Halbe Innenstadt betroffen

Dortmunder Mega-Evakuierung: Stadt ändert plötzlich Pläne – Hunderte Menschen betroffen

In Dortmund werden mehrere Blindgänger vermutet.
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In Dortmund werden mehrere Blindgänger vermutet.

Weil in der Innenstadt von Dortmund mehrere Blindgänger vermutet werden, muss im August die halbe City evakuiert werden. Tausende Menschen sind betroffen.

Update, Mittwoch (4. August), 18 Uhr: Dortmund – Bei der großen Evakuierung am 15. August in der Innenstadt von Dortmund gibt es eine weitreichende Änderung, wie die Stadt am Mittwoch (4. August) mitteilte. So habe sich der Evakuierungsradius geändert, weil sich der Verdacht auf einen der vier vermuteten Blindgänger nicht erhärtet habe. Demnach sind nun 800 Anwohner weniger von der Evakuierung betroffen. Insgesamt sind nun 9200 statt wie ursprünglich geplant 10.000 Menschen von den Maßnahmen betroffen.

Unverändert liegen drei Senioreneinrichtungen und die JVA im Radius. Zum jetzigen Stand gibt es nur noch drei Bomben-Verdachtspunkte in der Stadt. Hier ist der aktualisierte Evakuierungsradius:

Es gibt nun noch drei Verdachtspunkte in der City, die am 15. August überprüft werden sollen.

Die drei Verdachtspunkte befinden sich im nördlichen Bereich des Schwanenwalls. Und zwar hier:

  • Schwanenwall / Geschwister-Scholl-Straße
  • Schwanenwall / Höhe Milchgasse
  • Schwanenwall / Höhe Platz von Novi Sad

Alle betroffenen Haushalte erhalten ab Montag (9. August) einen Info-Flyer, in dem die aktuellen Informationen zusammengestellt sind. Gaststätten, Gewerbebetriebe und Hotels müssen ebenfalls am 15. August ab 8 Uhr geschlossen sein. DSW21 und die Deutsche Bahn veröffentlichen ebenfalls noch aktuelle Fahrbahninformationen für den 15. August. Hier gibt es einen ausführlichen Artikel zum veränderten Evakuierungsplan der Stadt Dortmund.

Erstmeldung, Mittwoch (21. Juli), 15.50 Uhr: Dortmund – In Dortmund steht die nächste Mega-Evakuierung an: Am Schwanenwall in der Innenstadt werden an gleich vier Stellen Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet. Für den Fall, dass sich der Verdacht bestätigt, müssen Mitte August vorsorglich wohl tausende Menschen ihre Wohnungen verlassen.

StadtDortmund, NRW
KriseBlindgänger-Fund
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Dortmund: Mega-Evakuierung im August – Tausende Anwohner in der Innenstadt betroffen

Zuletzt musste die Innenstadt von Dortmund 2020 wegen Blindgängern im Klinikviertel evakuiert werden. Damals waren rund 14.000 Menschen betroffen. Die Anwohner in der Innenstadt-Ost erwartet jetzt eine ähnliche Situation, teilt die Stadt Dortmund am Mittwoch (21. Juli) mit.

Radius der Evakuierung in Dortmund am 15. August 2021.

Wie viele Menschen diesmal betroffen sind, geht aus der Mitteilung der Stadt Dortmund nicht hervor. Die Zahl dürfte aber ebenfalls in die Zigtausende gehen, da der Radius der Evakuierung (PDF) recht groß ist. Bis es so weit ist, dauert es aber noch eine Weile.

Das geplante Datum für die Evakuierung in der östlichen Innenstadt von Dortmund ist:

  • Sonntag, der 15. August 2021.

Dabei handelt es sich um einen möglichen Termin am letzten Sonntag der Sommerferien in NRW.

Dortmund: Bomben am Schwanenwall vermutet – große Evakuierung nötig

Klar ist bislang nur: „Der Verdacht auf Blindgänger hat sich an drei Stellen erhärtet“, teilt die Stadt mit. An einer Stelle am Schwanenwall müsse noch sondiert werden. Das bedeute aber nicht, dass dort auch wirklich Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg liegen.

Diese Bereiche in Dortmund sind Verdachtspunkte für Blindgänger:

  • Schwanenwall und Geschwister-Scholl-Straße
  • Schwanenwall und Milchgasse
  • Schwanenwall und „Platz von Novi Sad“
  • Stiftstraße in Höhe des Parkhauses

Um sicher sagen zu können, ob dort wirklich Blindgänger liegen, müsse der betroffene Bereich vorsichtig aufgegraben werden. Weil dann sofort entschärft werden muss, ist es nötig, die Anwohner vorher aus der Gefahrenzone zu bringen. Bis dahin müssen jedoch noch Vorbereitungen getroffen werden.

Mega-Evakuierung in Dortmund: Hauptbahnhof, Gericht und Innenstadt betroffen

Die Stadt Dortmund plant nun, alle Verdachtspunkte am 15. August zu überprüfen und die Blindgänger direkt unschädlich zu machen. Mehr als vier Verdachtspunkte seien an einem Tag auch für den Kampfmittelräumdienst nicht zu bewältigen, teilt die Presseabteilung mit.

Auch der Wall in der Innenstadt von Dortmund wird gesperrt.

Der Bereich um die Verdachtsorte am Wall in Dortmund muss dazu großflächig geräumt werden. Hiervon ist dann jedoch nicht nur der Verkehr am Wall betroffen. Die Evakuierung hat auch Auswirkungen auf die halbe Innenstadt von Dortmund mit Restaurants, Cafés und Hotels.

Im Evakuierungsradius liegen unter anderem:

  • Gleise zum Hauptbahnhof Dortmund
  • Mehrere Stadtbahn-Stationen
  • Reinoldikirche
  • Landgericht und Staatsanwaltschaft
  • JVA Dortmund
  • mehrere Schulen

Die betroffenen Anwohner werden mit Flugblättern, über die Medien und die Homepage der Stadt Dortmund mit Informationen versorgt. Auch Hotels und Gastronomiebetriebe im Krisenbereich werden zeitnah informiert.

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