Verschiedene Themengärten

Dortmund: Große Pläne für die Innenstadt - beliebter Ort soll „grüne Oase“ bekommen

In der Innenstadt von Dortmund entsteht derzeit ein Gartenparadies. Was steckt hinter der grünen Oase?

Dortmund – Zugegeben: Der Westenhellweg oder der Ostenhellweg von Dortmund sind keine Orte, um die sich Insekten, Vögel und andere Tiere reißen würden. Und eine grüne Abschalt-Oase ist die City für Menschen eher auch nicht. Doch das soll sich jetzt ändern.

StadtDortmund
OrtOstenhellweg
Name der AktionGartenparadies Reinoldikirchplatz

Dortmund: Grüne Oase entsteht mitten in der Innenstadt

Bis zum 11. Juni entsteht im Herzen der Stadt, im Schatten der Reinoldikirche, das sogenannte „Gartenparadies Reinoldikirchplatz“. Gartenparadies? Mitten in Dortmund? Ja, richtig gelesen.

Azubis der Stadt Dortmund wollen dort auf mehreren Hundert Quadratmetern Themengärten zum Flanieren errichten. Sogar einen Getränkestand soll es am Gelände geben. Die Aktion soll vorerst bis September 2021 dauern.

Dortmund will mit „Gartenparadies“ an der Reinoldikirche die Bürger ermuntern

Die Stadt will damit nicht nur die Innenstadt verschönern, sondern indirekt einen weiteren Effekt erzeugen: „Über diesen Garten selbst ans Gärtnern zu kommen und etwas für die Stadt oder für sich zu tun“, so Dortmunds Umweltdezernent Ludger Wilde.

Vier Themengärten sollen südlich der Reinoldikirche entstehen:

  • „Gärtnern in der Großstadt“,
  • „Duft- und Rosengärten“,
  • „Märchenhaftes Refugium“ sowie
  • „Pflegeleicht und Ästhetisch“

Schilder an Beeten geben dort Orientierung. Die Gartenlandschaften formen sich aus unterschiedlich großen rechteckigen Hochbeeten – gebaut aus Holz und in verschiedenen Höhen. Auch ein kleines Wasserbecken wird Teil der Anlage, berichtet die Stadt.

Garten an der Reinoldikirche: TU Dortmund startete 2019 ähnliche Aktion

Ganz neu ist das Vorhaben nicht. Bereits zum Evangelischen Kirchentag 2019 gab es an gleicher Stelle eine ähnliche Aktion – allerdings von der TU Dortmund: das Stadt-Paradies Sankt Reinoldi“.

So sah das Projekt „Stadt-Paradies“ im Jahr 2019 vor St. Reinoldi aus.

Die Stadt Dortmund geht sogar einen Schritt weiter und verspricht weitere Pop-up-Oasen in der City. Wo genau, verrät sie noch nicht. Klar ist, dass die Aktionen auch dazu beitragen sollen, die Innenstadt von Dortmund nach der Pandemie wieder attraktiv zu machen.

Thomas Westphal fordert neue Nutzungen für die Innenstadt von Dortmund

„Wir brauchen neue Nutzungen im Herzen der Stadt. Da geht es um Einzelhandel, Wohnen, Kultur, Handwerk, Dienstleistungen und Gastronomie genauso wie um deutlich mehr Grün und Ruhe-Inseln“, fordert Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD).

Wie fast alle Innenstädte in Deutschland kämpft auch Dortmund gegen Ladenleerstände und die Konkurrenz durch das Internet. Experten fordern deshalb schon lange, Besucher durch eine gute Aufenthaltsqualität wieder verstärkt in die Citys zu holen.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24