Es geht um Klimaneutralität

Dortmund: Aktivisten versperren Südwall – Polizei löst Demo auf

Aktivisten der Bewegung Extinction Rebellion besetzen die Kreuzung Südwall/Ruhrallee in Dortmund.
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Aktivisten der Bewegung Extinction Rebellion besetzen die Kreuzung Südwall/Ruhrallee in Dortmund.

In Dortmund wurde am Mittwoch (2. September) der Verkehr in der City stellenweise lahmgelegt. Aktivisten besetzten die Kreuzung Südwall/Ruhrallee.

  • In Dortmund haben Umweltaktivisten am Mittwoch eine große Kreuzung in der Innenstadt blockiert.
  • Die Aktion von Extinction Rebellion richtet sich an die Stadt Dortmund.
  • Der Verkehr in der City musste umgeleitet werden.

Update, Mittwoch (2. September), 21.22 Uhr: Dortmund - Die Polizei in Dortmund arbeitet mittlerweile daran, die Besetzung in der Innenstadt aufzulösen. Man habe den Aktivisten von Extinction Rebellion diverse Alternativvorschläge gemacht, um ihre Aktion an einem Ort fortzuführen, der weniger Verkehrsbeeinträchtigungen mit sich bringt. Diese wurden jedoch abgelehnt, heißt es auf Twitter.

Polizei löst Blockade in Dortmund auf und trägt Aktivisten weg

"Die Teilnehmer zeigten sich nicht kooperativ. Die Versammlung wurde daher von unserer Seite aufgelöst. Zurzeit haben die Personen die Möglichkeit, die Kreuzung freiwillig zu verlassen, bevor weitere polizeiliche Maßnahmen durchgeführt werden", schreibt die Polizei Weiter.

Da einige Teilnehmer die Versammlung am Südwall in Dortmund nicht freiwillig verlassen wollten, werden sie seit etwa einer halben Stunde nach und nach von den Polizeibeamten weggetragen. Dieselben Maßnahmen wurden bereits bei der Demo Anfang August im Kreuzviertel ergriffen.

Update, Mittwoch (2. September), 19.21 Uhr: Auf Twitter rät die Polizei, den Bereich Südwall, Ostwall, Kleppingstraße und Ruhrallee in Dortmund großräumig zu umfahren. Wegen der Blockade herrscht dort aktuell Stillstand im Straßenverkehr.

Umweltaktivisten blockieren Straßen in Dortmund: Verkehrschaos in der City

Wie die Ruhr Nachrichten berichten, ist mittlerweile auch ein Hubschrauber im Einsatz, um von der Luft aus den Überblick über die Aktion der Umweltaktivisten zu haben. Höhenretter seien ebenfalls angefordert worden, um die Demonstranten notfalls von dem Gerüst auf der Kreuzung sicher herunterzuholen.

Update, Mittwoch (2. September), 18.40 Uhr: Die Blockade des Südwalls in Dortmund ist derzeit im vollen Gange. Neben den rund 60 Aktivisten von Extinction Rebellion sind ebenfalls Beamte der Polizei vor Ort. Bislang läuft das Geschehen in der City offenbar friedlich ab.

Die Aktion trifft die Autofahrer in Dortmund mitten im Feierabendverkehr. Der Verkehr rund um die Kreuzung Südwall/Ruhrallee wird aktuell umgeleitet.

Erstmeldung, Mittwoch (2. September), 17.13 Uhr: In der City von Dortmund haben sich am Mittwoch (2. September) Umweltaktivisten breit gemacht. Sie besetzen aktuell die Kreuzung Südwall/Ruhrallee in der Dortmunder City. Der Verkehr auf den vier Zufahrten in der Innenstadt ist deshalb blockiert.

Dortmund: Aktivisten besetzen den Südwall in der City - Verkehr gestört

Die rund 60 Aktivisten der Bewegung Extinction Rebellion haben sich seit etwa 16.30 Uhr auf den Straßen eingefunden. Laut einer aktuellen Pressemitteilung der Gruppierung haben sie sich dabei an und auf einem über sechs Meter hohen Gerüst festgekettet, das in der Mitte der Kreuzung aufgestellt wurde.

Große Transparente, unter anderem mit den Aufschriften "Klimaneutral 2050? - Das ist echt die Höhe!", wollen sie die Botschaft der Protestaktion verdeutlichen. Konkret wolle man mit der friedlichen Aktion "zivilen Ungehorsams" nach eigenen Angaben auf die Klimakrise aufmerksam machen und "eine zügigere Wende zur Klimaneutralität der Stadt Dortmund" fordern.

Aktivisten blockieren Kreuzung in Dortmund - Forderung an die Stadt

"Bisher ist in Dortmund Klimaneutralität ab 2050 beschlossen. Dies ist angesichts der planetaren Notsituation, in der wir uns befinden, völlig unzureichend. Auch unsere letzte Aktion auf der Möllerbrücke am 01.08. konnte an der Dortmunder Blockadehaltung nichts ändern", so eine Aktivistin von Extinction Rebellion.

Aktivisten blockieren Straßen in der Innenstadt von Dortmund.

Damit das Anliegen der Umweltaktivisten nicht weiter ignoriert werde, habe man sich bewusst für eine Aktion in direkter Nähe von Rathaus und Stadthaus entschieden.

Aktivisten blockieren Kreuzung in Dortmund: Parteien sollen zur Klimaneutralität Stellung beziehen

Im Zuge der Aktion werden die Dortmunder Parteien in einem Brief aufgefordert, zu Fragen zu einer früheren Dortmunder Klimaneutralität Stellung zu beziehen. Die Aktivisten wollen die Straßenkreuzung in der Dortmunder City laut eigenen Angaben so lange blockieren, bis die Parteien zufriedenstellende Antworten geben.

"Die bisherigen Klimaziele der Stadt Dortmund widersprechen dem Pariser Klimaabkommen. Ebenso wie die Dortmunder RWE-Anteile und die Flughafen-Subventionen in dreistelliger Millionenhöhe. Jede Kommune ist in der Verantwortung die gravierenden Folgen der Klimakrise abzuwenden", sagt Aktivistin Lisa. (Mehr News aus Dortmund auf RUHR24.de)

Blockade in der Dortmunder City: Kritik am Vorhaben der Parteien

Die bisherigen Planungen der Stadt Dortmund sehen vor, den CO2-Ausstoß bis Ende 2020 um mindestens 40 Prozent, bis 2030 um mindestens 55 Prozent, bis 2040 um mindestens 70 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Im Jahr 2050 soll Dortmund klimaneutral sein.

Aktivisten blockieren Straßen in der Innenstadt von Dortmund.

"Wir fordern die Stadt Dortmund auf, 2025 klimaneutral zu werden", heißt es in dem Brief an die Dortmunder Parteien. Dortmund versage bei dem Versuch die selbst gesteckten Klimaziele zu erreichen, "die Verkehrswende bleibt immer noch aus und die Wahlprogramme der Parteien versprechen keine deutliche Besserung."

Dortmund: Extinction Rebellion fordert Bürgerversammlung

Die Forderung von Extinction Rebellion lautet deshalb: Es soll eine Bürgerversammlung, bestehend aus zufällig gelosten, aber repräsentativen Dortmundern, einberufen werden.

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