Blindgänger-Verdacht

Dortmund: Mega-Evakuierung Mitte August hat massive Auswirkungen auf Hotels und Gastro

Am Wall in Dortmund werden mehrere Blindgänger vermutet. Für Mitte August müssen daher große Teil der Innenstadt evakuiert werden. Auch Gastronomie und Hotels sind davon betroffen.

Dortmund – Meistens werden Blindgänger in Dortmund rasch entschärft. Diesmal ist das anders. Auch, weil noch gar nicht klar ist, ob am Schwanenwall überhaupt Bomben liegen und falls doch, wie viele es sind. Wegen der Suche nach Blindgängern evakuiert die Stadt Dortmund am 15. August (Sonntag) daher einen großen Teil der Innenstadt.

VorfallBlindgänger
FundortSchwanenwall
Evakuierungvsl. 15. August 2021

Dortmund: Blindgänger-Verdacht in der Innenstadt sorgt für Mega-Evakuierung im August

Das sorgt nicht nur bei vermutlich tausenden Anwohnern in der nördlichen und östlichen Innenstadt für einen ungeplanten Tag im Freien oder bei Freunden und Bekannten. Auch zahlreiche Gastronomiebetriebe und Hotels in der City von Dortmund sind von der Evakuierung betroffen. Die Maßnahmen sind drastisch, wie aus einer E-Mail des Ordnungsamts hervorgeht, die RUHR24 vorliegt.

Demnach müssen an besagtem Sonntag ab 8 Uhr nicht nur alle Anwohner im Gefahrenbereich ihre Wohnungen verlassen haben. Auch die Betriebe in der Innenstadt von Dortmund können demnach an diesem Tag nicht geöffnet werden oder müssen bis spätestens 8 Uhr geräumt sein.

Radius der Evakuierung in Dortmund am 15. August 2021.

Eine detaillierte Karte des aktuellen Evakuierungsbereichs in Dortmund gibt es hier (PDF; 8,2 MB).

Blindgänger in Dortmund: Gastronomie, Hotels und Parkhäuser betroffen

Das trifft zahlreiche Unternehmen in der Innenstadt. Auch wenn am Sonntag für Gastronomen eher mit weniger Laufkundschaft zu rechnen sein dürfte, bedeutet das dennoch weniger Einnahmen, als gewohnt.

Noch problematischer dürfte die Lage für Hoteliers in der City sein. Denn wenn hier überhaupt Übernachtungen von Samstag auf Sonntag gebucht werden, müssen die Gäste spätestens um 8 Uhr aus dem Haus sein. Denn Ziel der Stadt Dortmund ist es, die Menschen zur Evakuierung möglichst aus der Sperrzone herauszuhalten.

Bomben aus Weltkrieg in Dortmund-City vermutet: Diese Einrichtungen werden evakuiert

Betroffen sind von der geplanten Evakuierung am 15. August (Sonntag) demnach folgende Einrichtungen im Radius von rund 500 Metern um den jeweiligen Verdachtspunkt:

  • Gastronomiebetriebe
  • Hotels und Pensionen
  • Parkhäuser
  • Stadtbahn-Haltestellen
  • Bushaltestellen

Wer seinen Wagen in einem 24-Stunden-Parkhaus abstellt, sollte sich also lieber vorher einen anderen Stellplatz suchen, sofern er das Auto an besagtem Sonntag nutzen möchte.

Wie auch bei der Mega-Evakuierung im Januar 2020 im Klinikviertel werden Polizei, Feuerwehr und Sicherheitsdienste prüfen und sicherstellen, dass vor der Entschärfung möglicher Bomben alle Menschen das Evakuierungsgebiet verlassen haben. Eine Evakuierungsstelle soll in Dortmund-Scharnhorst eingerichtet werden.

Dortmund: Riesige Evakuierung in der Innenstadt wegen Bomben-Verdacht – so groß ist die Sperrzone

Die Sperrzone in Dortmund ist vergleichsweise groß. Das liegt auch daran, dass am Wall in der Innenstadt gleich drei große Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet werden.

Grob kann man beim Evakuierungsradius in Dortmund diese äußeren Grenzen anlegen:

  • Norden: Burgtor, Heiligegartenstraße Ecke Krimstraße und Oestermärsch Ecke Bleichmärsch
  • Osten: Hamburger Straße 51, Kaiserstraße 70, Syndikusweg 36
  • Süden: Heiliger Weg 38, Olpe Ecke Kleppingstraße
  • Westen: Alter Markt, Kampstraße Ecke Hansastraße, Burgtor

Welche Gebäude auf dem Evakuierungsradius liegen und welche Hausnummern genau geräumt werden müssen, will die Stadt Dortmund noch bekannt geben.

Rubriklistenbild: © Sabrina Wagner/RUHR24, Friso Gentsch/dpa; Collage: RUHR24