500 Arbeitsplätze geplant

Dortmund: Bahn baut großes ICE-Werk – Brücke könnte zum Problem werden

Das neue ICE-Werk am Dortmunder Hafen wird weiter akribisch geplant. Eine Brücke wird aber zum Sorgenkind.

Dortmund – Es ist ein Mega-Projekt: Am Dortmunder Hafen plant die Deutsche Bahn den Bau eines neuen ICE-Werks an der Westfaliastraße. Auf vier Gleisen sollen künftig die Hochgeschwindigkeitszüge gewartet und bereitgestellt werden – rund 500 Arbeitsplätze entstehen. Die ersten Planungen laufen, eine Brücke bereitet aber leichte Schwierigkeiten.

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Themaneues ICE-Werk der Deutschen Bahn

Dortmund: ICE-Werk wird am Hafen gebaut – 500 neue Jobs entstehen

Die Deutsche Bahn rechnet künftig mit einer Verdopplung der Fahrgastzahlen rechnet und benötigt daher mehr Züge. Diese müssten regelmäßig überprüft und gewartet werden – dies soll in Dortmund geschehen. „Das DB-Werk Spähenfelde bleibt unberührt. Somit hat Dortmund ab 2027 zwei Werke der Deutschen Bahn“, sagt Projektleiter Matthias Schulz.

Das seit 2007 verwaiste Grundstück, auf dem das Werk entstehen soll, gehört bereits der Deutschen Bahn. Es ist der alte Güterbahnhof an der Westfaliastraße westlich des Hafens. Über dem geplanten Werk führt die Mallinckrodtstraße entlang, die an die Westfaliastraße anschließen soll. Eine Vorplanung werde derzeit überprüft.

Auch ein neuer Radweg sei angedacht. „Die internationale Gartenaustellung 2027 in Dortmund plant die Stadt eine Anbindung des Zukunftsgartens an den Hauptbahnhof. Dafür muss der Radweg auch das neue Gelände des ICE-Werks passieren. Wir sind im engen Austausch – auch mit der Emschergenossenschaft“, so Schulz während eines Pressegesprächs.

ICE-Werk in Dortmund: Eine kleine Brücke wird zum Sorgenkind bei der Planung

Ein wenig Sorge bereitet den Planern der Deutschen Bahn die Franziusbrücke, die das Gelände des neuen ICE-Werks in Dortmund überquert. Darüber läuft die Franziusstraße von der Huckarder Straße im Westen zur Kanalstraße im Osten. „Die Brücke ist ein wenig in die Jahre gekommen. Sie wird derzeit schon abgestützt – diese Stützen müssen weichen“, erklärt Matthias Schulz.

Eine Ertüchtigung der Brücke werde bevorzugt. Bedeutet: Die Tragfähigkeit der Franziusbrücke soll erhöht und die Gebrauchstauglichkeit auf Dauer verbessert werden. „Aber auch ein möglicher Neubau steht im Raum. Eventuell muss eine neue Brücke gebaut werden“, so der Projektleiter.

So soll das Areal am Dortmunder Hafen aussehen

Dortmund: ICE-Werk soll 2027 an den Start gehen – Deutsche Bahn informiert über Bürgerportal

In grob zwei Jahren soll die Planung abgeschlossen und der erste Spatenstich gesetzt sein. Im Juni 2027 sollen die ersten Züge in den Terminal rollen.

Die Deutsche Bahn informiert am Donnerstag (7. April) um 18 Uhr über den aktuellen Planungsstand des ICE-Werks am Dortmunder Hafen. Die Veranstaltung findet digital statt und kann unter folgendem Link besucht werden: https://www.db-buergerdialog.de/neubau-ice-werk-dortmund-hafen.

Rubriklistenbild: © Hafen Dortmund, Deutsche Bahn; Collage: RUHR24

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