Großbaustelle kommt

An einer Autobahn-Großbaustelle in Dortmund droht für Jahre Stau

Autofahrer müssen jetzt stark sein: Der Ausbau der B1 zur A40 geht in wenigen Wochen los. Im Dortmunder Osten sind regelmäßige Staus dann vorprogrammiert.

Dortmund - Vorzeichen für den Ausbau der B1 im Dortmunder Osten zur A40* gibt es schon seit Jahren: Der Bau von Lärmschutzwänden, neuen Brücken und Rodungsarbeiten in Holzwickede sorgen längst für Staus ohne Ende - und sind jedoch nur der Anfang. Jetzt geht der Spaß für viele Autofahrer erst richtig los: Der Termin für den Mega-Ausbau der B1 zu einem Teilstück der A40 steht.

BundesstraßeB1
Länge778 km
BundeslandNordrhein-Westfalen; Niedersachsen; Sachsen-Anhalt; Brandenburg; Berlin

Dortmund: B1 wird zur A40 umgebaut - Start-Termin für Großbaustelle bei Holzwickede steht

Wenn man mit dem Auto aus Unna oder dem Dortmunder Osten gen Innenstadt fahren möchte, führt kaum ein Weg an ihr vorbei: der B1. Doch für die eigentlich recht kurze Fahrtstrecke in die Dortmunder City* braucht man Nerven. Regelmäßige Baustellen und Unfälle an der B1 sorgen für Staus* noch und nöcher und lassen so manchen Autofahrer regelmäßig verzweifeln.

Jetzt haben Autofahrer noch einen Grund mehr, ihren Pkw lieber in der Garage zu lassen und stattdessen auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad umzusteigen: Die Deges hat als zuständiger Planungs- und Baugesellschaft den Auftrag für den sechsspurigen Ausbau der B1 vergeben. Bereits Anfang Oktober soll das circa 85 Millionen teure Bauprojekt starten.

Dortmund: Mega-Baustelle zwischen Holzwickede und Aplerbeck an B1 soll bis 2026 dauern

Betroffen ist eine etwa neuneinhalb Kilometer lange Strecke zwischen der Marsbruchstraße in Aplerbeck und der Brücke an der „Kurze Straße“ in Holzwickede. Konkret geplant ist in diesem Abschnitt der Ausbau von derzeit vier auf sechs Fahrstreifen sowie der Bau von Standstreifen. Wer nun jedoch denkt, nur ein paar Monate die Zähne zusammen beißen zu müssen, irrt. Die Deges plant das Bauende erst für Mitte 2026 ein, also nach knapp fünf Jahren.

Los geht es im Oktober mit der ersten Bauphase, die bis Ende 2023 dauern soll. In dieser Phase werde zunächst die Nordseite der heutigen Bundesstraße B 1 in Fahrtrichtung Dortmund um einen Fahrstreifen erweitert, heißt es von der Deges. In dieser Zeit soll der Verkehr in beide Fahrtrichtungen zweispurig über verengte Fahrbahnen geleitet werden.

Die B1 in Dortmund wird in den kommenden Jahren zur A40 umgebaut.

Staus in Dortmund vorprogrammiert: B1 wird fünf Jahre lang zu sechsspuriger A40 ausgebaut

Außerdem werden zwischen der Emschertalstraße und der Vincenz-Wiederholt-Straße sowie zwischen der Ausfahrt Leni-Rommel-Straße und dem Bereich östlich der Aplerbecker Straße neue Lärmschutzwände gebaut. Zusätzlich werden weitere bauliche Maßnahmen an den Brücken umgesetzt (mehr Nachrichten zu Unfällen und Verkehr in NRW* auf RUHR24 lesen).

Ziel des Ausbaus der B1 ist es laut Deges, „den Verkehrsfluss auf der vielbefahrenen Strecke zu verbessern und den Anforderungen der wachsenden Ruhr-Metropole Dortmund gerecht zu werden.“ Die Baugesellschaft erwartet sich durch die Erweiterung der vielbefahrenen Schnellstraße zudem „positive Auswirkungen auf die Fahrzeiten von Berufspendlern und ebenso auf die Wirtschaftsverkehre.“ Bis es soweit ist, müssen sich viele Pendler aber erstmal auf längere Fahrtzeiten, Mega-Staus und dünne Nerven einstellen. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Michael Neuhaus/DEGES

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