Aktion auf Schnellstraße

Mega-Demo von „Extinction Rebellion“ auf B1 in Dortmund: Straße in Fahrtrichtung Bochum wieder frei

Umwelt-Aktivisten haben am Sonntag (13. Juni) in Dortmund für Stau auf der B1 gesorgt. Teilnehmer einer Aktion blockierten die Schnellstraße für rund fünf Stunden.

Update, 17.20 Uhr: Die B1 ist in Richtung Bochum durch die Polizei wieder freigegeben worden. Die Räumung ist abgeschlossen. Noch immer befinden sich einige Einsatzkräfte vor Ort.

Insgesamt dauerte die Demonstration rund fünf Stunden. Die Räumung verlief soweit friedlich ab, obwohl sich einige der Demonstranten von „Extinction Rebellion“ weigerten, die B1 zu verlassen.

Update, Sonntag (13. Juni), 17.02 Uhr: Die letzten beiden Personen auf den Leitern wurden zunächst gesichert und dann per Kran von den Leitern gehoben. Die Polizei hat die Leitern entfernt.

Sämtliche Demonstranten müssen weiterhin vor Ort bleiben. Die Polizei kontrolliert, dass niemand geht.

Feuerwehr macht sich bereit, um Personen von Leitern zu heben

Update, Sonntag (13. Juni), 16.55 Uhr: Die Kreuzung ist mittlerweile so gut wie geräumt, allerdings sitzen noch immer zwei Demonstranten auf hohen Leitern und wollen einfach nicht runter kommen. Derweil hat sich die Feuerwehr bereit gemacht und ist mit ihrem Kran an die Personen auf den Leitern ran gefahren.

Update, Sonntag (13. Juni), 16.45 Uhr: Noch immer weigern sich einzelne Demonstranten, die Kreuzung auf der B1 freiwillig zu verlassen. Jedoch fängt die Polizei an, die Demonstranten einfach von der Straße zu tragen.

Demonstranten wollen B1 in Dortmund nicht freiwillig verlassen

Update, Sonntag (13. Juni), 16.24 Uhr: Die Polizei hat nun dreimal dazu aufgefordert, die B1 zu verlassen. In Kürze startet aber offenbar die Räumung der Schnellstraße durch die Polizei, da die Demonstranten keine Anstalten machen, die Straße zu verlassen.

Update, Sonntag (13. Juni), 16.04 Uhr: Die Polizei hat nun zum ersten Mal die Demonstranten aufgefordert, die Kreuzung der B1 zu verlassen. Sollten die Teilnehmer der Versammlung dies nicht tun, wolle die Polizei die Versammlung auflösen. Die Personalien, so ein Polizeisprecher, würden von jedem Teilnehmer in jedem Fall erhoben.

B1 in Dortmund: Polizei kesselt Umwelt-Aktivisten von Extinction Rebellion ein

Update, Sonntag (13. Juni), 15.55 Uhr: Noch immer haben die Umwelt-Aktivisten von Extinction Rebellion die B1 in Dortmund auf Höhe der Straße „Voßkuhle“ blockiert und damit einen Stau in Richtung Bochum verursacht. Inzwischen ist eine Hundertschaft der Polizei eingetroffen, die die Aktivsten auf Höhe der Kreuzung eingekesselt hat. Laut Angaben der Organisatoren darf derzeit kein Aktivist die Polizeisperre verlassen. Die Polizei plant offenbar eine Personalienfeststellung.

Von der Polizei Dortmund heißt es derweil, von den Teilnehmern seien Kooperationsgespräche nicht angenommen worden. „Es werden polizeiliche Maßnahmen geprüft“, so die Polizei Dortmund via Twitter.

Update, Sonntag (13. Juni), 12 Uhr: Die Umwelt-Aktivisten von Extinction Rebellion schalten einen Tag nach ihrer „Ein-Person-Blockade“ in der Innenstadt von Dortmund einen Gang hoch. Am Sonntag haben sie am Mittag die B1 durch Dortmund lahmgelegt. Das Motto des Protests: „Ein kleines Stückchen Radweg reicht nicht, um die Klimakrise zu bewältigen.“

Umwelt-Aktivisten von Extinction Rebellion blockieren die B1 in Dortmund.

Laut Angaben der Aktivisten haben 60 Teilnehmer die B1 ab Höhe Voßkuhle in Dortmund blockiert. In der Folge bildete sich Stau in Fahrtrichtung Bochum. Die Organisatoren geben an, die Versammlung nicht angemeldet zu haben. Als Grundlage für die Blockade der B1 berufen sich die Aktivisten auf das Versammlungsrecht.

Dortmund: B1 blockiert – Aktivisten protestieren gegen Umwelt-Politik

Die Aktivisten kritisieren den schleppend vorangehenden Bau des Radschnellwegs „RS 1“ in Dortmund. Sie fordern die Einberufung einer repräsentativen Bürgerversammlung, die einen konkreten Maßnahmenplan zur Bewältigung der Klimakrise und der Bewahrung der Artenvielfalt aufstellen soll.

Nach der Blockade der B1 begannen Teilnehmer der Versammlung auf der Fahrbahn Federball zu spielen, den Boden zu bemalen oder mit dem Rad zu fahren.

Erstmeldung, Samstag (12. Juni), 12 Uhr: Dortmund – Sie nennen sich Extinction Rebellion und sorgen regelmäßig mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen für Aufsehen. Jetzt hat die Gruppe von Umwelt-Aktivisten erneut zugeschlagen – mit sogenannten „Ein-Person-Blockaden“ in Dortmund.

GruppeExtinction Rebellion
GründerRoger Hallam, Gail Marie Bradbrook
ÜbersetzungRebellion gegen das Aussterben

Dortmund: Extinction-Rebellion-Aktivisten legen Straßen lahm

Mit ihrer Aktion am Samstag (12. Juni) wollten die Aktivisten auf ihre „Angst vor den Folgen der Erderhitzung und des ökologischen Kollaps“ aufmerksam machen. Dazu blockierten sie sitzend an neun Stellen in der Dortmunder Innenstadt Straßen:

  • in der Innenstadt,
  • im Kaiserviertel,
  • im Saarlandstraßenviertel
  • und in der Nordstadt.

Unter anderem blockierte ein Mädchen, das mit Greta-Thunberg-Zöpfen und Plakat auf dem Boden saß, die Lindemannstraße im Dortmunder Kreuzviertel.

Klima-Aktivisten von Extinction Rebellion haben am Samstag (12. Juni) Straßen in Dortmund lahmgelegt – hier etwa die Lindemannstraße im Kreuzviertel.

Die Aktion nennt Extinction Rebellion „Rebellion of One“. Sie fand anlässlich des Treffens der G7-Staaten europaweit und zeitgleich in mehreren Städten in Deutschland, Tschechien, Italien, Belgien, den Niederlanden und Frankreich statt. Die Aktivisten werfen den G7-Staaten vor, für einen Großteil der weltweiten Klima- und Umweltzerstörung verantwortlich zu sein.

Was trieb die Aktivisten am Samstag in Dortmund an? „Ich habe Angst davor mich alleine auf die Straße zu setzen, aber ich habe noch mehr Angst später zurückzuschauen und zu merken, dass ich nicht alles versucht habe, um die Klimakrise zu stoppen.“, so Susanne Edgington von Extinction Rebellion Dortmund in einer Mitteilung.

Dortmund: Aktion von Umwelt-Aktivisten von Extinction Rebellion

Bei der Protestaktion in Dortmund trugen einige Blockierende auf ihrem Protestschild neben ihrer eigenen Angst die einer Person aus dem globalen Süden. So stand dort zum Beispiel auf der einen Seite: „Es macht mich wütend, dass wir in meiner Stadt bald ohne Zugang zu Wasser sein werden und die Regierungen weiterhin private Interessen verteidigen. (Pau, Mexiko)„.

Was fordert Extinction Rebellion konkret? Im Wesentlichen sind es folgende Punkte:

  • Die Politik soll Klimanotfall anerkennen.
  • Sie soll Null-Emissionen bis 2025 sicherstellen.

Immer wieder organisieren die Umwelt-Aktivisten Aktionen des „zivilen Ungehorsams“ – nicht selten müssen diese mit Gewalt durch die Polizei aufgelöst werden – wie im August 2020 in Dortmund. Damals hatten Klima-Aktivisten die Möllerbrücke blockiert.

Rubriklistenbild: © Extinction Rebellion