DFB-Bewerbung um Weltmeisterschaft

Dortmund: BVB-Stadion soll wieder Austragungsort für Fußball-WM werden

Nach 2006 könnte das Westfalenstadion in Dortmund wieder Austragungsort einer Fußball-WM werden. Der DFB sondiert aktuell potenzielle Bewerber.

Dortmund – Nach der Fußball-WM 2006 und der bevorstehenden Fußball-EM 2024 könnte Dortmund 2027 erneut Austragungsort eines großen Fußball-Turniers werden. Das Westfalenstadion könnte dann Schauplatz der Frauen-Fußball-WM 2027 sein.

TurnierFIFA Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft 2027
Anzahl der Nationen32
BewerberBelgien, Niederlande, Deutschland (mit NRW)

Dortmund: Fußball-WM 2027 im BVB-Stadion möglich – Stadt bewirbt sich

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bewirbt sich zusammen mit Belgien und den Niederlanden um das Turnier – allerdings nicht mit Städten aus der gesamten Bundesrepublik, sondern „aus ökonomischen und ökologischen Gründen“ nur mit NRW-Städten. Es könnte 2027 also eine Frauen-WM in Belgien, Holland und NRW geben.

Als weitere potenzielle Bewerber für die WM 2027 stehen Chile, Dänemark, Island, Norwegen, Schweden, Südafrika sowie die USA im Raum.

Gesucht werden vier Städte in NRW, die als Austragungsort einiger WM-Spiele infrage kommen. Der DFB setzt dabei allerdings auf Stadien, die eine Mindestkapazität von 30.000 Plätzen haben. Das Stadion des BVB übertrifft diese Grenze bei weitem, passen bei Bundesligaspielen über 80.000 Menschen auf die Tribünen.

NRW neben Holland und den Niederlanden als Austragungsort der WM 2027 der Frauen

Weitere mögliche Stadien in NRW wären:

  • Gelsenkirchen: Veltins-Arena (62.271)
  • Düsseldorf: Merkur Spiel-Arena (54.600)
  • Mönchengladbach: Borussia-Park (54.022)
  • Köln: Rhein-Energie-Stadion (50.000)
  • Aachen: Tivoli (32.000)
  • Duisburg: Schauinsland-Reisen-Arena (31.500)
  • Leverkusen: BayArena (30.210)

Ob sich Dortmund als Stadion für die WM 2027 der Frauen tatsächlich bewerben soll, darüber muss der Rat der Stadt Dortmund entscheiden – und zwar in seiner Sitzung am 23. Juni. Die Verwaltung hatte einer Bewerbung zunächst eine Absage erteilt, weil Verpflichtungen gegenüber dem DFB und der FIFA „den Kreis der Geschäfte laufender Verwaltung überschreiten.“

WM 2027 in Dortmund: OB Thomas Westphal verhandelt mit DFB um Vertragsdetails

Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) ging in der Folge in Verhandlungen mit dem DFB und ließ sich zumindest eine mögliche Kündigung der Bewerbung Dortmunds zusichern, sollten die bislang unbekannten Forderungen der FIFA unzumutbar sein.

Fürchtet sich vor der Katze im Sack: Dortmunds OB Thomas Westphal (SPD) stellt Bedingungen für die Teilnahme Dortmunds an der Frauen-WM 2027.

Im Falle eines Zuschlags für die WM 2027 in Holland, Belgien und NRW würde die Stadt Dortmund bereits bestehende Planungsgruppen für die EM 2024 einfach weitere drei Jahre nutzen, bis zur Frauen WM 2027, wie aus einem Papier des Sportausschusses hervorgeht.

Durch die Teilnahme an der Frauen-Fußball-WM 2027 erhofft sich die Stadt Dortmund einen „Imagegewinn“ und die „Förderung des Frauenfußballs“.

Rubriklistenbild: © Laci Perenyi/Imago

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