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Dortmund will 160-Meter-Brücke für 10 Millionen Euro bauen

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Von: Julia Bremken

Dortmund plant ein neues Millionenprojekt, welches nicht nur Schauplatz einer Weltausstellung wird, sondern auch eine Investition in die Zukunft ist.

Dortmund – Im Jahr 2027 wird Dortmund Teil des größten Gartenfestivals der Welt - der internationalen Gartenausstellung (IGA). Auch wenn es bis dahin noch knapp vier Jahre sind, laufen die Planungen und Vorbereitungen auf Hochtouren. Eine 160 Meter lange Brücke soll zwar für die Gartenausstellung gebaut werden, darüber hinaus aber auch die Wünsche der Bürger erfüllen. Wie das Zukunftsprojekt aussehen soll, berichtet RUHR24.de.

Neue Brücke für Dortmund soll Wünsche der Bürger erfüllen: Hier soll der „Haldensprung“ entstehen

Nördlich der Kokerei Hansa im Stadtteil Dortmund-Huckarde soll eine 160 Meter lange Brücke, die Halde Deusenberg mit dem Stadtteil Huckarde verbinden. Deshalb trägt sie auch den Namen „Haldensprung“.

Fußgänger und Radfahrer können dann die Gleisanlagen im Westen des Deusenbergs problemlos überwinden. Schließlich sei dies
„innerhalb der Bürgerschaft seit vielen Jahren ein Thema“, wie die Stadt Dortmund erklärt (mehr zu Freizeit in Dortmund bei RUHR24).

Dortmund plant Millionen-Brücke im besonderen Design mit Anschluss an den Emscher-Radweg

Designtechnisch wird die neue Brücke „Haldensprung“ ein echter Hingucker. Gestalterisch soll sie sich nämlich „am Industriestil des
Kokereigeländes mit Stahlfachwerk-Konstruktionen orientieren und diesen in heutige Bauweisen überführen“, erklärt die Stadt. Auch die Zugänge der Brücke sollen barrierefrei gestalten werden.

Besonders für Radfahrer ist aber auch noch der direkte Anschluss an den Emscher-Radweg interessant. Denn dieser führt mit 100 km Länge quer durch das Ruhrgebiet entlang der Emscher.

Die besondere Optik hat aber auch ihren Preis. Fast 10 Millionen Euro soll die 160 Meter lange Industriebrücke in Dortmund kosten. Mehr als die Hälfte, rund 6 Millionen Euro, kommen aus der IGA-Festbetragsförderung vom Landesministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW.

Dortmund bekommt neuen „Zukunftsgarten“ für das größte Gartenfestival der Welt

Final entschieden ist der Bau des „Haldensprungs“ aber noch nicht. „Sofern der Rat der Stadt der Empfehlung des Verwaltungsvorstandes folgt“, sieht die Stadt Dortmund den Start der Bauarbeiten ab Januar 2024 vor. Bis zur IGA 2027 muss die Brücke dann fertiggestellt werden, da sie das zentrale Element im „Zukunftsgarten“ Dortmund sein soll.

Lange wurde an den Plänen für die IGA in Dortmund gefeilt. Das bereits 2020 gewählte Konzept klingt gigantisch: Um die Kokerei Hansa soll ein ganzer Park entstehen. Die Highlights sind ein großer „Wolkenspielplatz“ mit Nebelbildung und der „Haldensprung“.

Beide Elemente sind Teil des „Zukunftsgarten“ in Dortmund. Insgesamt sollen es im Jahr 2027 auf der IGA ganze fünf Zukunftsgärten im Ruhrgebiet geben. Sie sind das Highlight der Ausstellung und sollen laut dem Regionalverband Ruhr „nachhaltige Lösungen für die Zukunftsfragen unserer Städteregion“ vorstellen.

Weltgartenschau im Ruhrgebiet: Dortmund ist nur einer der fünf Hauptschauplätze

Unter dem Motto „Wie wollen wir morgen leben?“ kommt im Jahr 2027 die IGA in die Metropole Ruhr. Und das direkt mit einer Besonderheit: Bisher fand die IGA immer an einem Standort statt. Da es aber so gut zum Ruhrgebiet passt, findet sie zum ersten Mal an verschiedenen Orten statt.

Die Städte Gelsenkirchen, Duisburg, Dortmund, Castrop-Rauxel, Recklinghausen und Bergkamen sowie Lünen werden die Hauptschauplätze mit ihren jeweiligen Zukunftsgärten.

Im Kreis Recklinghausen und in Bergkamen sowie Lünen wird der Eintritt in die Zukunftsgärten kostenlos sein. In den drei anderen Städten müssen die Besucher für die Besichtigung der Ausstellung zahlen, erklärt die Stadt Dortmund.

Gewinner des IGA-Wettbewerbs: Ein Haldensprung soll die Kokerei mit dem Deusenberg in Dortmund verbinden.
Ein Entwurf der Brücke „Haldensprung“, welche die Kokerei mit dem Dusenberg in Dortmund verbinden soll. © bbz landschaftsarchitekten berlin gmbh

Mehr als nur ein „regionales Großereignis“: Dortmund sieht Weltgartenschau als Investition in die Zukunft

Die Projekte für die internationale Gartenschau seien mehr als nur ein „regionales Großereignis“. Sie sind ein Teil der Stadtentwicklung und verknüpfen bereits „vorhandene Potenziale in den Stadtteilen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Dortmund.

Außerdem soll die IGA dazu beitragen, dass sich die Menschen im Ruhrgebiet „stärker mit ihrer Region identifizieren und sich dafür engagieren, ihre Heimat noch lebenswerter zu gestalten“. Der Regionalverband Ruhr möchte zeitgleich mit der Ausstellung „für die grünste Stadtlandschaft der Welt sorgen“.

Für mehr grün wurde kürzlich auch im Westfalenpark gesorgt. Die Stadt Dortmund pflanzte hier neue „Superbäume“, die nicht nur der Umwelt, sondern auch den Bewohner etwas Gutes tun sollen.

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