Gewaltsame Auseinandersetzung

Heftige Vorwürfe gegen Bierkönig Dortmund nach Bierkrug-Attacke - Gäste erleiden schwere Kopfverletzungen

Das Anton&#39s Bierkönig in der City von Dortmund wurde Schauplatz einer heftigen Schlägerei
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Das Anton's Bierkönig in der City von Dortmund wurde Schauplatz einer heftigen Schlägerei

Eine Party im Bierkönig Dortmund endete am Samstag (14. Dezember) für zwei Gäste mit großen Platzwunden am Schädel. Ihnen wurden Bierkrüge auf den Kopf geschlagen.

  • Ein Unbekannter schlug zwei Partygästen am Samstag (14. Dezember) im Bierkönig in Dortmund mehrfach einen Bierkrug auf den Kopf.
  • Laut Betreiber gibt es keine Kameraaufzeichnungen von dem Vorfall.
  • Zeugen und andere Partygäste bezweifeln, dass der Club nicht Videoüberwacht wird.

(Achtung, am Ende des Textes wurden Fotos eingefügt, die die Verletzungen eines Opfers der Attacke zeigen. Sie könnten verstörend wirken.)

Update, Dienstag (17. Dezember), 13.40 Uhr: Dortmund - Inzwischen hat der Bruder des zweiten Opfers von der Bierkrug-Attacke im Bierkönig Dortmund gegenüber RUHR24 bestätigt, dass sein Bruder in der Nacht zwei Platzwunden davontrug. Die größere Platzwunde sei gut vier Zentimeter lang, die kleinere drei Zentimeter. Zudem erlitt er eine Gehirnerschütterung und eine Schädelprellung und ist derzeit arbeitsunfähig.

Erstmeldung, Dienstag (17. Dezember), 11.45 Uhr: Es sind grauenhafte Fotos, die zwei Partygäste am Montag (16. Dezember) auf Facebook posten: Blutige Platzwunden am Kopf, ein Foto zeigt eine riesige Narbe, mit vielen, großen Stichen genäht. Die Wunden sollen von einer Auseinandersetzung am Samstag (16. Dezember) in Anton's Bierkönig in Dortmund stammen.

Brutale Attacke in Anton's Bierkönig Dortmund 

Dabei scheint "Auseinandersetzung" für die Opfer der Attacke den Vorfall kaum richtig zu beschreiben. Denn wie es einer der beiden beschreibt, handelte es sich eher um einen unvermittelten Angriff. Denn vor der Attacke im Bierkönig Dortmund soll es weder Streit noch Prügelei gegeben haben. Stattdessen soll "ein feiger Pisser im Vorbeigehen" seinen Bierkrug drei bis viermal auf den Kopf der beiden Opfer geschlagen haben. 

So beschreibt es zumindest Birol Ü. in einem Facebook-Beitrag, einer der beiden, der die Party mit Platzwunde am Kopf verließ. Dabei sei die Attacke bei ihm noch glimpflich verlaufen. Seine Cap habe ihn ein wenig geschützt. Auch deshalb habe er nur eine - im Vergleich zu seinem Kumpel - kleine Platzwunde davongetragen.

Polizei Dortmund bestätigt Angriff im Bierkönig

Auch die Polizei bestätigte den Vorfall gegenüber RUHR24. Als die Polizei Samstagnacht gegen 1.25 Uhr am Tatort am Bierkönig Dortmund eintraf, sei die Auseinandersetzung aber bereits vorüber gewesen. Einen Hinweis auf einen Tatverdächtigen gäbe es bislang nicht.

"Beide Opfer der Attacke, ein 23- und 24-Jähriger aus Dortmund, sind vor Ort im Krankenwagen behandelt worden und anschließend in ein Krankenhaus gebracht worden", so ein Sprecher der Polizei gegenüber RUHR24. Bei einem der Opfer habe sogar der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung vorgelegen.

Dortmund: Täter aus Bierkönig bleibt unerkannt

Dabei könnte es sich um den Kollegen handeln, den auch Birol Ü. in seinem Post erwähnt. Den geposteten Fotos nach zu urteilen, musste der mit mehreren Stichen genäht werden. Fast von der Stirn bis zum Hinterkopf zieht sich eine große, heftige Naht über seinen Schädel. 

Dass vom Täter jede Spur fehlt, scheint für die Verletzten unverständlich. Denn zu der brutalen Bierkrug-Attacke sei es mitten auf der Tanzfläche, umringt von vielen anderen Partygästen, gekommen. Nico, der Bruder des einen Opfers, rief daher auf Facebook Zeugen auf, sich zu melden. 

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In seinem Post wirft Nico zudem den Betreibern des Bierkönigs vor, sich zu wenig an der Aufklärung des Vorfalls zu beteiligen und sogar seine Posts zu der Attacke zu löschen. Sein Vorwurf: Kamerabilder von der Attacke, die es seiner Ansicht nach geben müsste, seien bisher nicht aufgetaucht.

Noch am Montagnachmittag (16. Dezember) äußerte sich auch der Bierkönig Dortmund zu dem Vorfall. In einem Post auf Facebook beteuern die Betreiber aber, dass es "keine Videoaufnahmen von dem Zwischenfall" gäbe. Auch, wenn Gerüchte anderes behaupteten. 

Anton's Bierkönig Dortmund: Keine Kameraaufzeichnungen

Weiter heißt es in dem Beitrag: "Wenn es Videomaterial geben würde, hätten wir dieses selbstverständlich bereits an die Polizei übergeben". Auch der Sprecher der Polizei ist sich sicher: "Wenn es Aufnahmen gibt, werden die den Kollegen für die weitere Ermittlung zu Verfügung gestellt."

Ob es nur keine Aufnahmen von dem Vorfall im Speziellen gibt oder die Tanzfläche per se nicht Videoüberwacht wird, bleibt unklar. Derweil lassen mehrere Posts ehemaliger Mitarbeiter des Bierkönigs aber vermuten, dass der gesamte Club permanent von mehreren Kameras überwacht wird. So schreibt Pia F. in einem Post: "Überall sind Kameras! Sie zeichnen alle auch auf, selbst hinter der Theke sind Kameras damit sie das Personal beobachten können". 

Bierkönig Dortmund: Eskalation in den Partynächten

Andere Nutzer auf Facebook gehen sogar noch weiter. Sie werfen den Angestellten des Bierkönigs in Dortmund vor, die Situation in den Partynächten längst nicht mehr im Griff zu haben. Immer wieder würde es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen, bei denen die Sicherheitskräfte nicht, oder nur ungenügend einschreiten würden.

Auf eine Anfrage von RUHR24 über eine Stellungnahme zu dem Vorfall haben die Betreiber von Anton's Bierkönig in Dortmund bisher nicht geantwortet.

So sah eines der Opfer nach der Attacke mit den Bierkrügen aus:

Dieser Mann wurde in eine Schlägerei verwickelt und erlitt schwere Kopfverletzungen.

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