Maßnahmen in der Pandemie

Dortmund: Große Corona-Änderung für Kitas tritt ab 14. März in Kraft

Viele Kinder haben sich in Dortmund bereits mit Corona infiziert. In Kitas führt das zu einer Regel-Änderung.

Dortmund – Unter dem Vorsatz „Kinder schützen, Betreuung sichern“ gab es nicht nur in Schulen, sondern auch in vielen Kitas präventive Pool-Testungen für alle Kinder. Corona-Infektionen sollten laut RKI so früh erkannt und eine weitere Verbreitung des Coronavirus in der Gruppe oder der gesamten Einrichtung verhindert werden. Nun sollen die Reihen-Tests aber wieder aus den Kitas in Dortmund und NRW verschwinden.

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Corona in Dortmund: Neue Teststrategie in NRW – Pool-Tests in Kitas ausgesetzt

Für viele Kinder ist es längst zur Routine geworden: Wattestäbchen in den Mund, eine Runde drauf rumlutschen und ab in das Sammelröhrchen. Das bange Warten betraf dann eher die Eltern, welches meist erst am nächsten Tag ein Ende fand: Ist der Pool meines Kindes positiv auf Corona? Oder negativ? Denn danach entschied sich bisher auch, ob das Kind weiter in der Kita betreut werden würde – oder nicht.

Mal traf es nur einzelne Kinder, im Falle eines gehäuften Auftretens von Corona-Infektionen konnten aber auch ganze Gruppen oder gleich ganze Einrichtungen geschlossen werden. Aufschluss darüber gaben stets die Ergebnisse des Lolli-PCR-Pooltests, der Kindern und Mitarbeitern in vielen Kitas regelmäßig angeboten wurde. Doch genau dieser soll der veränderten Teststrategie des Landes NRW folgend in Dortmunder Kitas ab dem 14. März ausgesetzt werden.

Grund für die Aussetzung der Pooltest, ist, laut einer Mitteilung der Stadt Dortmund, das rückläufige Infektionsgeschehen. Die sinkende Inzidenz, aber auch der Impffortschritt führt nicht nur dazu, dass viele ungeliebte Corona-Regeln fallen – auch das Shoppen wird wieder einfacher – die veränderte Lage macht es nun offenbar auch nicht mehr nötig, alle Kinder regelmäßig zu testen.

Dortmund: Coronalage in NRW entspannt sich – Pooltests zu aufwändig

Zudem sei auch mit einer steigenden „Genesenenstatus-Quote“ zu rechnen, so die Stadt. Der Anteil der Kinder und Erzieher, der sich mit Corona infiziert oder bereits infiziert hat – so erwartet es die Stadt – werde also weiter steigen. Der Status „Genesen“ gilt bis zu drei Monate nach durchgemachter Infektion. Eine Testung der Genesenen in diesem Zeitraum ist bereits jetzt nicht vorgesehen (mehr News rund um die Corona-Pandemie in NRW auf RUHR24).

Bei einem Pool Test wird nicht jeder Test einzeln ausgewertet.

Doch es gibt einen weiteren Grund, warum in den Dortmunder Kitas zukünftig auf die Pool-Testungen verzichtet werden soll: Bei Kindern sei ein milder Verlauf der Infektion mit der Omikron-Variante beobachtet worden. Auf ein so „aufwändiges Verfahren“ wie bei den PCR-Pooltestungen könne aufgrund dessen verzichtet werden, so Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger.

Gravierende Veränderungen der Pandemielage, wenn wie in den vergangenen Tagen die Corona-Inzidenz plötzlich wieder steigt, sollen dennoch weiter beobachtet werden, um die Entscheidung dann gegebenenfalls „im Licht dieser Entwicklung“ erneut zu überprüfen, so Schneckenburger weiter. Die neue Teststrategie soll bereits ab Montag (14. März) in den Kitas in NRW umgesetzt werden. Dann sollen Kita-Kinder, ebenso wie Schulkinder, nur noch regelmäßig zu Hause per Antigen-Schnelltest getestet werden.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte, Sebastian Gollnow/DPA; Collage: RUHR24