Dortmunderin verletzt sich schwer

Dortmund: Badewannen-Unfall – Frau wegen fatalem Defekt bewusstlos

Am Samstagnachmittag (11. Dezember) hat sich in Dortmund ein schwerer Unfall in einem Mehrfamilienhaus ereignet. Eine Frau wurde schwer verletzt aufgefunden.

Dortmund – Zahlreiche Einsatzkräfte Dortmunder Feuerwehr mussten am Samstagnachmittag zu einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der südwestlichen Stadtmitte ausrücken. Eine Dortmunderin ist dort in der Badewanne bewusstlos zusammengebrochen, wie die Polizei gegenüber RUHR24 bestätigte.

DortmundGroßstadt in NRW
Fläche280,7 km²
Bevölkerung587.010 (2019)

Tragischer Badewannen-Unfall in NRW: Defekte Therme wird zur Gefahr

Die Frau wurde dort vermutlich von ihrem Mann gefunden, der sich beim Eintreffen der Rettungskräfte ebenfalls in der Wohnung in Dortmund befand. Die Frau war von einem Kohlenmonoxid-Anstieg im Raum überrascht worden, der sich durch eine defekte Therme entwickelt hatte.

Mit schweren Atemmasken rückten die Feuerwehrleute an und brachten die Eheleute ins Freie. Der Mann wurde offenbar leicht verletzt.

Feuerwehr und Rettungswagen am Dortmunder Unfall-Ort.

NRW: Frau ist nach Unglück schwer verletzt

Seine Ehefrau hat sich hingegen schwere Verletzungen zugezogen. Wie die Polizei Dortmund gegenüber RUHR24 bestätigte, ist ihr Zustand aktuell ernst.

Vermutlich musste sie in eine spezielle Druckkammer gebracht werden. Eine Therapie mit Sauerstoff in einer Druckkammer kann nach einer Kohlenmonoxidvergiftung lebensrettend sein.

Badewannen-Unglück in Dortmund: Frau erleidet Kohlenmonoxidvergiftung

Die Badewanne war zum Unglücks-Zeitpunkt ein gefährlicher Ort. Denn die defekte Therme befindet sich genau im Badezimmer – wie in vielen anderen Wohnungen auch.

Das Tückische an Kohlenmonoxid (CO) ist, dass es sich um ein geruchs- und farbloses Gas handelt. Laut Ärzteblatt.de kommt es in Deutschland immer wieder zu tödlichen Unfällen. Neben defekten Gasthermen seien auch Brände, Holzpelletlager oder der Gebrauch von Wasserpfeifen Gefahrenquellen.

Kohlenmonoxidvergiftung in Dortmund – CO-Melder können vor der Gefahr warnen

Alleine im Jahr 2019 wurden laut Apothekenumschau.de mehr als 3500 Patienten mit einer Kohlenmonoxidvergiftung in deutsche Krankenhäuser eingeliefert. Im Fall einer Vergiftung ist schnelle Hilfe gefragt – denn von den ersten Symptomen bis zum Verlust des Bewusstseins vergeht zumeist nur wenig Zeit. 

Beim Verdacht auf Kohlenmonoxidvergiftung kann der schnelle Notruf über 112 daher Leben retten. Vorbeugend sollten stets entsprechende CO-Melder installiert werden, die vor erhöhten Kohlenmonoxidwerten in der Luft warnen.

Rubriklistenbild: © Marcus Wüllner/ Agentur Wüllner

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