Bus und Bahn

Dortmund: Revolution in Bussen und Bahnen – Erleichterung für Kunden kommt

Im Nahverkehr in Dortmund bahnt sich eine echte Revolution an. Mit Bus und Bahn zu fahren soll dadurch viel einfacher – und auch günstiger werden.

Dortmund – „Haben Sie es auch kleiner?“ – Wer schonmal versucht hat, mit einem 50-Euro-Schein ein Busticket beim Fahrer zu kaufen, dürfte diesen Satz kennen. Noch schwieriger ein Ticket im Bus zu kaufen, war es bisher nur, wenn man gar kein Bargeld in der Tasche hatte. Dann blieb nur: Schwarzfahren oder zu Fuß gehen. Doch das soll sich in Dortmund nun ändern.

Verkehrsabteilung der Dortmunder StadtwerkeDSW21
VerkehrsverbundVRR
Fahrgäste130,3 Mio. pro Jahr

Dortmund: Tickets für den Bus bargeldlos bezahlen

Bereits seit gestern (1. November) können Fahrgäste in der Linie 448 bargeldlos bezahlen. Und dazu braucht es nicht mal unbedingt eine EC- oder Girokarte. Alles, was eilige Fahrgäste ohne Aboticket brauchen, um sich ein Ticket im Bus kaufen zu können, soll in Zukunft das Smartphone sein. Wie das funktioniert, können Kunden bereits jetzt im Bus der Linie 448 testen. Dort ist bereits ein neuer Ticket-Automat installiert.

Das Bezahlen beim Busfahrer soll bis zum Jahresende aber nicht nur auf der Linie zwischen Witten und Dortmund entfallen. Das Projekt in der Linie 448 markiert lediglich den Startschuss zu einer ganzen Reihe von Neuerungen, mit der die DSW21 das Bus- und Bahnfahren in Dortmund erleichtern will. Viele Fahrgäste könnten zudem durch die Neuerungen günstiger davonkommen.

Bis zum Jahresende soll landesweit der neue eTarif „eezy“ eingeführt, werden. Bei dem Tarif können Fahrgäste per Smartphone ein- und auschecken und dadurch unabhängig von alten Tarifmodellen oder Grenzen der Verkehrsverbünde ihre Fahrt bezahlen. Wie viel bezahlt werden muss, wird anhand der Luftlinie zwischen Start und Ziel der Fahrt ermittelt. Ab dem 1. Januar 2022 soll zudem das neue FlexTicket an den Start gehen, welches sich vor allem für Pendler mit flexiblen Arbeitszeiten lohnen könnte.

Bus- und Bahnfahrenin Dortmund: Kleingeld nicht mehr nötig

„Im Bereich Tarife und Ticketing erleben wir gerade eine kleine Revolution“, freut sich Dr. Heinz-Josef Pohlmann, Leiter Betrieb und Marketing bei DSW21. Durch die neuen Tarife und die neuen Bezahlmöglichkeiten, erklärt er, soll das Fahren mit Bus und Bahn einfacher und komfortabler werden.

So sieht er aus: der neue Ticketautomat zum bargeldlosen Bezahlen.

Dazu werden aktuell neben der Linie 448 20 weitere Busse mit Kartenlesegeräten ausgestattet, die das kontaktlose Bezahlen mit Kredit-Karte, EC-Karte oder Smartphone ermöglichen. Die Busse, in denen Fahrgäste kein Kleingeld mehr parat haben müssen, sollen von außen gekennzeichnet werden, sodass Fahrgäste vor dem Einstieg wissen, welche Bezahlmöglichkeiten sie haben (mehr Nachrichten aus dem Ruhrgebiet bei RUHR24).

Dortmund: Bus-Ticket bargeldlos bezahlen

Wer jedoch weiter sein Ticket mit Bargeld bezahlen möchte, steht nun in umgekehrter Weise vor dem Problem, wie es bisher jene hatten, die kein Bargeld im Portemonnaie hatten. Denn wer sein Ticket für die gekennzeichneten Busse bar bezahlen möchte, muss vor der Fahrt zu einem stationären Automaten oder einer Vorverkaufsstelle gehen.

Noch komfortabler für die Fahrgäste wäre es zwar, wenn sie die freie Wahl zwischen der Bezahlung mit Bargeld, EC-Karte oder Smartphone hätten. Doch Heinz-Josef-Pohlmann ist sich sicher: „Dem bargeldlosen Bezahlen gehört die Zukunft.“ Sobald die neuen Ticket-Automaten ihre Zuverlässigkeit und Praktikabilität unter Beweis gestellt hätten, sollen daher dann weitere Linien umgerüstet werden, informiert DSW21.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

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