Pandemie

Booster-Impfung nach vier Wochen: Dortmund klärt über Impfabstand auf

Die Stadt Dortmund hat am Dienstag Neues zum Coronavirus bekannt gegeben – und ein fatales Missverständnis zur Booster-Impfung ausgeräumt.

Dortmund – „Booster-Impfung schon vier Wochen nach der zweiten Corona-Impfung möglich“ – es ist diese Corona-News, die sich seit Montag (13. Dezember) wie ein Lauffeuer durch NRW und ganz Deutschland ausbreitet. Das Fatale: Die Regelung bzw. die Formulierung im entsprechenden Impferlass werde derzeit von vielen missverstanden, warnte die Stadt Dortmund in einer Pressekonferenz am Dienstag (14. Dezember).

Wochen-Inzidenz Dortmund267,9 (Stand: 14. Dezember)
7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz3,96
Anteil COVID-19-Patienten an betreibbaren Intensivbetten14,93 Prozent

Booster-Impfung nach vier Wochen: Dortmund stellt Missverständnis klar

Bislang galt: Zwischen der Zweitimpfung gegen Corona und der Booster-Impfung mussten fünf Monate vergangen sein. Mit Inkrafttreten des 12. Impferlasses des Landes NRW wurde diese Frist nun auf vier Monate verkürzt. Für bestimmte Personengruppen jedoch könnte dieser Abstand sogar auf vier Wochen verkürzt werden. Die Passage im Impferlass im Wortlaut lautet:

„Im Rahmen der Impfangebote der Kreise und kreisfreien Städte werden Auffrischungsimpfungen für Personen angeboten, bei denen die Grundimmunisierung fünf Monate zurückliegt. Personen, bei denen die Grundimmunisierung weniger als fünf Monate zurückliegt, sind jedoch nicht zurückzuweisen und ebenfalls zu impfen – sofern ein Mindestabstand von vier Wochen erreicht ist.“

Corona: Stadt Dortmund klärt Missverständnis zu Vier-Wochen-Impfabstand für Booster-Impfung

Wie Frank Renken, Leiter des Dortmunder Gesundheitsamts sagte, seien die vier Wochen zwischen der zweiten und der dritten (Booster-) Impfung allerdings eine Mindestgrenze nur für chronisch kranke Menschen. Diese könnten den Abstand zwischen der Zweitimpfung und der Booster-Impfung nach einer individuellen Beratung auf vier Wochen verkürzen lassen.

Die Regelung gilt laut NRW-Impferlass allerdings nur für „schwer immundefiziente Personen mit einer erwartbar stark verminderten Impfantwort“ bereits vier Wochen nach der 2. Impfstoffdosis. Diese Menschen, so Frank Renken, sollten allerdings nicht in einer Impfstelle geimpft werden, sondern durch einen Arzt, der die Impfung engmaschig kontrolliere (Hier weitere Corona-News aus NRW bei RUHR24 lesen).

Booster-Impfung nach vier Wochen hat laut Stadt Dortmund „keinen Vorteil“

Renken stellt klar: „Für alle anderen gilt unverändert, dass man nicht auf die Idee kommen sollte, sich vor den vier Monaten nach der abgeschlossenen Zweitimpfung boostern zu lassen. Es hat keinen Vorteil.“

Dr. Frank Renken ist Leiter des Gesundheitsamts der Stadt Dortmund und warnt vor einem Missverständnis in Sachen Booster-Impfung.

Renken bat gesunde Menschen deshalb darum, nicht auf die Idee zu kommen, sich alle vier Wochen gegen Corona impfen zu lassen. Renken: „Das stimmt nicht. Das gilt ausdrücklich nur für Menschen, die eine wie auch immer geartete Erkrankung haben, die das Immunsystem schwächt.“ Und selbst da sei es keine offizielle, allgemeine Empfehlung, sondern „eine ganz individuelle Entscheidung“, die abhängig sei vom jeweiligen Krankheitsbild.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24, Roland Gorecki/Dortmund-Agentur