Schüsse

Ausgeschaltete Bodycams der Polizei in Dortmund sorgen für Widersprüche

Schutzausrüstung Polizei
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Ein Polizeibeamter trägt eine Bodycam und eine SK1-Schutzweste.

Der Fall beschäftigt aktuell ganz NRW. Ein Jugendlicher wird von der Polizei niedergeschossen, unter anderem weil er die Beamten mit einem Messer bedroht habe.

Dortmund – Um herauszufinden, warum die Antwort der Polizei eine Maschinenpistole war und Mohammed D. sterben musste, wären Aufnahmen der Bodycams interessant gewesen. Allerdings waren diese beim Einsatz am 8. August in Dortmund ausgeschaltet. Das Innenministerium hat die Entscheidung der Beamten nun verteidigt (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Tödliche Schüsse in Dortmund – Widerspruch wegen Bodycams?

Wie eine Sprecherin des Innenministeriums den Ruhr Nachrichten mitteilte, gibt es Gründe, warum die Bodycams auch in so einem Fall ausgeschaltet bleiben. Bei Suizidgefahr zum Beispiel werden meist keine Aufnahmen gemacht. Ob die Beamten mit Absicht die Kameras ausgeschaltet ließen, oder es in der stressigen Situation schlichtweg vergessen haben, ist unklar.

Laut dem Innenministerium schließen sich beide Gründe auch gar nicht aus. Demnach könnten die Beamten aus Dortmund die Kameras zu Beginn ausgeschaltet gelassen haben, wegen der Suizidgefahr und dann später vergessen haben, sie einzuschalten. Gegen mindestens einen Beamten wird wegen der tödlichen Schüsse aktuell ermittelt.

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