Deutliche Konsequenzen für Fans

Westfalenhallen und BVB-Stadion: Stadt Dortmund plant große Veränderungen

Ein Pkw der Polizei Dortmund vor dem Signal Iduna Park des BVB und das Logo der Westfalenhallen
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Am BVB-Stadion und den Westfalenhallen will die Stadt Dortmund nun gegen Falschparker vorgehen.

Das BVB-Stadion und die Westfalenhallen Dortmund zu erreichen, dürfte bald für einige Fans schwieriger werden. Es gibt Änderungen im Umfeld – doch die haben auch Vorteile.

Dortmund - In Corona-Zeiten erinnern sich viele Fans gerne an die BVB-Spiele im heimischen Westfalenstadion oder an die Live-Konzerte in den Westfalenhallen Dortmund. Da dort aktuell keine Besucher erwartet werden, nutzt die Stadt Dortmund nun die Zeit für einen Umbau – der weitreichende Folgen für die Zukunft hat.

StadtDortmund
Fläche280,7 km²
Bewohner603.167
BundeslandNordrhein-Westfalen

Von BVB-Stadion über Westfalenhallen bis zum Westfalenpark: Stadt Dortmund bekämpft Falschparker

Bis man es zum Heimspiel von Borussia Dortmund oder zu den Veranstaltungen der benachbarten Konzerthallen geschafft hat, wartet auf einige Personen mit Eintrittskarte ein ungeliebtes Thema: die Parkplatz-Suche. Wer sich nicht in die U-Bahn quetschen möchte oder eine längere Strecke vor sich hat, versucht sein Glück bei der Anreise mit dem Auto. Dabei halten sich die Besucher nur selten an die Regeln. Das will die Stadt Dortmund künftig ändern.

Parkplätze sind oftmals Mangelware, wenn Borussia Dortmund im eigenen Stadion spielt. Viele Fans schaffen sich daher ihre eigenen Parkmöglichkeiten auf Grünflächen in der Nähe. Die Stadt geht nun dagegen vor.

Eigentlich gibt es rund um das BVB-Stadion, die Westfalenhallen und den Westfalenpark in Dortmund zahlreiche ungeschützte Grünflächen. Doch aufgrund von Falschparkern leiden diese besonders an Veranstaltungstagen. Daher soll dort das Abstellen des Pkw bald nicht mehr möglich sein. (Mehr News aus Dortmund bei RUHR24)

Parkplatz-Chaos an BVB-Stadion und Westfalenhallen: Welche Maßnahmen die Stadt Dortmund ergreifen will

Um eine weitere dauerhafte Schädigung zu verhindern und das Park-Chaos in Dortmund zu beenden, will die Stadt gleich mehrere Maßnahmen ergreifen. So sollen nicht nur neu bepflanzte Sträucher und Bäume auf den entsprechenden Flächen die Falschparker abhalten, sondern auch drastischere Maßnahmen.

Dazu gehört auch die Positionierung von Felsbrocken, Bügeln und Pfosten, wie die Stadt Dortmund in einer Pressemitteilung ankündigt. Wer am Heimspieltag des BVB zum Stadion gelangen möchte, muss dann die Bahn nehmen oder außerhalb parken bzw. auf den Parkplätzen rund ums Stadion oder die Westfalenhalle.

Das Heimspiel des BVB gegen Manchester City konnten Fans nur im TV und nicht live im Stadion schauen.

Andere Optionen zum Schutz der Grünflächen um das Stadion sind nach Ansicht der Stadt Dortmund senkrecht eingelassene Rundhölzer sowie Holzzäune oder Stahlgitter. An manchen Stellen sollen die Maßnahmen bereits Wirkung gezeigt haben.

Dortmund wird „grün“: mehr Bäume statt Falschparker

So hat die Grünfläche an der Ardeystraße/ Am Segen entlang des Gehwegs bereits eine dauerhafte Abgrenzung durch Bügel bekommen. Diese sollen bei der teils gärtnerisch großen Fläche aber „keine optische Einschränkung“ darstellen, schreibt die Stadt Dortmund.

Eine noch bessere Maßnahme wurde im Einmündungsbereich bei der Schönaustraße an der Ecke zu An der Palmweide getroffen. Dort finden sich auf der betroffenen Grünfläche mittlerweile gepflanzte Bäume statt falsch parkenden BVB-Fans.

Und genau darin sieht die Stadt Dortmund einen großen Vorteil. Denn durch die Bepflanzung der Grünflächen mit Bäumen soll die sogenannte Biodiversität gefördert und verbessert werden. Dadurch, dass die Grünflächen dort nicht von Pkw geschädigt werden, können „extensive Wiesen“ entstehen, wo Insekten neue Lebensräume finden.

Video: BVB-Heimspiel gegen Manchester City ohne Fans - und ohne Falschparker?

Aber nicht nur in direkter Nähe zu BVB-Stadion, Westfalenhalle und Westfalenpark sind die Pkw ein Ärgernis bei Großevents. Auch in den umliegenden Wohngebieten im Kreuzviertel, der Siedlung Schönau oder im Umfeld der Markgrafenstraße / Plauener Straße stören Falschparker und zerstören Natur-Flächen.

Das Projekt dauert zwar seine Zeit. Insgesamt zwei Jahre plant das Grünflächenamt für die Realisierung ein. Aber die Zuschauer müssen sich die Heimspiele des BVB, wie jüngst das Champions League-Spiel gegen Manchester City, bis auf Weiteres aufgrund der Corona-Maßnahmen sowieso Zuhause im TV anschauen statt live im Stadion. Daher dürfte sich die Zahl der falsch geparkten Autos aktuell in Grenzen halten.

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