Betrüger nutzte Störungen aus

Festnahme nach schwerem Betrug! Täter aus Dortmund nutzen Schwachstelle der Deutschen Bahn

In Dortmund wurde heute ein Mann nach folgenschwerem Betrug an der Deutschen Bahn festgenommen.
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In Dortmund wurde heute ein Mann nach folgenschwerem Betrug an der Deutschen Bahn festgenommen.

In Dortmund haben drei Männer Störungen bei der Bahn geschickt genutzt. Sie betrogen das Unternehmen um rund 200.000 Euro. Jetzt kam es zur Festnahme.

  • Mit einem Trick nutzten die Betrüger eine Schwachstelle der Deutschen Bahn aus.
  • Zum Einsatz kam dieser immer, wenn es bei der Bahn eine Störung gab.
  • Am Betrug in Dortmund waren ein Mitarbeiter der Bahn und zwei Taxifahrer beteiligt.

Update, Montag (2. März), 20.30 Uhr: In Dortmund gab es heute (2. März) gegen 16 Uhr eine Festnahme. Wie diePolizei in einer gemeinsamen Meldung mit der Staatsanwaltschaft Dortmund mitteilte, stand der 56-jährige Mann im Verdacht an dem Betrug an der Deutschen Bahn beteiligt gewesen zu sein.

Nach Betrug bei der Bahn: Festnahme in Dortmund

Obwohl das Verfahren schon eine Weile läuft, kam es erst Montag (2. März) im Rahmen der laufenden Ermittlungen zu der Festnahme des Dortmunders. Im Verlauf der vergangenen Tage hatte sich der Verdacht der Fluchtgefahr, was die Bundespolizei der Staatsanwaltschaft mitteilte. Das Amtsgericht gab heute dem Untersuchungshaftbefehl statt, woraufhin die Beamten den 56-Jährigen in seiner Wohnung dingfest machen.

Nach Stand der aktuellen Ermittlungen beläuft sich der Sachschaden inzwischen auf rund 200.000 Euro, statt der anfänglich geschätzten 156.000 Euro. 

Erstmeldung, Freitag (13. Dezember), 10.45 Uhr: Es muss immer wieder nach dem gleichen, für die Betrüger erfolgreichen Schema abgelaufen sein: Wenn es eine Störung bei der Bahn gab, stellte sie unrechtmäßig Taxigutscheine aus. Am Ende ergaunerten die drei Tatverdächtigen aus Dortmund und Herten so ganze 156.000 Euro.

Dortmund: Betrug bei der Bahn 

Seit mehreren Monaten ermittelt die Staatsanwaltschaft Dortmund und die Bundespolizei schon gegen die drei mutmaßlichen Betrüger. Es steht der Verdacht des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs im Raum.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein 25-jähriger Servicemitarbeiter der Bahn aus Dortmund. Der Mitarbeiter der Deutschen Bahn soll immer wieder unrechtmäßig Taxigutscheine ausgestellt haben. Und zwar immer dann, wenn es eine Störung - also verspätete Züge oder Zugausfälle - bei der Bahn gab.

Dortmund: Taxigutscheine mit Bahn abgerechnet

Die ausgestellten Taxigutscheine gelangten aber nie in die Hände von Bahnreisenden. Stattdessen reichte der Angeklagte sie an zwei 24- und 46-jährige Taxifahrer weiter, die als selbstständige Taxiunternehmer in Dortmund arbeiten. Später wurden die Taxigutscheine zwar in vollem Umfang mit der Bahn abgerechnet - eine Taxifahrt fand aber wohl niemals statt.

Lange blieben die Betrüger mit ihrer Masche erfolgreich. Ihr Trick: Die Taxigutscheine wurden von dem Servicemitarbeiter immer während eines Störungsfalls ausgestellt, wie kürzlich bei der Evakuierung eines Zuges in Gevelsberg. Also immer dann, wenn es absolut plausibel war, dass Reisende die Gutscheine tatsächlich hätten abfragen können.

Taxifahrer in Dortmund erhielten Gutscheine der Bahn

So erschwindelten die Betrüger nach und nach 156.000 Euro - für Taxifahrten, die sie bei der Bahn abrechneten, die aber nie stattgefunden hatten.

Bei Durchsuchungen in Dortmund und Herten am Donnerstag (12. Dezember) stellten Beamte 28.000 Euro, eine Anscheinswaffe, zahlreiche Speichermedien, Computer, Laptops, Unterlagen und weitere Abrechnungsscheine (Taxischeine) der Deutschen Bahn sicher.

Verspätung: Bahn-Kunden sollen mehr Geld zurückbekommen

Neben dem 25-jährigen Hauptverdächtigen nahmen Beamte auch zwei weitere Bahnmitarbeiter vorläufig fest: Einen 20-jährigen Dortmunder und einen 42-jährigen Mann aus Herten. Beide Männer sind ebenfalls tatverdächtig, unrechtmäßig Taxigutscheine ausgestellt oder den Haupttatverdächtigen bei seinem Handeln unterstützt zu haben.

Einen ganz anderen Betrugsfall führt die Polizei in die Büros der Partei "Die Rechte". Gab es einen Wahlbetrug in Dortmund? Wo jedoch sicher ist, dass ein Betrug stattfand: In Dortmund gaben sich die Betrüger als falsche Polizisten aus. So konnten sie von einem Ehepaar über 170.000 Euro erbeuten.

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