Befragung von 8000 Menschen

Noten für Dortmund: Diese fünf Dinge ärgern Bürger am meisten

Bürger der Stadt Dortmund haben Noten für die Lebensqualität in der Stadt verteilt. Dabei stechen fünf Ärgernisse heraus. Doch es gibt auch Positives.

Dortmund – 8000 Dortmunder durften Lehrer spielen und in einer Befragung zur Lebensqualität in ihrer Stadt Noten vergeben. Rund 21.000 Menschen zwischen 16 und 80 Jahren hatte die Stadt Dortmund zuvor per Zufallsprinzip angeschrieben, 38 Prozent davon antworteten.

Erstmaliger Start der Bürgerbefragung in Dortmund2013
Name der BefragungWirkungsmonitor
ZielInformationen für Entscheider der Stadt

Dortmund: Bürger geben Stadt mittelmäßige Note für Lebensqualität

Die Stadt schneidet dabei in Sachen Lebensqualität eher mittelmäßig ab und bekommt die Schulnote 3,2. Damit verschlechtert sie sich im Vergleich zum Vorjahr etwas. Damals lag der Notenschnitt noch bei 3,1. Schon 2018 hatte eine Studie des Marktforschungs-Institut Prognos Dortmund im Vergleich mit anderen Städten eine eher schlechte Lebensqualität attestiert.

Auffällig: Im eigenen Viertel empfinden die Dortmunder die Lebensqualität im Schnitt etwas besser (Durchschnittsnote 2,7) als in der Gesamt-Stadt.

Dortmund: Hombruch bekommt beste Note, die Nordstadt die schlechteste

Dabei fühlen sich die Menschen im Dortmunder Süden offenbar am wohlsten. In Hombruch etwa vergaben die Teilnehmer der Befragung eine 2,2. Damit liegt der Stadtbezirk auf dem Spitzenplatz in Dortmund. Am schlechtesten schneidet die Nordstadt mit einem Notenschnitt von 3,7 ab.

Der Botanische Garten „Rombergpark“ liegt an der Stadtbezirksgrenze zwischen Hombruch und Hörde und ist Anlaufpunkt für viele Dortmunder.

In den sogenannten „Detailbewertungen“ zeigt sich indes, was den Dortmundern am besten an ihrer Stadt gefällt – und was am schlechtesten. Am schlechtesten bewerteten die Bürger folgende fünf Dinge:

  • Erreichbarkeit und Sauberkeit der öffentlichen Toiletten
    (Note: 4,5 bzw. 4,3)
  • Ausbau/Zustand der Radwege
    (Note: 4,3)
  • Straßenbau/Straßenzustand
    (Note: 4,3)
  • Angebot preisgünstiger Wohnungen
    (Note: 4,3)
  • Baulandangebot
    (Note: 4,2)

Die beste Bewertung gab es indes für diese fünf Aspekte:

  • Sicherheit tagsüber in meinem Wohnviertel
    (Note: 2,3)
  • Sicherheit tagsüber auf meinen Wegen
    (Note: 2,4)
  • Angebot an Krankenhäusern
    (Note: 2,5)
  • Einkaufmöglichkeiten in der City
    (Note: 2,5)
  • Angebot Bibliotheken
    (Note: 2,5)

Auffällig: Unter den Befragten gab es eine Unterrepräsentation ausländischer Staatsangehöriger sowie von Menschen unter 39 Jahren. Hätten mehr Menschen aus dieser Gruppe teilgenommen, wären die Ergebnisse unter Umständen anders ausgefallen. Im Falle der aktuellen Befragung der Stadt Dortmund war der Großteil der Befragten also 40 Jahre und älter sowie deutsch.

Die Stadt will anhand der Ergebnisse der 2013 gestarteten Befragung entsprechende Maßnahmen ergreifen. Die Politik bekommt indes eine Rückmeldung zu ihrem Handeln – und kann auf Verärgerung reagieren.

Rubriklistenbild: © Jochen Tack/Imago; Fotograf unbekannt/stock&people/Imago; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24

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