Polizei kündigt Kontrollen an

B1 in Dortmund: Fahrverbot für Lkw startet - warum die großen Brummis aber weiterhin zu sehen sein werden 

Auf der B1 in Dortmund beginnt das Fahrverbot für Lkw. Die Polizei hat Kontrollen angekündigt. Ganz Lkw-frei wird die Bundesstraße aber nicht.

  • Für Lkw greifen ab dem 24. März 2020 neue Regeln auf der B1 in Dortmund.
  • Ein Fahrverbot soll für bessere Luft in der Stadt sorgen.
  • Weitere Maßnahmen hatte die Stadt in einem Vergleich mit der Deutschen Umwelthilfe bereits im Februar 2020 beschlossen.

Dortmund - Die Straßen in Dortmund sind derzeit aufgrund der vielen Menschen, die wegen der Gefahr durch das Coronavirus im Home-Office arbeiten, leerer als sonst. An der Umsetzung des Lkw-Fahrverbots auf der B1 ändert diese Tatsache aber wenig. Die Stadt Dortmund und die örtliche Polizei starten ab Dienstag (24. März) entsprechende Kontrollen, wie RUHR24.de* berichtet.

Dortmund: Fahrverbot für Lkw beginnt auf der B1

An diesem Tag startet auf der B1 in Dortmund das Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen. Wer dagegen verstößt, muss 75 Euro zahlen, warnt die Polizei Dortmund.

Damit es nicht zu Verstößen gegen das B1-Fahrverbot kommt, weisen mehrere Schilder an den Autobahnkreuzen rund um Dortmund auf die neue Regelung hin.

Polizei Dortmund übermittelt Infos zu B1-Fahrverbot

Außerdem wird die neue Information durch die Polizei an das TIC (Traffic Information Centre) übermittelt. So können alle Lkw-Fahrer über ihre Navigationssysteme informiert werden. Die Stadt geht deshalb von einem "zügigen Effekt" aus.

Aktuell gibt es bereits ein Durchfahrverbot für Lkw auf der B1. Es gilt allerdings nur in der Nacht von 22 bis 6 Uhr. Lkw über 7,5 Tonnen sind daher noch auf der B1 zu sehen. Und das wird sich auch nach der Einführung der neuen Regelung nicht ändern. Denn: Das Verbot gilt nicht für Lkw mit Startpunkt oder Ziel in Dortmund.

Dortmund hat sich mit Umwelthilfe auf B1-Fahrverbot geeinigt

Das komplette Fahrverbot für Lkw auf der B1 ist eine Maßnahme, auf die sich die Stadt Dortmund vor Gericht in einem Vergleich mit der Deutschen Umwelthilfe (hier der Text im Wortlaut) geeinigt hat. Ziel ist es, durch viele kleinere Maßnahmen die Luft in Dortmund zu verbessern und die Bürger zu schützen. Dazu soll der Grenzwert für das giftige Stickstoffdioxid (NO2) in Dortmund sinken.

Schilder weisen auf das Lkw-Fahrverbot auf der B1 hin.

Statt über die B1 sollen Lkw über 7,5 Tonnen künftig über A1, A2 und A45 die Mitte von Dortmund umfahren, wenn sie nicht direkt nach Dortmund müssen. "Prognosen gehen davon aus, dass rund 25 Prozent der Lkw (also im Jahresmittel circa 1000 Lkw am Tag), die bislang zwischen 6 und 22 Uhr auf der B1 unterwegs sind, auf das Autobahnnetz verdrängt werden", heißt es von der Stadt Dortmund.

Sollte diese Maßnahme nicht zum erwünschten Ziel führen, muss die Stadt Dortmund laut dem gerichtlichen Vergleich die Daumenschrauben weiter anziehen - und das Verbot auf Lkw über 3,5 Tonnen ausweiten.

B1 in Dortmund: Auch Änderungen für Pkw-Fahrer kommen

Unterdessen werden auch Pkw-Fahrer etwas von den neuen Regelungen auf der B1 spüren. So wird es an der B1-Auffahrt an der Märkischen Straße in Fahrtrichtung Bochum eine Geschwindigkeitsreduzierung von Tempo 50 auf Tempo 40 geben. Das soll laut Stadt ein "frühzeitiges und meist unnötiges Beschleunigen im oberen Bereich der Rampe unterbinden." Emissionen würden sich durch einen "gleichmäßigen Verkehrsfluss" mindern, so das Credo der Stadt Dortmund.

Nicht neu, aber auch eine von vielen Maßnahmen zur Einhaltung der Stickstoffdioxidgrenzwerte in Dortmund* ist der B1- Blitzer auf Höhe der Messe Dortmund in Fahrtrichtung Unna.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Polizei Dortmund

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