstmeldung, Dienstag (26. Januar), 15 Uhr: Im Dortmunder Knappschaftskrankenhaus in Brackel ist es zu einem Ausbruch des Coronavirus gekommen. Das sagte Dr. Frank Renken, der Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Dortmund, am Dienstag (26. Januar) in einer Pressekonferenz.

Nachdem es bereits im Altenheim der Awo in Kirchlinde zu einem Ausbruch gekommen war, ist jetzt auch das Krankenhaus im Osten der Stadt betroffen. Seit dem 6. Januar sind 35 Patienten und bei 28 Mitarbeiter erkrankt. Im Seniorenwohnheim waren etwas mehr als 100 Personen betroffen (alle News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de).

„Beide Ausbrüche haben sich über einen relativ langen Zeitraum hingezogen“, erklärte Dr. Renken. Immerhin ein Lichtblick: „In Kirchlinde gehen wir davon aus, dass es beendet ist“, sagte der Experte.

Corona-Ausbruch im Knappschaftskrankenhaus in Dortmund: Weitere Maßnahmen werden ergriffen

Die Lage im Knappschaftskrankenhaus sieht noch etwas anders aus: „In Brackel sind wir noch nicht so sicher. Da gibt es noch einige Einschränkungen und noch einige organisatorische Veränderungen.“ Patienten mussten hier zusammengelegt und betreut werden.

Zu den Maßnahmen äußerte sich auch der Sprecher des Knappschaftskrankenhauses in Dortmund, Klaus-Peter Wolter: „Es wurde umgehend und konsequent reagiert, die Maßnahmen wurden mit dem Gesundheitsamt abgestimmt.“ Zwei Bereiche, die nicht näher benannt werden, wurden komplett gesperrt. Auch zu der Schwere der Verläufe hat das Krankenhaus gegenüber RUHR24.de keine Angabe gemacht.

Knappschaftskrankenhaus in Dortmund: Stationen nach Corona-Ausbruch gesperrt

Außerdem wurden nach dem Corona-Ausbruch alle „Patienten und Mitarbeiter in den fraglichen Bereichen getestet“. Auch das Personal, das sich zwischen den Stationen bewegt, wurde getestet. Ebenso wie die Kontaktpersonen, die zudem unter Quarantäne gestellt und isoliert worden seien.

Doch das Knappschaftskrankenhaus in Dortmund ergriff noch weitere Maßnahmen. Darunter ein Aufnahmestopp in den betroffenen Stationen. „Fragliche Bereiche blieben und bleiben für Neuaufnahmen abgemeldet, bis zweifelsfrei Sicherheit für Neuaufnahmen dort besteht“, sagt Klaus-Peter Wolter. Vor der Wiederöffnung wird außerdem nochmal das Gesundheitsamt konsultiert.

Video: Impfungen für Krankenhaus-Mitarbeiter starten in Marl

Corona-Ausbruch in Dortmund: Knappschaftskrankenhaus ergreift Maßnahmen

Die Bereiche, die noch geöffnet sind, darunter die zentrale Notfallaufnahme und die Intensivstation, sind jedoch komplett vom Infektionsgeschehen getrennt. „Auch in weiteren Bereichen wie der Geburtshilfe stehen Leistungen in vollem Umfang zur Verfügung.“ Auch wa.de berichtete über den Corona-Massenausbruch im Dortmunder Krankenhaus.*

Das konsequente Einschreiten ist von Erfolg gekrönt: „Durch die getroffenen Maßnahmen wurde das Infektionsgeschehen offenbar erfolgreich eingedämmt.“ Seit dem 21. Januar sei kein neuer positiver Befund bei Patienten in diesem Rahmen aufgetreten, so der Krankenhaussprecher.

Nach Corona-Ausbruch: Andere Stationen im Knappschaftskrankenhaus in Dortmund bleiben geöffent

Wie es zu diesem Corona-Ausbruch im Knappschaftskrankenhaus in Dortmund-Brackel kam, konnte nicht final geklärt werden. Nach aktuellem Stand geht das Krankenhaus davon aus, dass es drei unabhängige Einträge von Infektionen gegeben habe.

Auch der Leiter des Gesundheitsamtes hat noch eine gute Nachricht: Nach bisherigen Informationen handelt es sich um keine neue Variante des Coronavirus, wie zum Beispiel die Mutation aus Brasilien. Dies bestätigte auch der Krankenhaus-Sprecher: „Es gibt keinen Hinweis darauf, dass neue Virusarten eine Rolle gespielt haben.“ *wa.de ist wie RUHR24.de Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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